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Wuchs in der Nordweststadt auf, sang in der Band Monrose und hat jetzt ein Buch geschrieben, aus dem sie am kommenden Dienstag bei Hugendubel liest: Senna Gammour.

Frankfurt

Sennas Buch handelt von Herzschmerz und Männern

Am kommenden Dienstag, 5. Februar (15 Uhr), wird die 39-Jährige in der Buchhandlung Hugendubel im Steinweg aus ihrem Buch lesen.

Frankfurt - Er liebt mich. Er liebt mich nicht. Wird er anrufen? „Liebeskummer ist ein Arschloch“, titelt der neue Frauenratgeber von Ex-Monrose-Sängerin und Entertainerin Senna Gammour , in dem sie den Wahnsinn und die Phasen des Herzschmerzes aufrollt. Eingewoben sind eigene Erlebnisse mit Männern, welche die gebürtige Frankfurterin mit gewohnt klarer Kante schildert. Am kommenden Dienstag, 5. Februar (15 Uhr), wird die 39-Jährige in der Buchhandlung Hugendubel im Steinweg aus ihrem Buch lesen. Und natürlich ihr Werk für alle Fans mit Autogramm und Widmung versehen.

Spüre die weibliche Kraft und halte Abstand zu „Fuckboys“, also zu plumpen Egoisten und Männern, die sehr intime Fotos von sich selbst verschicken – die Botschaft der rund 200 Seiten ist nicht minder eindeutig.

An Selbstbewusstsein hat es der Hessin mit marokkanischen Wurzeln nie gemangelt und Hänseleien in ihrer Kindheit in der Nordweststadt parierte sie auf ihre Art: „,Deine Nase ist komisch‘, haben die anderen Kinder gesagt. Ich habe geantwortet: ,Na und!? Diese Nase riecht Gold!‘ Schon war Ruhe im Raum.“

Ihre Stärke zieht und zog sie immer aus ihrer Familie. „Ich hatte ein gutes Zuhause und bekam dort viel Liebe, was mir half, mit dem Hass, der draußen war, besser umzugehen. Das gebe ich heute an meine Nichten und Neffen weiter.“ Ihrer Mutter hat sie das Buch gewidmet.

Schon lange wollte die Künstlerin Persönliches aufschreiben, doch erst als ein bekannter Verlag sie auf der „Arschloch“-Bühnentour ansprach, wurde es konkret. Den Text sprach sie nach der Tour über Monate auf ein Gerät, frei von der Leber weg und wie zu einer besten Freundin: authentisch, offen und mit allerlei Kraftausdrücken.

„Ich wollte zunächst den Titel ,Liebeskummer ist ein Hurensohn‘, doch das hat mir meine Mutter verboten. ,Arschloch‘ ist doch Alltagssprache und viel netter“, lacht sie. Einen Ghostwriter, wie inzwischen bei vielen Promi-Inhalten meist üblich, brauchte sie nicht. „Die Leser sollen meine Stimme hören“, hofft Senna Gammour. So sei sie nunmal. Basta.

So erzählt sie etwa von ihrer Zeit im Frankfurter Hard Rock Café, wo sie nach dem Realschulabschluss als Kellnerin jobbte und von einer Gesangskarriere träumte. „Ich lernte einen Schnorrer kennen. Und Schnorrer sind es gewohnt, dass Frauen ihnen alles hinterherschmeißen. Ich habe für diesen Mann mein Konto geleert.“

Auf die Frage, warum Männer fremdgehen, obwohl diese nach eigener Aussage glücklich verheiratet sind, hat die Frankfurterin im Gespräch eine private Episode parat: „Schöner Mann mit schöner Frau und schönem Kind, alles da. Trotzdem saß er auf meiner Couch und wollte in mein Bett, was ich ablehnte. Er sei eben ein Mann und seine Frau könne ihm nicht alles geben, war sein Argument. Männer bekommen nicht genug, das liegt in ihrer Natur.“

Einen Herzensmann und Partner habe sie nicht, verrät der Star, „mir fehlt die Zeit und hätte ich sie für die Liebe, wäre ich momentan nicht so erfolgreich. Ich mag es gerade, allein zu sein.“ Was sie mit den Jahren gelernt habe, ist „einen Mann schneller loszulassen, wenn er mir nicht gut tut“. Ein bisschen sei das „Liebeskummer“-Buch ein Rachepfeil in Richtung ihres Ex-Freundes, dessen Namen sie nicht preisgibt. „Er wird mein Buch sicher sehen oder lesen und wissen, es geht auch um ihn.“ Und was ist die beste Rache einer Frau? „Erfolg. Meine nächste Bühnentour ist bereits ausverkauft.“

(fai)

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