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Schweizer Platz in Frankfurt: Bei der Umgestaltung redet der Stadtteil mit

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Von: Stefanie Wehr

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Bei der Umgestaltung wird die Tram-Haltestelle in die Mitte des Platzes verlegt. Darin ist wohl nicht mehr zu rütteln. animation: stadt Frankfurt
Bei der Umgestaltung wird die Tram-Haltestelle in die Mitte des Platzes verlegt. Darin ist wohl nicht mehr zu rütteln. animation: stadt Frankfurt © Stadt ffm

Der Schweizer Platz in Frankfurt soll umgestaltet werden. Die Bürger dürfen bei der Gestaltung mitentscheiden. Das ist bislang geplant.

Die Schweizer Straße soll umgestaltet werden - die Bürger dürfen bei der Ideensammlung für eine Neugestaltung eine Woche lang mitreden. Und zwar in der Aktionswoche, die am Montag, 7. November, beginnt. Dann will die Stadt Ideen, Anregungen und Bedenken der Bürger sammeln. Dafür wird ein Stand in der Filiale der Frankfurter Volksbank in der Schweizer Straße 39 eingerichtet.

Zudem ist ein Info-Abend am 8. November in der Freiherr-vom-Stein-Schule geplant. Beginn: 18.30 Uhr. Eine Anmeldung ist erforderlich. An verschiedenen Themenständen werden Informationen zum Vorhaben präsentiert. Bürger haben auch dort die Möglichkeit, mit dem Projektteam ins Gespräch zu kommen. Wer beides nicht vor Ort wahrnehmen kann, kann seine Ideen schriftlich oder am Telefon übermitteln: per E-Mail an schweizerstrasse@stadt-frankfurt.de oder telefonisch unter 9 00 28 88 22.

Umgestaltung des Schweizer Platzes in Frankfurt: sicherer Radweg geplant

Was genau steht zur Debatte? Der Schweizer Platz und die Schweizer Straße sollen schöner werden, außerdem soll ein sicherer Radweg entstehen. Für Fußgänger soll die Einkaufsmeile ebenfalls sicherer werden und mehr Aufenthaltsqualität bieten. Dazu hatte die Stadt eine Machbarkeitsstudie veröffentlicht. Diese ergab, dass die Straßenbahnhaltestelle Schwanthaler Straße auf die Mitte des Schweizer Platzes versetzt werden und barrierefrei neu gebaut werden soll. Autos sollen künftig nicht im Kreisel fahren, sondern mit der Straßenbahn durch die Mitte des Schweizer Platzes fahren. Die Fahrradspur soll beidseitig auf der Schweizer Straße und außen entlang des Halbkreises über den Schweizer Platz führen.

Von den Sternstraßen, die zum Platz hinführen, soll es nur noch Wegebeziehungen in die anderen Sternstraßen geben. Sprich: Von Diesterwegstraße kann in die Gutzkow- und die Oppenheimer Landstraße über den Schweizer Platz rechts abgebogen werden. Ebenso von der Schneckenhofstraße in die gegenüberliegende Oppenheimer Landstraße. Der Nord-Süd-Verkehr soll nur noch geradeaus fahren können.

Alle Interessen vertreten: Umgestaltung des Schweizer Platzes in Frankfurt

Die Verlegung der Tramhaltestelle auf den Schweizer Platz ist gesetzt, so hat es das Verkehrsdezernat schon beschlossen. Grund: Die Haltestelle soll 40 Meter lang sein, um auf ganzer Länge barrierefrei zu werden. Das sei an der bisherigen Standort an der Schwanthaler Straße nicht möglich, weil dort Grundstücksausfahrten liegen.

Auch Interessen von Gewerbetreibenden, ihrer Kunden sowie den Kindern und Jugendlichen der angrenzenden Schulen und Betreuungseinrichtungen sollen in die Pläne einbezogen werden. Die Ergebnisse dieses Beteiligungsprozesses dienen als Vorgabe für den verkehrs- und stadtplanerischen Wettbewerb, der dann ausgeschrieben wird. Freie Stadtplanungs- und Verkehrsbüros sollen Entwürfe vorlegen, wie ein Schweizer Platz mit Straßenbahnhaltestelle und geänderter Verkehrsführung aussehen kann. Für die Schweizer Straße ist ein Ideenwettbewerb geplant.

Frankfurt: Beteiligung kommt gut an

Dass die Stadt eine umfassende Bürgerbeteiligung plant, kommt in Sachsenhausen gut an. „Die Gespräche mit uns hierzu verliefen positiv“, sagt Torsten Schiller, Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft Schweizer Straße AGS. Die Stadt sei auf die AGS zugekommen. Jedoch wurde bisher weniger Inhaltliches besprochen als vielmehr der Ablauf und die Organisation der Aktionswoche.

Auch im Ortsbeirat 5 (Niederrad, Oberrad, Sachsenhausen) wurde die Woche von den Stadtteilpolitikern begrüßt. Sie sei jedoch womöglich zu kurz, um allen Beteiligten die Möglichkeit zu geben, sich zu informieren und zugleich Ideen zu entwickeln und Bedenken zu formulieren, sagte SPD-Fraktionschef Jan Binger. Wer sich vorab informieren will, kann dies auf der Internetseite der Stadt. (Stefanie Wehr)

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