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Die Besucherinnen Valerie Hannig (links) und Natascha Ehret beim Shopping auf dem Mädelsflohmarkt.

Mädelsflohmarkt im Kasino der Jahrhunderthalle

Second-Hand liegt voll im Trend

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Second-Hand-Kleidung vom Flohmarkt ist vor allem bei jungen Frauen sehr beliebt – kein Wunder also, dass Mädelsflohmärkte boomen. Gestern lockte so eine Veranstaltung rund 1500 Besucher ins Kasino der Jahrhunderthalle.

Bei Klamotten sind Frauen kaum zu bremsen. Schließlich macht es Spaß, sich für jede Jahreszeit schicke, coole oder einfach stylische Teile in den Schrank zu hängen – eben passend für jeden Anlass. Auch Second-Hand-Kleidung ist mittlerweile angesagt, denn nicht immer muss es das Neueste aus den Geschäften sein. Sich individuell und gleichzeitig kostengünstig einzukleiden, das liegt voll im Trend.

Kein Wunder also, dass der Mädelsflohmarkt „Mädchenklamotte“ im Kasino der Jahrhunderthalle sehr gut ankommt und besonders weibliches Publikum in großen Massen anspricht. Die Warteschlange vor dem Eingang ist entsprechend lang, sie alle sind gewillt, drei Euro Eintritt zu bezahlen. Männer kommen am Valentinstag kostenlos rein, viel männliches Publikum ist aber nicht zu sehen. 143 Aussteller, fast ausschließlich junge Frauen, haben zu diesem Anlass ihre Kleiderschränke ausgemistet und bieten Oberteile, Jacken, Hosen, Röcke, Taschen, Schmuck und andere Accessoires an. Die Standgebühr kostet 14 Euro pro laufendem Meter.

Jasmin Friedrich (30) ist eine der Ausstellerinnen. Sie macht zum ersten Mal überhaupt selbst bei einem Flohmarkt mit. „Das ist echt aufregend“, verrät sie. „Normalerweise laufe ich selbst über Märkte.“ Neben Kleidung hat sie vor allem ihre vielen Taschen und auch Modeschmuck aussortiert. „Ich mag Vintage-Taschen total gerne und merke, dass danach auch andere Leute suchen“, beschreibt sie ihre Eindrücke. Sie hat zusammen mit einer Freundin den Stand in einem Nebenraum des Kasinos aufgebaut. Hier ist es nicht ganz so laut und ganz so voll , wie im großen Saal.

Besucherin Gesina Abraham (35) probiert gerade ein Paar pfirsichfarbene Damenschuhe aus Leder an. Nicht nur für die Schuhe interessiert sie sich, sondern auch für ein Paar Ohrringe. „Ich gehe gerne auf Flohmärkte, vor allem auch aus ökologischen Aspekten“, betont Abraham. „Mir gefallen die billig produzierten Klamotten, die es in den Geschäften gibt, überhaupt nicht. Und sie sind im Verhältnis auch teuer.“ Auf Märkten wie den Mädchenflohmarkt bekomme man oftmals gut erhaltene Qualitätskleidung zu günstigen Preisen. Während sie davon erzählt, sucht Jasmin Friedrich nach dem zweiten Exemplar des Ohrring-Paares, für das sich Gesina Abraham interessiert. Doch er ist unauffindbar, ein Verkauf kommt nicht zustande. Trotzdem hat die Besucherin bereits die Taschen vollgepackt mit Einkäufen vom Markt. „Ich habe bisher rund 50 Euro ausgegeben“, sagt sie.

Das ist etwa auch der Betrag, den Natascha Ehret (27) und Valerie Hannig (24) auf dem Markt ausgegeben haben. Jede von ihnen. „Ich finde solche Märkte wirklich gut. Man bekommt tolle Sachen, die zum Teil noch ungetragen sind, für wenig Geld“, sagt Natascha Ehret. „Hier gibt es einfach alles, was das Frauenherz begehrt“, befinden beide übereinstimmend. Die beiden jungen Frauen sind sehr zufrieden mit ihren Einkäufen. Hannig freut sich unter anderem über eine Jacke im Camouflage-Stil, Ehret über einen Rock mit geometrischen Muster in Schwarz-Weiß. „Wir wollen bei der nächsten Veranstaltung hier auf jeden Fall wiederkommen“, betonen die beiden.

Organisiert wird der Mädelsflohmarkt von der Höfges Verwaltungsgesellschaft aus Krefeld. Bereits drei Stunden nach Eröffnung sind rund 1100 Tickets verkauft. In den letzten zwei Stunden der Veranstaltung, haben alle Besucher freien Eintritt. „Ich rechne, dass jetzt noch viele kommen werden und denke, dass es am Ende rund 1500 Besucher werden“, sagt Kathrin Schwichtenberg von der Höfges Verwaltungsgesellschaft. „Es gibt einen Trend zum Sparen“, nennt sie einen der Gründe, warum Second-Hand-Klamottenmärkte boomen. Und Mädels hätten erfahrungsgemäß natürlich mehr Kleidung im Schrank als Männer. Außerdem seien sie eher gewillt, sich hiervon auch wieder zu trennen. Einen reinen Männerflohmarkt zu organisieren, ergebe daher auch nicht so viel Sinn.

Der Termin für den nächsten Markt „Mädchenklamotte“ steht bereits fest. Er ist am Sonntag, 2. Oktober, von 11 bis 16 Uhr im Kasino der Jahrhunderthalle, Pfaffenwiese 301. Anmeldung und Infos gibt es telefonisch unter (0 21 51) 6 59 17 74 oder im Internet unter .

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