+
Der nördliche Teil der Brücke wird abgebaut und dafür mit dieser Maschine in Einzelteile zerschnitten.

Gesperrte Fußgängerbrücke

Schwedlerbrücke wird saniert

Bleibt es beim geplanten Eröffnungstermin 2018, sind es ganze sieben Jahre, in denen die Schwedlerbrücke nicht betreten werden durfte. Jetzt wird immerhin mit der Vorbereitung der Sanierung begonnen.

Die hohen Absperrungen bleiben noch lange stehen, doch endlich wird mit der Sanierung der Schwedlerbrücke, die auf 244 Metern über die Bahngleise zwischen Ostpark und Hanauer Landstraße führt, begonnen.

Die jetzt begonnenen Arbeiten auf der Brücke seien zwar „nur vorbereitende Arbeiten“, sagt der Leiter der Abteilung Brücken- und Ingenieurbau im Straßenbauamt, Hans-Jörg Beier. Doch sie seien für den weiteren Fortgang dringend notwendig. Mit der Bahn AG seien für die Tage vom 2. bis zum 4. Oktober „Sperrzeiten“ vereinbart worden, in denen Züge wegen der Bauarbeiten umgeleitet werden. In dieser Zeit wird dann das nördliche Brückenelement abgebaut. „Wenn wir den ersten Bogen auf der nördlichen Seite auf die Erde gelegt haben, kann untersucht werden, ob und wie wir auch die anderen Brückenbögen noch nutzen können.“, erläutert Beier. Es sei nicht ausgeschlossen, dass der Zustand der Bauteile mittlerweile so schlecht ist, dass eine Sanierung unverhältnismäßig teuer würde. Bislang gibt es nur grobe Schätzungen zu den Kosten. Sind die genauer beziffert, müssen die Stadtverordneten erneut entscheiden, ob diese gewiss hohe Summe ausgegeben werden solle.

Wobei sie eigentlich keine Alternative haben, einen Neubau könnte es nicht ohne weiteres geben: Denn noch bevor die Stadt die 1910 errichtete Fußgängerbrücke im August 2011 wegen ihrer Baufälligkeit sperrte, stellte ihn das Landesdenkmalamt in Wiesbaden unter Schutz. Ein Abriss war damit vom Tisch, doch auch mit der Sanierung ging es nicht voran: Die Vorstellungen des Denkmalschutzes mussten in die Pläne dafür eingearbeitet werden, zudem begannen Abstimmungen mit der Bahn darüber, welche Änderungen an der Brücke nötig werden, wenn darunter tatsächlich die nordmainische S-Bahn gebaut wird. Betroffen davon ist die Seite zum Ostpark, an der jetzt mit den Arbeiten begonnen wurde.

Am Anfang diesen Jahres wurde dann ein Planungswettbewerb zur Sanierung entschieden, den das Büro des Frankfurter Architekten Christoph Mäckler gemeinsam mit dem Ingenieurbüro Bollinger und Grohmann den ersten Preis gewonnen hatte (wir berichteten).

Mäckler hat auf der Seite der Brücke zum Ostpark hin ein Café eingeplant. Die beiden Brückenköpfe werden quadratische Lampen tragen wie sie auch auf der Alten Brücke stehen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare