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Wolfgang Jung ist mit Cooper aus Groß-Gerau gekommen. Die beiden sind Stammgäste beim Hundeschwimmen im Silobad. Dass es dem Rüden Spaß macht, ins Wasser zu springen, sieht man.

Saisonende

Im Silobad dürfen jetzt die Hunde schwimmen

Für Hunde läuft die Freibadsaison im Silobad. Noch heute und morgen können sie schwimmen. Und Herrchen oder Frauchen können ihre Lieblinge sogar von einem Unterwasserfotografen ablichten lassen.

Egal ob Pudel oder Rottweiler: Das Silobad öffnet nach der offiziellen Badesaison immer für kleine und große Hunde. So wie der siebenjährige Mischling Cooper mit seinem Herrchen Wolfgang Jung sind viele Stammgäste. „Wir sind zum fünften Mal hier“, sagt er. Dass Cooper Spaß hat, ist nicht zu übersehen. Immer wieder springt er ins Becken, apportiert fleißig Bälle und klettert alleine wieder aus dem Wasser. „Länger als eine halbe Stunde hält er das nicht aus“, verrät Jung. Cooper würde sich beim Spielen so verausgaben, dass man ihn mit eingeplanten Pausen etwas vor sich selbst schützen muss.

Leinen sind nirgendwo zu entdecken. „Die Hundehalter hier sind alle erfahren“, weiß Jung. Zum Glück bleibt es deswegen meist überall friedlich. Selbst wenn die Spielzeuge der Anderen immer interessanter sind als die eigenen.

Wer den Tag mit professioneller Hilfe festhalten möchte, kann seinen Liebling von Sebastian Lange ablichten lassen. Seit 2014 arbeitet der Berliner hauptberuflich als Unterwasserfotograf. „Bei einer Reise nach Australien habe ich mir zum ersten Mal eine Unterwasserkamera ausgeliehen und war sofort fasziniert“, sagt er. Einmal habe er in Tonga sogar Buckelwale vor die Linse bekommen.

Bei seinen Motiven beschränkt sich der Fotograf nicht nur auf Riffe und Meeresbewohner. Stattdessen ist sein Angebot von Babys beim Schwimmen über Pärchen und Meerjungfrauenshootings breitgefächert. „Bei Hunden braucht man oft besonders viel Geduld“, weiß er. Ihr Verhalten sei sehr unvorhersehbar und für viele Tiere wäre der Sprung ins kalte Nass auch eine Mutprobe. „Die Schnauze unter die Oberfläche zu stecken, raubt ihnen den Geruchssinn. Wenn sie dann auch mit den Ohren untertauchen, bedeutet das für die Hunde beinahe völligen Blindflug“.

Für Eik ist diese Herausforderung kein Grund an Land zu bleiben. Mit Unterstützung seiner Besitzerin Angelina Stier lässt Sebastian Lange den Flat Coated Retriever nach Spielzeugen tauchen. Dabei ist es gar nicht so einfach sich zu konzentrieren, wenn rund herum die anderen Hunde tollen und den zwei Jahre alten Rüden zum Spielen auffordern.Einen großen Teil der Hunde machen solche Rassen aus, die von Natur aus gerne im Wasser herumtoben. So ist es auch bei Golden Retriever Dame Loumis keine Überraschung, dass sie keine Angst hat nass zu werden. Für Besitzerin Antonia Thiedmann ist das Hundeschwimmen etwas ganz Besonderes: „Einen so großen eingezäunten Bereich zu haben, in dem die Hunde frei herumlaufen können und sogar schwimmen dürfen, ist eine einzigartige Chance“.

Dass das Schwimmen für alle Altersstufen etwas ist, beweist Harald Dorn mit seinen beiden Vierbeinern. Seiner älteren Hundedame Jacky ist das Wasser zwar nicht ganz geheuer, sie sieht aber gerne ihrem kleinen Mitbewohner Max zu, wie er mit den größeren Hunden spielt. „Max ist jetzt vier Monate alt. Grundkommandos wie Sitz und Platz kann er schon, jetzt arbeiten wir an der Sozialisation mit anderen Hunden“, sagt Dorn. Dafür sei ein solches Event perfekt geeignet.

Eine gute Sozialisation ist auch bei Barneby unerlässlich. Der zweieinhalbjährige Doggenrüde überragt die anderen Hunde nämlich um Längen. „Die Sprüche nerven natürlich ein wenig“, gibt seine Besitzerin Nicole Voigtländer zu, der die erstaunten Blicke und Vergleichen zu Ponys natürlich nicht entgehen. Aber er sei nun mal ein besonderer Hund. Für sie steht, wie für viele andere Besucher, jetzt schon fest, dass sie im nächsten Jahr wiederkommt – und das obwohl Barneby hier gar nicht richtig schwimmt. Er kann nämlich im Wasser stehen.

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