Sicherheit spielerisch vermitteln

Über 900 Kinder haben ihre Malhefte zur Bundespolizei vollgemalt zurückgeschickt. Zehn von ihnen bekommen jetzt einen Preis.

Da leuchten die Augen: Sarah (9) und Rin (14) im Café Caramel nehmen ihr Flugzeug respektive Teddybär entgegen. „Am besten fand ich das Bild mit den Rolltreppen“, erzählt Sarah, „da habe ich alle Farben, die ich dabei hatte, eingesetzt.“ Die beiden hatten richtig Glück: Über 900 Kinder mit mindestens 40 Nationalitäten haben bis Ende 2014 ihr selbst ausgemaltes Malbuch aus der von der Bundespolizei-Gewerkschaft (GdP) initiierten Reihe „Polizei – Dein Partner“ zum Thema Sicherheit auf dem Flughafen eingeschickt und nahmen so an der Verlosung von zehn Hauptpreisen teil. Leer geht aber unter allen Einsendern aber niemand aus, betont Ernie Hermann vom Verlag deutsche Polizeiliteratur. „Einen Trostpreis hat jedes Kind bekommen, das uns sein Malheft geschickt hat. Das waren immer noch fast 1000 kleine Spielzeugautos, die wir dann per Post verschickt haben.“ Die Kosten dafür musste die Portokasse der GdP aushalten, dafür werden allerdings die Trost- wie auch die Hauptpreise von den Herstellern als Sponsoren gespendet.

Verteilt werden die Malhefte der Bundespolizei seit sieben Jahren in Schulen, an Bord verschiedener teilnehmender Airlines oder von uniformierten Beamten direkt am Flughafen, die Auflage des Heftchens lag letztes Jahr bei rund

50 000 Exemplare

n. In den Heften sollen nach Martin Schmitt, Vorsitzender der GdP-Direktionsgruppe Flughafen, das richtige Verhalten in Flughafensituationen für alle Kinder verständlich vermittelt werden, allerdings ohne erhobenen Zeigefinger. „Das Malheft soll die Dinge, die am Flughafen für die Sicherheit wichtig sind, spielerisch herüberbringen. Die Motive sind immer mit Humor gestaltet und es war uns auch ein Anliegen, verschiedene Kulturen anzusprechen, indem wir zum Beispiel die Personen unterschiedlich aussehen und sich kleiden lassen.“

Kindern, die besonders lange Zeit im Flugzeug sitzen, kann das Heft die langweilige Zeit in der Luft auch ein wenig abwechslungsreicher gestalten. Die jüngsten Reisenden auf dem Weg nach Asien haben dieses Angebot wohl besonders gern angenommen, aus Fernost hat die Bundespolizei zuhauf komplett ausgemalte Hefte zurückbekommen.

Die kreative und lehrreiche Beschäftigung der Kleinen kommt international gut an – kürzlich habe die Fluggesellschaft All Nippon Airways Interesse an einer japanischen und englischen Fassung des Malhefts bekundet, berichtet Ernie Hermann vom Polizeiverlag. „Außerdem wollen wir demnächst zusammen mit den spanischen Polizeibehörden ein Heft für den Strand und die Badesicherheit herausbringen“, so Hermann, „das können wir dann den Familien mitgeben, die am Mittelmeer Urlaub machen.“

(wib)

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