Frankfurt Skyliners

Die schwere Zeit am Spielfeldrand für Daniel Mayr

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Zwei Jahre lang konnte Frankfurts Basketball-Center Daniel Mayr kein Spiel bestreiten. Nun läuft der Vertrag des 2,18-Meter-Hünen aus. Mayr, dessen Vater als längster Mensch Deutschlands gilt, glaubt weiter fest an sein Comeback im Profi-Sport.

Er kam als großer Hoffnungsträger, galt als eines der größten deutschen Talente auf der Centerposition. In diesem Sommer nun wird Daniel Mayr die nach zwei Jahren eventuell verlassen, ohne ein einziges Spiel bestritten zu haben. Der Vertrag des Langzeitverletzten läuft aus, und ob die Frankfurter gewillt sind, den Kontrakt zu verlängern, ist ungewiss. „Ich würde gerne in Frankfurt bleiben. Noch gab es allerdings erst ganz lose Gespräche“, meint der 2,18 Meter große Hüne, der eine schwere Leidenszeit hinter sich hat – die vergangenen zwei Jahre verbrachte er fast ausschließlich bei Ärzten und in der Reha.

Im Juli 2016 war Mayr vom FC Bayern zum Bundesliga-Konkurrenten nach Frankfurt gewechselt. Kurz vor seinem Wechsel hatte er sich am Knie verletzt. Es folgte eine Operation. Als die Beschwerden nicht besser wurden, musste er im 2017 erneut unters Messer. Mayr gab nicht auf, glaubte immer fest daran, die Rückkehr zu schaffen. Bei jedem Heimspiel in Frankfurt war und ist er dabei, feuert seine Teamkollegen vom Spielfeldrand aus an. Mehrfach hatte er in den vergangenen Monaten gehofft, bald wieder gesund zu sein. Doch sein Comeback verschob sich immer wieder. Sein Knie hielt den Belastungen noch nicht stand. Er will ganz sicher gehen. Inzwischen hat er mit dem Einzeltraining begonnen und wirft auch auf den Korb. „Im Mai oder Juni“ will er wieder ins Team-Training einsteigen.

Bei welchem Club, ist noch offen. Mayr, der Ende Juli erst 23 Jahre alt wird und mit einem gesunden Selbstbewusstsein ausgestattet ist, weiß um sein Potenzial. Er hatte in der Jugend alle deutschen Nationalmannschaften durchlaufen und ist guter Dinge, im Profisport wieder Fuß zu fassen.

Wie einst sein Vater Rolf „Bibo“ Mayr, der mit seinen 2,22 Metern als längster Mensch Deutschlands gilt. Der gebürtige Frankfurter hatte zu Beginn seiner Basketball-Karriere einst für Eintracht Frankfurt gespielt (bis 1986) und auch drei Länderspiele bestritten. Die Nationalmannschaft ist auch der Traum seines Sohnes. Noch ist alles möglich. An diesem Freitag kann Daniel Mayr hingegen wieder nur die Daumen drücken für seine Teamkollegen. Im drittletzten Spiel der Bundesliga-Hauptrunde kämpfen die Skyliners bei Alba Berlin (19 Uhr) um ihre Play-off-Chance.

Alba ist das „Team der Stunde“, hat unter Trainer-Fuchs Alejandro Garcia Reneses die vergangenen zehn Spiele gewonnen und sich auf den zweiten Tabellenplatz vorgeschoben. Inzwischen gelten die Berliner neben Spitzenreiter FC Bayern als Titelfavorit. Immerhin: Das Hinspiel konnten die Frankfurter zu Hause 90:84 gewinnen. Zwei Tage später treffen die Skyliners zu Hause auf Jena (Sonntag: 17.30 Uhr), ehe zum Hinrunden-Abschluss am Dienstag das Duell in Oldenburg ansteht. Mindestens einen Sieg benötigen die Frankfurter noch zum Play-off-Einzug, vermutlich sogar zwei. „Wir haben noch drei harte Spiele“, sagte Frankfurts Topscorer Phil Scrubb, dessen operiertes Knie seit Wochen keine Probleme mehr bereitet. Das möchte Daniel Mayr auch bald wieder sagen.

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