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An die Tüten, fertig, los: Sandra Renner (li.) und Ute Chegrani vom Schwimmverein bereiten sich auf ihren Einsatz vor. foto: Maik reuss

Höchst: Gereinigt

Schwimmer befreien das Niddaufer vom Müll

  • Holger Vonhof
    vonHolger Vonhof
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Am Waldrand lag sogar ein Tresor. Bergeweise Dosen

Die Mitglieder des Höchster Schwimmvereins 1893 (HöSV) hatten sich bereit erklärt, das weitere Umfeld des Vereinsbades am Strandbad Höchst von allem möglichen dort zurückgelassenen Unrat zu befreien.

Wie Reinhard Friedel, der Pressesprecher des Vereins, erläutert, traf die Aktion auf eine sehr große Bereitschaft im Verein. "Die Umfeldreinigung wurde über den vereinseigenen Newsletter per E-Mail ausgeschrieben und war nach 2,5 Stunden bereits personell besetzt. Ein Rekordergebnis!" sagt Friedel.

Die FES, Frankfurter Entsorgung- und Service GmbH, unterstützt das Vorhaben mit Material wie Handschuhen, Greifzangen und robusten Sammeltüten. Ein Fahrzeug der FES wird den gesammelten Müll abholen.

So trafen sich am Samstag 24 Mitglieder, um in Zweierteams - Corona-gerecht aus einem gemeinsamen Hausstand und mit Masken - in der Umgebung des Vereinsbades auszuschwärmen.

"Es ist erstaunlich und erschreckend, mit welchem Aufwand manche Mitmenschen Müll in der Natur des Niddaufers und der angrenzenden Gartenlandschaft entsorgen. Dabei ist gerade einmal 500 Meter entfernt ein Wertstoffhof der FES, wo dieser Müll hätte kostenlos entsorgt werden können", berichtet Reinhard Friedel. Die Mitglieder waren aufgefordert, besonders große und schwere Müllhaufen nicht zu sammeln, da dies sowohl die Kräfte als auch die Kapazität der Tüten überfordert hätte.

Solche Fundstätten werden vom HöSV jedoch in einem Plan dokumentiert und der FES übergeben, die die weiteren Schritte zur sachgerechten Entsorgung einleiten kann. Gefunden wurden alte Gasflaschen, private Müllsammlungen, inklusive kompletter Anschrift und Kontoauszügen. Wahre Berge an Getränkedosen und Kunststofftüten mit undefiniertem Inhalt und leider auch Überbleibsel eher dubiosen Ursprungs.

Ein aufgebrochener Safe wurde in einem Gebüsch am Waldrand des Niddaufers gefunden. Scheinbar waren auch Türen und Verkehrsschilder manchen Zeitgenossen im Weg und fanden sich im Gebüsch wieder. Die Sammler des Höchster Schwimmvereins waren hochmotiviert und brachten daher eine reichhaltige und schwere "Beute" zurück auf das Vereinsgelände. "Das ist ein guter Beitrag, um unser Niddaufer schöner zu machen und der Umwelt zu helfen", war eine Teilnehmerin überzeugt.

Nachdem alle Mitglieder ihre Aktion beendet hatten, gab es eine Stärkung, bestehend aus Glühwein und Keksen, was nach der vielen frischen Luft hochwillkommen war.

"Die Aktion wird sicherlich in 2021 wiederholt werden und einen festen Platz im Aktionsportfolio unseres Vereins finden", meint Reinhard Friedel abschließend. red

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