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Der doppelte Sänger: Der Frankfurter Musical-Darsteller Mark Seibert wird im März mit den größten Musical-Hits aller Zeiten in seiner Heimatstadt auf der Bühne stehen.

Stadtgeflüster

Musical-Darsteller Mark Seibert denkt über eigenes Album nach

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Auf diesen Auftritt freut sich Mark Seibert ganz besonders. „Es ist etwas Außergewöhnliches, hier in der Gegend aufzutreten“, sagt der Sänger,

Auf diesen Auftritt freut sich Mark Seibert ganz besonders. „Es ist etwas Außergewöhnliches, hier in der Gegend aufzutreten“, sagt der Sänger, der während der Tour „Die größten Musical Hits aller Zeiten“ im März Halt in der Jahrhunderthalle macht. Mit einem ähnlichen Konzept war er schon im vergangenen Jahr unterwegs.

„Freunde, meine Eltern und der Rest der Familie kommen vorbei zum Zuschauen und Zuhören“, sagt der 39-Jährige, der in der Mainmetropole das Licht der Welt erblickte. Und er kommt auch immer wieder gern in die Mainmetropole. Nicht nur, aber auch zum Arbeiten. „Aus privaten Gründen bin ich natürlich öfter hier“, sagt Mark Seibert, dessen Eltern in Bad Homburg leben. Da ist ein Trip nach Frankfurt, wenn er bei Muttern ist, fast immer drin.

Das Musik-Business kennt er schon seit etlichen Jahren und weiß, „dass die Branche gut zu mir passt.“ Es sei allerdings nicht immer einfach. Das sei es aber in keinem Beruf. Illusionen mache er sich da keine. „Aber es macht auf jeden Fall Spaß“, betont Seibert. Besonders schön findet er, „dass ich diesen Beruf so gut teilen kann mit anderen Menschen. Das ist in anderen Jobs nicht so ohne weiteres möglich.“ Das sei eine schöne Sache.

Obwohl er alles andere als alt ist, erlebte er in seiner Laufbahn schon ziemlich viel. „Ich denke, ich bin beruflich ziemlich weit gekommen. Wenn’s so weitergeht, habe ich das Meiste erreicht, was man in diesem Geschäft erreichen kann“, antwortet er auf die Frage nach seinen Zielen.

Und das stimmt. Denn die Liste seiner Auftritte ist lang. Vor mehr als zwölf Jahren stand Mark Seibert als Radames im „Aida“-Musical und in „Wicked – die Hexen von Oz“ als erster deutschsprachiger Fiyero auf der Bühne. Weitere Stationen waren die Weltpremiere von „Der Schuh des Manitu“, wo er den Ranger gab; und er tourte als Solist mit „Best of Musical Gala“ durch die Bundesrepublik.

Mark Seibert ist ein Musical-Star, der auch in „We will Rock you“ als rebellischer Gallileo überzeugte. Er ist gut beschäftigt. Mehr als 750 Mal stand er in der Rolle des Todes im Musical „Elisabeth“ auf den Brettern, die die Welt bedeuten. In diesem Sommer war er als Markgraf Gerold mit Sabrina Weckerlin in „Die Päpstin“ live zu erleben. Gelernt hat Mark Seibert sein Handwerk am Lee Strasberg Theatre Institut in New York und am Konservatorium der Stadt Wien. Bereits damals war er unter anderem als Willard in „Footloose“ und als Tybalt in der deutschsprachigen Erstaufführung von „Romeo und Julia“ am Wiener Raimund Theater zu sehen.

Musicals scheinen sein Leben zu sein. „Aber natürlich denke ich auch über andere Dinge nach. Möchte mich ein bisschen ausprobieren – vielleicht mit einem eigenen Album.“ Damit würde er sich in ein Haifischbecken begeben, in dem sich schon etliche tummeln.

Doch das ist ohnehin Zukunftsmusik, betont er, obwohl er schon mit Wiener Songwritern zusammenarbeitete. Alles befinde sich im noch nicht veröffentlichbaren Bereich und gehe in Richtung deutscher Pop. Denn er ist noch voll im Geschäft und das Testen würde doch ein gewisses Maß an Zeit beanspruchen, über das Seibert nicht wirklich verfügt. Zumindest im Augenblick nicht.

(es)

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