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Schulweg soll sicherer werden

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Von: Stefanie Wehr

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Schon lange wird überlegt, wie der Weg zur Buber-Schule sicherer werden kann.
Schon lange wird überlegt, wie der Weg zur Buber-Schule sicherer werden kann. © Michael Faust

Gehweg soll erneuert werden und vor Buber-Schule Tempo 10 gelten

Beim Ortstermin mit Elternvertretern, Schulleitung, Mitgliedern des Ortsbeirats 5 sowie neun Mitarbeitern von Straßenverkehrsamt, Amt für Straßenbau und Erschließung (ASE) und Schulamt war die allmorgendliche gefährliche Situation für alle Teilnehmer gut zu beobachten: Kinder kommen in Scharen zu Fuß den leicht abschüssigen Sachsenhäuser Landwehrweg hinabgelaufen oder fahren auf Rollern, dazwischen schieben sich "Elterntaxis", breite SUV, Müllautos, Handwerkerfahrzeuge die schmale Straße entlang. Einige Kinder laufen brav auf dem ebenfalls sehr schmalen Gehweg bis zum Zebrastreifen und schauen aufmerksam, ob ein Auto kommt, bevor sie die Straße überqueren. Andere rattern eilig auf Rollern heran, schubsen sich versehentlich gegenseitig.

Eltern und Ortsbeirat forderten zum wiederholten Mal Lösungen, um die gefährliche Lage zu entschärfen. Nicht nur direkt vor der Schule war es schon oft zu brenzligen Situationen gekommen, sondern auf dem weiteren Schulweg. Der Zebrastreifen und das Drängelgitter vor dem Eingang waren Ergebnisse von Schulwegbegehungen und Elternforderungen in vorigen Jahren gewesen. Auch dieses Mal brachten die Elternvertreter Ideen vor, die aber zum Großteil aus Sicht der Amtsvertreter nicht umsetzbar seien. Etwa den Vorschlag, die Schüler von hinten aufs Schulgelände zu führen, auf einem bereits existierenden Weg, der durch die Schrebergärten oberhalb der Schule führt.

Piktogramme auf

der Fahrbahn

Vereinbart wurde, so gibt Michaela Kraft, Leiterin des Amts für Straßenbau und Erschließung (ASE), im Anschluss bekannt, dass auf dem Sachsenhäuser Landwehrweg vor der Schule künftig statt bisher Tempo 30 nur Tempo 10 erlaubt sein soll. Zudem wird auf Bitten der Eltern ein Achtung-Kinder-Piktogramm auf dem Asphalt gepinselt. An den Gehwegrand soll stellenweise Verbundsteinpflaster eingebaut werden, um ihn farblich abzusetzen und besser erkennbar zu machen, erläutert Kraft.

Nicht möglich sei es, einen Zebrastreifen über die Fritz-Boehle-Straße auf Höhe des Spielplatzes zu markieren, da in der Tempo-30-Zone Zebrastreifen tabu seien.

Schwelle soll schnelle Autos bremsen

Eine Abbiegemöglichkeit von der Fritz-Boehle-Straße links in den Sachsenhäuser Landwehrweg zu schaffen, damit Autofahrer nicht gezwungen sind, rechts abzubiegen und vor der Schule entlangzufahren, wurde von den Verkehrsexperten abgelehnt.

Der Stichweg des Letzten Hasenpfads in Richtung Erstes Wartegässchen könne aus Kostengründen nicht zum Schulweg ausgebaut werden. Um die schlecht einsehbare Kurve sicherer zu machen, in der roller-fahrende Kinder auf Autos treffen, die meist schnell um die Kurve fahren soll eine Schwelle aufgebracht werden, um Autos abzubremsen.

"Wir sind zufrieden, dass überhaupt etwas gemacht wird", sagte eine Elternbeirätin, "Aber ich hätte mir mehr Engagement von den Amtsvertretern gewünscht." Die Eltern bemühten sich seit Jahren um Verbesserungen.

Die Martin-Buber-Schule, die in den 70er Jahren als Provisorium gebaut wurde und inzwischen sanierungsbedürftig ist, soll einen Neubau erhalten. Wann gebaut wird, ist unklar. Stefanie Wehr

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