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Sich selbst den roten Teppich ausrollen

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Von: Detlef Kinsler

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Die Frankfurter Ska-Band "Fellaws Kingdom" präsentiert am Samstag im Filmforum Höchst (Emmerich-Josef-Straße 46 a) ihre neuen Musikvideos und spielt zu Beginn auch in kleiner Besetzung für die Zuschauer. FOTO: Detlef Kinsler
Die Frankfurter Ska-Band "Fellaws Kingdom" präsentiert am Samstag im Filmforum Höchst (Emmerich-Josef-Straße 46 a) ihre neuen Musikvideos und spielt zu Beginn auch in kleiner Besetzung für die Zuschauer. © Detlef Kinsler

Die Band "Fellaws Kingdom" präsentiert ihre Musikvideos im Filmforum Höchst

Auf diese Idee muss man erst mal kommen. Nachdem sich die Musiker der Band "Fellaws Kingdom" ihren langgehegten Traum erfüllt hatten, endlich richtige Musikvideos zu produzieren, überlegten sie, wie sie die auch stilvoll präsentieren könnten. "Statt sie einfach nur im Internet hochzuladen, wie das halt alle machen, dachten wir uns wir machen das ein bisschen größer und rollen uns einen eigenen kleinen roten Teppich aus", schmunzelt Enrique Heil, Posaunist und einer der Sänger der Frankfurter Ska-Band. Deshalb feiern die Jungs die Premiere ihrer Clips am Samstag, 11. Dezember, um 18 und 20.30 Uhr im Filmforum Höchst.

Ein Hauch von Hollywood

Ein Hauch von Hollywood in der Emmerich-Josef-Straße 46 a: Zwei ihrer neuen Songs haben "Fellaws Kingdom" im Zusammenarbeit mit dem Medienkollektiv Frankfurt visualisiert. "Wir zeigen nicht nur die Videos, sondern zudem ein ,The Making of . . . ' und ein ,Behind The Scenes'", verrät Heil. So sollen dem Publikum auch Einblicke in die Arbeit an den Kurzfilmen erlaubt werden. Ein Blick hinter die Kulissen ist schließlich immer reizvoll. Zudem stehen die Bandmitglieder Rede und Antwort und spielen vorab zwei Stücke in kleiner akustischer Besetzung, "um so Hallo zu sagen", kündigt Heil an. Natürlich gilt bei der Corona-konformen Veranstaltung die 2G-Regel mit Abstand und Maskenpflicht.

Eines der Videos drehte das Septett übrigens auf dem pittoresken Schloss Geyso im osthessischen Hohenroda. "Wir haben uns da zwei Tage eingeschlossen, auf dem Speicher Kulissen aufgebaut, Licht-Installationen gesetzt, hatten Statisten und Tänzerinnen mit einer richtigen und einstudierten Choreografie am Start", erzählt Heil. Man darf gespannt sein, wie das Team das Thema des Liedes umgesetzt hat, denn das hat den sehr plakativen Titel "Revolution".

"Dub vom Günni" dagegen ist eine Hymne an die wunderbare, weitläufige Grünfläche im Nordend an der Grenze zu Bornheim: "Im Günthersburgpark haben wir schon als Teenager viel Zeit verbracht", erklärt Heil, dass sie in vielen Szenen versuchten, genau die Atmosphären einzufangen, die sie da oft bis zum Morgengrauen erleben durften. Darüber hinaus konnten man sich nicht verkneifen, noch eine Parodie mit einzubauen.

Das Mackertum der Gangster-Rapper

"In Frankfurt gibt es ja viele Gangster-Rapper und deren Videos nehmen wir auf den Arm, indem wir versuchen, uns besonders cool zu geben und das Mackertum, das darin steckt, zu entwaffnen indem wir statt Waffen Klobürsten benutzen", lacht Heil.

Die Videoproduktionen, die sie mit Crowdfunding realisierten, waren schon lange vor Corona angedacht, wurden dann aber tatsächlich im Lockdown angegangen weil die "Fellaws" nur wenige Konzerte spielen konnten. 2020 hatten sie vier, in diesem Jahr gerade einmal drei Auftritte, einen davon im Sommergarten der Batschkapp. Genau dort in der Halle treten sie ein letztes Mal für 2021 auf. Am 22. Dezember geht dort bei freiem Eintritt die "VirusMusikRadio Show" mit sieben Programmpunkten über zwei Bühnen. "Fellaws Kingdom" werden mit ihrem tanzbaren Sound den langen Abend beschließen. Sollten gestiegene Inzidenzzahlen eine Präsenzveranstaltung unmöglich machen, so findet das Spektakel ohne Zuschauer statt. Eine Live-Übertragung bei Radio X gehört ohnehin zum Konzept - genauso wie ein Video-Live-Stream auf der Homepage www.virusmusik.de. Detlef Kinsler

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