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Soraya Kohlmann, die amtierende Miss Germany, zeigt ein Frottiertuch aus ihrer Kollektion.

Stadtgeflüster

Wo sich Promis im Handtuch zeigen

Die Heimtextil, die erste Messe des Jahres, geht morgen zu Ende. Gestern allerdings kamen noch so einige Stars und Sternchen in die Messehallen. Nicht nur, aber auch, um sich umzuschauen. Doch vor allen Dingen um zu werben.

Die Heimtextil, die erste Messe des Jahres, geht morgen zu Ende. Gestern allerdings kamen noch so einige Stars und Sternchen in die Messehallen. Nicht nur, aber auch, um sich umzuschauen. Doch vor allen Dingen um zu werben.

Wie Soraya Kohlmann , die amtierende Miss Germany. Die Leipzigerin führte aktuelle Trends in Sachen Frottiertücher und Damenbademäntel vor, zeigte die sportlich-elegante „Miss Germany“-Kollektion. Die Wahl zur Miss Germany hat das Leben der jungen Frau gehörig auf den Kopf gestellt. Sie habe viel erlebt. „Etwa die Echo-Preisverleihung oder das jüngste Mister-Germany-Camp“, zählt Soraya Kohlmann auf, die, kaum zu glauben, nicht fest liiert ist. Aber zielstrebig ist sie. So kommt es nicht von ungefähr, dass sie während ihrer Amtszeit, die reich an Terminen war, ihr Abitur machte. „Ich weiß zwar, was ich studieren möchte, aber welchen Beruf ich später mal ergreife, das weiß ich noch nicht“, so Kohlmann, die mit der Betriebswirtschaftslehre liebäugelt.

Laura Chaplin , die 31-jährige Enkelin des berühmten Komikers Charlie Chaplin, Tochter von Eugene Chaplin, dem fünften Sohn von Charlie und Oona Chaplin, ist seit einigen Monaten Botschafterin von „Cotton Made in Afrika“, ein Siegel für nachhaltige Baumwolle. In dieser Funktion besuchte sie erstmals die Heimtextil. Das passt: Schließlich ist Laura Chaplin nicht nur Künstlerin und Autorin, sondern auch Designerin und trägt an diesem Tag eine von ihr geschaffene Jeans, für deren Herstellung Baumwolle genutzt wurde, die unter diesem Siegel firmiert. Ihr großes Thema ist das Lachen, was sie gern tut und worüber sie auch ein Buch veröffentlichte. „Ich kann über vieles lachen, sogar über mich“, sagt Laura Chaplin – und lacht. „Es ist wichtig, immer positiv zu denken. Für mich ist das Glas immer halbvoll, nie halbleer“, so die Frau, die zwar einen Partner hat, aber nicht verheiratet ist. „Ich möchte meine Modemarke weiterentwickeln und in der kommenden Woche werden in der Lausanne und Genf Busse des öffentlichen Nahverkehrs mit meinen Kunstwerken beklebt werden“, freut sich Laura Chaplin.

Ist es schwer, die Enkelin eines so wichtigen Menschen wie Charlie Chaplin zu sein? „Manchmal schon, weil Leute versuchen, sich durch mich und wegen meines Namens einen Vorteil zu verschaffen“, sagt sie. „Aber ich bin ein großer Fan meines Großvaters, der auch eine Inspirationsquelle für mich war“, so Chaplin, die sagt, dass sie es zwar mal mit der Schauspielerei versucht habe. „Das war nicht mein Ding.“

Genau das Ding von Entertainerin Barbara Schöneberger sind nun neben Kartoffelsalat, Kompressionsstrümpfen und einem Frauenmagazin, das ihren Namen trägt, auch Tapeten. Gestern präsentierte die 43-Jährige ihre eigene Tapeten-Kollektion, die laut Hersteller nicht nur Wohn- und Schlafzimmer, sondern „auch die Rumpelkammer schick machen kann“. Inspiration für die Wandverkleidungen mit Blumen, China-Drachen und Kelim-Mustern fand das Multitalent im eigenen Heim, das sie mit ihrem adligen Ehemann teilt. Rumpelkammer? „Das ist der wichtigste Raum in meinem Haus, da schmeiße ich alles rein“, gab sie zu. Tapezieren könne sie nicht, „aber nähen und das mit großer Begeisterung, auch Lampenschirme aus Stoffen, die ich in der ganzen Welt kaufe.“

Tapezieren kann Moderator Guido Maria Kretschmer hingegen. So gut, dass er gestern beim Weltrekord im Dauertapezieren mitgemacht hat. Aber nicht auf dem Messegelände, sondern in der Unionhalle an der Hanauer Landstraße. Erfahrung hat er, weil er mit Mutter und Tante sein Zimmer tapezierte. Das ist nun ein paar Jährchen her – aber es wirkt wirklich so, als hätte der Moderator von Sendungen wie „Shopping Queen“ nie etwas anderes gemacht.

(es,fai)

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