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Foto: Hessischer Hof

Luxus

Das sind die exklusivsten Hotels in Frankfurt

Wo verbringen die reichsten Besucher die Nacht in Frankfurt, wie betten sich die Stars und Sternchen? Wir haben einen Blick in fünf exklusive Hotelsuiten der Stadt geworfen.

Die Villa Kennedy hat nicht nur einen berühmten Namensgeber, sondern auch berühmte Gäste. Besonders beliebt ist die John-F.-Kennedy-Präsidenten-Suite, die ab 6000 Euro buchbar ist. Im Durchschnitt zahlen Gäste jedoch rund 12 000 Euro pro Nacht.

Auf der langen Liste berühmter Menschen, die in der Suite nächtigten, stehen Namen wie Robbie Williams, der einst in der JFK-Suite sogar am Klavier musizierte. Darüber hinaus bettete die arabische Königsfamilie ihre Häupter in die Kissen. Viele Nutzer der Suite seien aber Geschäftsleute mit eher unbekannten Namen.

Besonders am Morgen nach großen Events in der Commerzbank-Arena sei das Frühstücksbuffet (38 Euro unter der Woche, 45 Euro für das Sonntagsbrunch) auch bei den Frankfurtern beliebt. Beim Buffet können sie dann nämlich mit etwas Glück ihrem Fußball-Idol begegnen: „Es ist kein Geheimnis, dass Fußballvereine, die hier in Frankfurt spielen, gerne bei uns übernachten“, so das Management. Auch der Deutsche Fußball-Bund (DFB) sei immer wieder zu Gast.

Aber bei aller Fan-Liebe: „Wir achten natürlich darauf, dass unsere Gäste ihre Ruhe haben. Wenn der Ansturm überhandnimmt, riegeln wir das Hotel ab. Der Schutz unserer Gäste geht über alles“, sagt Marketingchefin Iris Königsdorff. Ein großer Vorteil sei die Möglichkeit, die Eingangspforte zu schließen.

„Einige berühmte Gäste legen größten Wert auf Diskretion. Wir bringen sie unbemerkt und inkognito ins Hotel. Direkt von der Tiefgarage nehmen sie den Aufzug, statt an der Rezeption checken sie direkt auf dem Zimmer ein.“ Das sei nur einer der vielen Services des Hotels.

In der Royal Suite im Steigenberger Frankfurter Hof stehen dem Gast 300 Quadratmeter zur Verfügung. Allein das edle Badezimmer nimmt 30 Quadratmeter ein. Im Wohnzimmer laden zwei künstliche Kamine und bequeme Sofas zum Wohlfühlen ein. Vier Fernseher, von denen einer über der Badewanne angebracht ist, sind in der Suite untergebracht. Jacuzzi, Sauna, eine eigene Küche – mit separatem Eingang für den Koch, sollte der Gast es bevorzugen, auf Reisen von seinem eigenen Koch versorgt zu werden, gehören zum Angebot.

Diesen Luxus lassen sich die Gäste aber auch einiges kosten: Wer eine Nacht in der Royal Suite verbringen möchte, bezahlt dafür den Preis eines neuen Kleinwagens: Stolze 13 500 Euro kostet das Zimmer der Extraklasse und ist damit Frankfurts teuerste Übernachtungsmöglichkeit. Für Extrawünsche ist man bei Steigenberger offen, selbst wenn es die Einrichtung der Suite betrifft: „Alles, was man hier im Zimmer bewegen kann, würden wir für einen Gast dieser Suite auch verändern. Wer die Royal Suite bucht, für den machen wir alles möglich“, verspricht Hotelmanager Raoul Hölzle. Hausgäste nutzen im „The Spa“ das edelste Wellnessangebot der Stadt, mit Hamam, Hot Yoga und dem Herrensalon Gentlemen’s Barber für die Rasur. Tagesgäste können für 49 Euro entspannen.

Wer auf Reisen großen Wert auf Sicherheit legt, für den ist der Hessische Hof der richtige Ort. In unterschiedlichen Variationen kann die größte Suite des Hotels gebucht werden: Als Panorama-Suite oder als Präsidenten-Suite. In der zweiten Ausführung wird die Suite um weitere Zimmer vergrößert und ist dann 280 Quadratmeter groß. Die Präsidentenvariante können Gäste ab 7000 Euro pro Nacht buchen, im Durchschnitt zahlen sie aber rund 12 000 Euro die Nacht, sagt Hotelmanager Eduard Singer. Das Frühstück ist dabei nicht mit inbegriffen, hierfür werden weitere 35 Euro fällig. Auch Gäste aus der Region kommen gerne zum Frühstück.

Das ausgeklügelte Sicherheitssystem hält eine Besonderheit parat: Steigt der Gast der Präsidenten-Suite in den Aufzug, so kann kein anderer Gast mehr zusteigen, die Fahrt führt exklusiv in das oberste Stockwerk des Hotels. Statt auf den traditionellen Türspion setzt das Hotel für seine teuerste Suite auf ein Kamera- und Sicherheitssystem, das sich aus dem Inneren der Suite steuern lässt. Außerdem kann sich der Gast auch innerhalb des Zimmers noch verriegeln. Kleiderschrank und Badezimmer werden dann zum „Panic Room“ mit Notrufvorrichtung.

Die zimmereigene Terrasse eignet sich hervorragend für kleine Cocktailabende. Selbstverständlich kann ein Koch gebucht werden, der für die Gäste vor Ort grillt. Oder ein Barkeeper, der exklusiv Drinks zubereitet.

Das Hotel kann auf eine lange Liste von Gästen aus der Kunst-, Kultur- und Geschäftswelt zurückblicken und durfte bereits einige Politiker begrüßen, darunter auch Ex-Bundespräsident Joachim Gauck. Der Hauptbahnhof ist fußläufig erreichbar, und eilige Gäste kommen schnell zum Flughafen, ohne die ganze Stadt durchqueren zu müssen. „Das ist gerade für Geschäftsreisende von Vorteil, weil sich die Fahrtzeit leicht kalkulieren lässt und man sich darauf verlassen kann, ruck, zuck überall anzukommen,“ so das Management.

Für 5000 Euro pro Nacht können Gäste die Präsidentensuite im Jumeirah Hotel an der Hauptwache bewohnen. Extrawünsche kosten für gewöhnlich keinen Aufpreis, denn „was ist in einem Fünf-Sterne-Hotel schon ein Extrawunsch?“, heißt es dort. Der Preis enthält den Transfer vom Flughafen, die Minibar und den Begrüßungchampagner. Ebenso ist das Frühstück enthalten, doch auch, wer nicht im Hotel übernachtet, kann das Frühstücksbuffet genießen – für 38 Euro (unter der Woche, der Sonntagsbrunch kostet 45 Euro) steht den Gästen die gesamte Vielfalt des Buffets zur freien Auswahl.

Die 238 Quadratmeter große Suite soll „zum Träumen einladen“, so umschreibt es Marketingdirektorin Juliette Schwartz. Die Einrichtung ist eine Mischung aus 1001 Nacht und klassisch modernem Mobilar. Besonderes Merkmal der Suite im 24. Stockwerk ist die grandiose Aussicht auf die Skyline. Gerade abends, wenn die Gäste den Sonnenuntergang über den Hochhäusern verfolgten und ihnen die ganze Stadt zu Füßen liege, seien sie überwältigt, weiß das Hotel. Abgesehen von der großen Glasfront sei das Zimmer eher zurückhaltend eingerichtet. „Unsere Suite soll gemütlicher Wohnraum sein und kein opulentes Ausstellungsstück“, erklärt das Management. Popstar George Michael bekannte sich zu Lebzeiten zur Hotelkette im Besitz der Herrscherfamilie von Dubai. Jumeirah ist übrigens der Name eines Ortsteils von Dubai.

Das Sofitel Opera ist das jüngste unter den Top-Hotels der Stadt. In dem Haus der französischen Luxus-Kette wird der Gast stets mit „Bonjour“ begrüßt. In der teuersten Suite, der Präsidentensuite (4500 Euro pro Nacht), liegt man wie auf Wolken auf dem eigens fürs Sofitel kreierten Boxspringbett. Noch dazu lässt sich der Schlafraum wie ein Kokon abdichten, die Wände sind schallgedämpft. „Wir wollen Gästen, die weit gereist sind, und Ruhe und Entspannung brauchen, möglichst viel Komfort bieten“, sagt Marion Schön vom Hotelmanagement. Das Badezimmer verfügt über eine automatische Toilette mit Bedienpanel, eingebauter Wasserfontäne und Fön – japanische Gäste wissen sie zu schätzen.

Die Suite ist zeitlos elegant vom Designer Nicolas Adnet entworfen und mit einigen Raffinessen versehen: Der Fernseher versteckt sich hinter einer Tür, Steckdosen sind direkt am Bett. Die Suite mit großem Ess- und Wohnzimmer wird gern für Business Events oder für Hochzeiten gebucht. Denn sie bietet Zugang zur 130 Quadratmeter großen Hotelterrasse mit Blick auf die Oper und Skyline aus einem Winkel, den der Frankfurter sonst nicht kennt. Die Terrasse kann auch extra gemietet werden und war in den Sommermonaten abends geöffnet. Die Suite ist übrigens an Silvester noch zu haben, lässt das Hotel wissen. Cocktails werden in der exquisiten Hotelbar im Erdgeschoss gemixt und nach oben gebracht.

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