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Vergiftete Hunde in Frankfurt: Mehr als 6000 Euro Belohnung - Tierschutzverein ruft zu Spenden auf

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Von: Christoph Sahler, Lucas Maier, Alexander Gottschalk

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Mehrere Hunde sind im Frankfurter Stadtteil Kalbach-Riedberg an Giftködern gestorben. Der aktuelle Ermittlungsstand im News-Ticker.

Update vom Montag, 26. September, 13.38 Uhr: Die Polizei Frankfurt hat auch nach dem Wochenende keine neuen Hinweise im Fall der vergifteten Hunde im Stadtteil Riedberg, wie ein Sprecher auf Nachfrage mitteilte. Für den entscheidenden Tipp, der die Beamten zum Täter führt, gibt es indes mehr als 6000 Euro Belohnung.

Nachdem die Staatsanwaltschaft sowie die Tierschutzorganisation Peta bereits je 1000 Euro an Prämie ausgerufen haben, schalteten sich jetzt Betroffene in Zusammenarbeit mit dem Tierschutzverein Rhein-Main in die Sache ein. Über ein PayPal-Konto sammeln sie so lange Spenden, bis der Täter, der die Giftköder ausgelegt hat, gefasst wurde. Die Spendensumme gehe anschließend an die „Tierschutzengel“ Rhein-Main und wird dem Hinweisgeber ausgezahlt. Das geht aus einem Facebook-Post des Vereins hervor. Am Montagmittag (26. September) lag der Betrag bei 4241 Euro. Rechnet man das Geld, das Staatsanwaltschaft und Peta zahlen, dazu, stehen aktuell 6241 Euro Belohnung im Raum.

Peta spricht inzwischen von zwölf toten Hunden und 20 weiteren, die vergiftet, aber gerettet werden konnten. Die Polizei Frankfurt bittet weiter um Hinweise. Erreichbar ist die zuständige Kripo unter der Telefonnummer 069/755-56108 (07.30 Uhr bis 16 Uhr) oder unter der 069/755-53110 (außerhalb der Geschäftszeiten).

Tote Hunde in Frankfurt: Auch Polizei lobt Belohnung aus - Giftköder-Untersuchung läuft

Update vom Donnerstag, 22. September, 14.52 Uhr: Im Fall der durch Giftköder getöteten Hunde im Frankfurter Stadtteil Riedberg tappt die Polizei weiterhin im Dunkeln. Trotz Zeugenaufruf seien bislang „keine zielführenden“ Hinweise eingegangen, teilte die Behörde am Donnerstag (22. September) mit. Sie hat jetzt eine Belohnung von 1000 Euro für Hinweise ausgelobt, die zur Ergreifung der Täter führen. Zuvor hatte bereits die Tierschutzorganisation Peta 1000 Euro als Belohnung ausgesetzt.

Hinweise nimmt die Kripo zwischen 7.30 und 16 Uhr unter 069/755-56108 oder unter 069/755-53110 außerhalb der Geschäftszeiten an. Auch in jeder anderen Polizeidienststelle können sich Zeugen melden. Derweil wartet die Polizei weiterhin auf die Ergebnisse der toxikologischen Untersuchung der Giftköder beim Hessischen Landeskriminalamt. Den Frankfurter Beamten zufolge starben sieben Hunde an einer Vergiftung, Peta spricht sogar von noch mehr Todesfällen (siehe unten).

Tödlicher Giftanschlag auf Hunde in Frankfurt: Belohnung ausgesetzt - Verdacht wird laut

Update vom Dienstag, 20. September, 09.57 Uhr: Die Tierschutzorganisation Peta hat eine Belohnung von 1000 Euro für Hinweise ausgesetzt, die den oder die Täter im Fall der tödlichen Giftköder im Frankfurter Bonifatiuspark überführen. „Die Person, die die präparierten Köder ausgelegt und den grausamen Tod so vieler Vierbeiner zu verantworten hat, muss gefunden und gestoppt werden, bevor weitere Vierbeiner getötet oder in Lebensgefahr gebracht werden“, erklärte Monic Moll, Fachreferentin für tierische Mitbewohner bei Peta. „Derartige Täter oder Täterinnen zu überführen ist oft schwierig, da sie agieren, wenn sie sich unbeobachtet fühlen. Deshalb kann es in solchen Fällen auf jeden noch so unwichtig erscheinenden Hinweis ankommen.“ Erreichbar sind die Tierschützer unter whistleblower@peta.de oder Tel. 0711-8605910.

Nach Peta-Angaben wurden zwölf Hunde getötet, 20 weitere vergiftet. Die Frankfurter Polizei berichtete am Montag (19. September) von insgesamt elf Vergiftungen und sieben Todesfällen durch präparierte Giftköder, mit denen die Tiere am Freitagmorgen (16. September) im Bonifatiuspark im Stadtteil Kalbach-Riedberg in Berührung gekommen waren. Die Polizei (Tel. 069/755-53110) erfasst allerdings nur die Fälle, die ihr tatsächlich angezeigt wurden. Sie konnte bislang auch nichts zu den Inhaltsstoffen der Giftköder sagen. In der FNP erklärte ein betroffener Hundehalter derweil, ein Schnelltest beim Tierarzt habe Heroin und Amphetamine nachgewiesen. Der Familienhund gehörte zu den sieben offiziell bestätigten Todesfällen.

Erste Hilfe für den Hund

Hat ein Hund einen Giftköder geschluckt, empfiehlt die Tierschutzorganisation Peta den sofortigen Gang zum Tierarzt. Vergiftungserscheinungen seien beispielsweise Erbrechen, Durchfall, starke Unruhe oder Apathie, blasse oder porzellanfarbene Veränderungen an den Schleimhäuten, große Pupillen, Atembeschwerden sowie Krämpfe. Der Hund solle beruhigt und angeleint werden.

Von einem Maulkorb oder einer Maulschlinge rät Peta ab, da Erstickungsgefahr drohe, wenn sich der Hund erbrechen muss. „Ist das Tier bereits bewusstlos, sollte es in die stabile Seitenlage gebracht und die Atemwege freigehalten werden“, so die Tierschützer weiter. Für eine schnelle Diagnose sei es sinnvoll, eine Probe des Köders oder des Erbrochenen mit zum Tierarzt zu nehmen. (red/ag)

„Sein Tod war für uns wie ein Schlag ins Gesicht. Ich hätte nicht gedacht, dass mich das so sehr trifft“, sagte Hundehalter Marc B. über den getöteten Hund. Im Stadtteil sind Wut, Sorgen und Trauer wegen des Giftanschlags riesig. Einen Tatverdächtigen konnte die Frankfurter Polizei bislang nicht fassen. Zu dessen möglicher Motivation haben Ortskundige aber einen begründeten Verdacht. Viele Hundehalter vermuten, dass der Giftanschlag etwas mit einer neuen Hundewiese zu tun hat. Diese befinde sich jetzt „auf einem Filetstück“ im Bonifatiuspark, so Marc B., was „vielen Menschen nicht passt“.

Ein Mann führt zwei Hunde über eine Hundewiese im Stadtteil Riedberg. Hier hatten mehrere Tiere in den vergangenen Tagen Giftköder gefressen.
Ein Mann führt zwei Hunde über eine Hundewiese im Stadtteil Riedberg. Hier hatten mehrere Tiere in den vergangenen Tagen Giftköder gefressen. © Boris Roessler/dpa

Giftköder fordern weitere Opfer in Frankfurt: Schon sieben Hunde tot

Update vom Montag, 19. September, 15.50 Uhr: Die Zahl, der durch die Giftköder im Bonifatiuspark getöteten Hunde, steigt. Inzwischen sind sieben Tiere tot, wie die Frankfurter Polizei am Montag (19. September) mitteilte. Seit Freitagmorgen (16. September) registrierten die Ermittler im Stadtteil Kalbach-Riedberg insgesamt elf Fälle, in denen Hunde durch ausgelegte Giftköder vergiftet wurden. Die betroffenen Hundehalter waren mit ihren Lieblingen jeweils am Freitag (16. September) zwischen 5 und 9.30 Uhr am und im Bonifatiuspark unterwegs gewesen.

Mehrere Giftköder wurden auf dem 14. Frankfurter Polizeirevier abgegeben. Ein Fachinstitut soll sie zeitnah untersuchen, teilten die Beamten mit. Derzeit seien noch keine Inhaltsstoffe bekannt. Auch Hinweise auf den oder die Täter gibt es bislang nicht. Im Bonifatiuspark sind den Angaben nach derzeit deutlich mehr Streifenpolizisten als üblich unterwegs. Über die Sozialen Netzwerke seien die Hundehalter außerdem gewarnt worden, hieß es. Hinweise auf die Giftköder-Fälle nimmt die Frankfurter Kriminalpolizei unter der Rufnummer 069/755-53110 entgegen.

Gefahr für Hunde in Frankfurt: Mehrere Vierbeiner durch Gift getötet

Erstmeldung vom Sonntag, 18. September, 15.12 Uhr: Frankfurt – Traurige Nachrichten aus Frankfurt: Am Freitagmorgen (16. September) sind insgesamt vier Hunde in der Tierklinik Kalbach verstorben. Die Tiere hatten zuvor Giftköder gefressen, wie die Polizei schreibt. Insgesamt sind der Polizei bisher neun Hunde mit Vergiftungen bekannt. Alle Vierbeiner wurden im Bereich des Bonifatiusparks Opfer der Giftköder. Bisher sind vier von ihnen an der Vergiftung gestorben.

Hunde mit Giftköder getötet
„Achtung Giftköder“ steht auf einem Schild am Rande einer Hundewiese in Riedberg. © Boris Roessler/dpa

Tote Hunde in Frankfurt: Polizei weiterhin auf der Suche nach Ursprung der Giftköder

Nachdem die Hunde in die Klinik eingeliefert wurden, leitete die Polizei Ermittlungen ein. In dem Bereich des Parks wurden in der Folge mehrere mutmaßliche Giftköder sichergestellt, wie die Polizei schreibt. Bisher liegen den Ermittlern noch keine Hinweise über den oder die Täter vor. Die Ermittlungen in Frankfurt dauern weiterhin an. (Lucas Maier)

Zuletzt wurde Hund „Murphy“ bei Frankfurt durch einen Köder getötet.

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