Für sein Lebenswerk ausgezeichnet

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Beim Neujahrsempfang des Ortsbeirates 3 (Nordend) ist Jörg Harraschain mit dem Stadtteilpreis ausgezeichnet worden. Der 72-Jährige erhielt den Preis für sein „Lebenswerk“.

Beim Neujahrsempfang des Ortsbeirates 3 (Nordend) ist Jörg Harraschain mit dem Stadtteilpreis ausgezeichnet worden. Der 72-Jährige erhielt den Preis für sein „Lebenswerk“. Jörg Harraschain sei ein echtes Vorbild an Bürgersinn und Einsatz. Er habe viele mit seiner Begeisterung mitgerissen. Sein Motto laute Anpacken, etwas umsetzen, was bleibt, würdigte Ortsvorsteherin Karin Guder (Grüne).

Da es den Rahmen sprengen würde, zählte die Ortsvorsteherin nur einige Aktivitäten Harraschains auf: 2004 gründete er die Künstlerinitiative Kunst im Nordend (KuNo), deren Mitglieder den Grünstreifen auf der Friedberger Landstraße in Höhe des Matthias-Beltz-Platzes pflegen. Unvergessen sei seine bewegende Fotoausstellung 2008 im Chinesischen Garten beim Besuch der chinesischen Delegation aus der Partnerstadt Guangzhou. 2011 dokumentierte er seine Ortskenntnisse im ersten Buch über das Nordend. Ein schönes Geschenk habe er alten und jungen Nordendlern mit seinen historischen Fotoausstellungen gemacht, die manch einen wehmütig von vergangenen Zeiten habe schwärmen lassen. Die Fotoausstellungen seien aber nicht nur wertvolle Dokumente, die Harraschain als Stadtteilhistoriker der Polytechnischen Gesellschaft auszeichneten. Sie seien auch Ausdruck und Ergebnis eines Kommunikationsprozesses mit Menschen im Nordend, dies habe die Schau mit dem Titel „Sitzen im Nordend“ im Juni 2011 vor dem Eingang des Günthersburgparks deutlich gemacht.

„Sie sind nicht nur ein engagierter Kenner des Nordends, sondern haben als Einzelperson viel dazu beigetragen, dass die Menschen sich für ihren Stadtteil einsetzen und nicht zuletzt ihre Anliegen in den Ortsbeirat hineintragen“, würdigte Guder.

„Ich habe mich immer weniger als Politiker denn als Bürger gesehen“, erklärte Harraschain mit Blick auf die Unstimmigkeiten im Vorfeld seiner geplanten Auszeichnung. Manfred Zieran (ÖkoLinX) hatte den Grünen Vetternwirtschaft unterstellt, weil Harraschain zwischen 1986 und 2009 mit Unterbrechungen für die Grünen im Ortsbeirat saß und lange Zeit auch Ortsvorsteher gewesen ist. Allerdings hatte der Ortsbeirat mehrheitlich für die Auszeichnung Harraschains votiert. Aus Protest verließ Zieran nichtsdestotrotz gemeinsam mit Hans-Joachim Habermann (Linke) während der Laudatio und der Preisverleihung den Raum.

Harrschain will das Preisgeld (500 Euro) für ein Flüchtlingsprojekt und an die Initiative Kunst im Nordend (KuNo) spenden.

(bit)

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