+
Auf dem Sprung: Frankfurts Mexikaner Marco Fabián (rechts) im Testspiel gegen den Schotten Stephen O?Donnell.

Eintracht Frankfurt

Sieben Frankfurter fahren zur WM nach Russland

  • schließen

Beim Trainingsauftakt am 2. Juli wird der neue Eintracht-Trainer Adi Hütter noch nicht alle Profis vorfinden – wegen WM-Sonderurlauben.

Heute müssen die Nationaltrainer ihre endgültigen Aufgebote für die Fußball-Weltmeisterschaft bekanntgeben. Auch Adi Hütter wird da ganz genau hinschauen. Der neue Trainer der , eigentlich erst ab 1. Juli unter Vertrag, aber natürlich schon im vorbereitenden Arbeitsmodus, wird dann erfahren, auf welche Spieler er von Beginn der Vorbereitung an zurückgreifen kann und auf welche er zumindest in den ersten zwei, drei Wochen verzichten muss.

Der Trainingsstart ist für den 2. Juli geplant, am 5. Juli findet ein erstes Freundschaftsspiel in Offenburg statt, vom 7. bis 15. Juli geht es ins erste Trainingslager in die USA, Ende Juli/Anfang August ins zweite nach Gais in Südtirol.

Stand jetzt werden sieben Eintracht-Profis mit ihren Nationalmannschaften nach Russland reisen, dementsprechend im Anschluss an die WM noch mindestens zwei Wochen Urlaub bekommen. Es könnten noch mehr werden, denn noch hat die Eintracht mit einer Ausnahme keine Neuzugänge bekanntgegeben und womöglich kommt die eine oder andere Verstärkung auch die direkt von der Weltmeisterschaft.

Die beiden Mexikaner Carlos Salcedo und Marco Fabián haben gerade ein Länderspiel gegen Schottland mit 1:0 gewonnen. Salcedo, der Abwehrspieler, ist der Stammelf ganz nahe, hat die erste Halbzeit gespielt. Fabián, der Mittelfeldspieler, in Frankfurt zuletzt außen vor und durchaus ein Kandidat, der noch verkauft werden könnte, wurde nach einer knappen Stunde eingewechselt. Beide stehen im Aufgebot von Trainer Juan Carlos Osorio.

Keine Diskussionen gibt es auch um Makoto Hasebe. Der Eintracht-Libero wurde von Trainer Akira Nishino nominiert und wird die japanische Nationalmannschaft als Kapitän in Russland anführen.

Sicher dabei ist auch Ante Rebic mit Kroatien, das gestern Brasilien mit 0:2 unterlag. Der Eintracht-Star, der 64 Minuten lang gegen die Südamerikaner zum Einsatz kam, muss aber um seinen Stammplatz kämpfen. Ein durchaus schwieriges Unterfangen, auch wenn er beim Pokalendspiel vor einem Millionen-Fernsehpublikum mit zwei Toren spektakulär Werbung in eigener Sache gemacht hat. Doch die Konkurrenz bei den Kroaten ist groß. Andrej Kramaric (Hoffenheim), Mario Mandzukic von Juventus Turin und Ivan Perisic von Inter Mailand hatten in der jüngeren Vergangenheit meistens die Nase vorn.

Gelson Fernandes hat im Trainingslager der Schweizer Nationalmannschaft in Lugano um einen Platz im endgültigen Kader gekämpft. Trainer Vladimir Petkovic wollte aber erst noch das letzte Testspiel am späten Sonntagabend in Villareal gegen Spanien abwarten, bevor er das endgültige Aufgebot am Montag nominiert. Noch eine weitere Nacht zittern also für den Frankfurter Mittelfeldspieler. Während Fernandes noch große Hoffnungen hat, ist die Saison für Mijat Gacinovic mit einer großen Enttäuschung zu Ende gegangen. Der serbische Trainer Mladen Krstajic hat den Frankfurter Flügelflitzer aus dem Aufgebot gestrichen. Dafür wurde doch einigermaßen überraschend sein Frankfurter Stürmerkollege Luka Jovic nominiert.

Sicher dabei sein wird der bislang einzige Frankfurter Neuzugang. Freilich sind die Chancen von Torhüter Frederik Rönnow auf Einsatzzeiten ziemlich gering. In Dänemarks Tor ist Kasper Schmeichel (Leicester City) als klare Nummer eins gesetzt. Rönnow kämpft von Spiel zu Spiel mit Jonas Lössl, dem ehemaligen Mainzer, jetzt Huddersfield Town, um den jeweiligen Bankplatz.

(pes)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare