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Die Jury, unter anderem mit Kulturdezernentin Ina Hartwig (dritte von links), berät über die Siegerbilder des diesjährigen Luminale Fotowettbewerbs.

Wettbewerb

Das sind die drei besten Fotos der Luminale

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Überwältigend war die Resonanz auf den Fotowettbewerb, den diese Zeitung gemeinsam mit dem Luminale Verein und der Messe Frankfurt zum dritten Mal ausgeschrieben hatte. Knapp 3000 Bilder – Rekord. Heute stellen wir die drei Siegerfotos vor – und vergeben einen Sympathiepreis.

Alle zwei Jahre taucht die Luminale die Stadt in ein neues, nie dagewesenes Licht. Dabei setzt die Lichtausstellung immer neue, überraschende Akzente. Trotz Schnee, Kälte und Regen kamen in diesem Jahr rund 240 000 Besucher zu den 149 Projekten, Installationen, Performances und Diskussionsrunden. Selbst alteingesessene Frankfurter entdecken in diesen Tagen ihre Stadt neu. Und natürlich bietet das Lichterfest unendliche Möglichkeiten für faszinierende Fotoaufnahmen. Das haben auch die knapp 3000 Bilder einmal mehr bewiesen, die anlässlich des Luminale-Fotowettbewerbs bei uns eingegangen sind.

Das ist Rekord! Waren es bei der ersten Auflage 2014 noch 1700 Bilder, so trudelten vor zwei Jahren bereits 2400 Fotografien in der Redaktion dieser Zeitung ein. Diese Zahl haben wir nun noch einmal deutlich übertroffen. Am Ende schafften es 57 Bilder in die engere Auswahl. Und die Jury hatte die Qual der Wahl. . .

Immerhin: Beim Siegerfoto waren sich Kulturdezernentin Ina Hartwig, Luminale-Kuratorin Isa Rekkab, Dominique Ewert von der Messe Frankfurt und Bruno Dorn, Grafikdesigner dieser Zeitung, recht schnell einig. Die Schwarz-Weiß-Aufnahme des Maintalers Rafal Rogalski (27) aus der Sankt-Katharinen-Kirche empfand die Jury als „sehr ausdrucksstark“. „Das Bild verändert den Raum und schafft etwas Neues“, erläutert Bruno Dorn, weshalb der mit immerhin 1 500 Euro dotierte erste Preis an Rogalski geht.

„Bei meinen Fotos geht es mir vor allem um den Blickwinkel und die Perspektive“, sagt Rogalski selbst über seine fotografische Arbeit. Wichtig sei ihm, eine „Dramaturgie“ zu erzeugen, betont der junge Mann, der für ein Frankfurter Architekturbüro arbeitet und parallel seinen Master macht. Dass ihm dies mit seiner Aufnahme aus der Katharinenkirche gelungen ist, stand für die Jury außer Frage. Übrigens: Weitere Fotografien Rogalskis finden Interessierte auf Instagram unter @mrariosa, wo er seit Anfang des Jahres seine Fotos postet. „Die zahlreichen positiven Rückmeldungen haben mich überrascht. Der erste Preis beim Luminale-Fotowettbewerb ist jetzt natürlich die Krönung der Geschichte“, erzählt Rogalski.

Luminale-Kuratorin Isa Rekkab freut sich besonders, dass sich die Idee der Wiener Künstlerin Victoria Coeln in seiner Arbeit wiederfinde: Coeln arbeitet auf einer Glasscheibe von zehn, vielleicht zwölf Zentimetern Durchmesser und bearbeitet diese mit Messern und Schleifsteinen. Die so entstandenen Kratzmuster werden in den Raum projiziert. Rogalski sei es gelungen, diese Arbeit in seinem Bild einzufangen und sie dennoch neu zu interpretieren, lobt Rekkab.

Der zweite Preis im Wert von 1 000 Euro geht an den Bockenheimer Daniel Falke (31), der die Jury mit einer Schwarz-Weiß-Fotografie des Römers überzeugen konnte. „Das Gebäude wird durch die Schwarz-Weiß-Darstellung beinahe aufgelöst, man muss erst einmal überlegen, um welches Gebäude es sich handelt“, erläutert Dominique Ebert, was ihr an der Aufnahme Falkes so gut gefällt. „Das ist ein unglaublich spannender Moment, den der Fotograf da eingefangen hat“, pflichtet ihr Isa Rekkab bei.

Farbenfroh indes hat der Bosnier Hazim Terzic die Luminale im Bild festgehalten, der während des Festivals zu Besuch in Deutschland war. „So hat man sich gefühlt, wenn man auf dem Römerberg gestanden hat – wie in einem Farbstrudel“, schwärmt Dominique Ewert über die Fotografie, für die der Drittplatzierte ein Preisgeld in Höhe von 500 Euro erhält.

Einen Sympathiepreis gab es auch: Weil allen Jurymitgliedern das Bild von Jazz, dem Hund im Lichtermeer, so gut gefallen hat, haben sie sich entschieden, Frauchen und Fotografin Sabrina Heder eine Freude zu machen. Als Dankeschön für das tolle Foto bekommt Jazz einen ganz besonderen Futternapf – versehen mit dem farbenfrohen Bild und den Logos der Luminale und Frankfurter Neuen Presse.

Ausgelobt hatten den Fotowettbewerb der Luminale Verein, die Messe Frankfurt und diese Zeitung.

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