Die Ursache für den Gas-Austritt im Industriepark-Höchst ist eine defekte Rohrleitung. (Symbolbild)
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Die Ursache für den Gas-Austritt im Industriepark-Höchst ist eine defekte Rohrleitung. (Symbolbild)

Chlorwasserstoff wird frei

Gas-Austritt in Industriepark: Das ist die Ursache

  • Isabel Wetzel
    vonIsabel Wetzel
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In Frankfurt löst ein Gas-Austritt im Industriepark Höchst einen größeren Alarm aus. Die Polizei ermittelt und das Werk präsentiert eine Ursache.

  • Im Industriepark-Höchst kommt es zu einem Gas-Austritt.
  • Die Polizei ermittelt nach dem Austritt von Chlorwasserstoff in Frankfurt.
  • Der Betreiber im Industriepark-Höchst entdeckt Unfallursache.

Update von Mittwoch, 23.12.2020, 9.59 Uhr: Die Ursache für den Gas-Austritt in Frankfurt-Höchst* war ein defektes Rohrleitungsstück im Produktionswerk von Nouryon. Das beschädigte Teil wurde ausgewechselt. Außerdem sollen alle Leitungsstücke der gleichen Bauart ebenfalls ausgetauscht werden, damit sich der Austritt von Chlorwasserstoff nicht wiederholt, erklärt Werksleiter Klaus Kuhlage. Er entschuldigte sich außerdem für die entstandenen Beeinträchtigungen.

Industriepark-Höchst: Mitarbeiter erlitt Augenreizungen

Bei der Person, die beim Austritt von Chlorwasserstoff im Industriepark-Höchst verletzt wurde, handelt es sich um einen Mitarbeiter des Parks. Nach unseren Informationen erlitt der Mann Augenreizungen und wurde deshalb im Arbeitsmedizinischen Zentrum im Industriepark ambulant behandelt.

Nach dem Gasaustritt in Höchst gab es Kritik an verspäteten Meldungen. Die Informationen über die Warn-Apps wurden erst 50 Minuten nach dem Sirenen-Alarm, der durch die Werksfeuerwehr ausgelöst wurde, veröffentlicht. Es brauche Zeit, bis der Einsatzstab zusammenkomme und die Informationen vorlägen und veröffentlicht werden könnten, teilt Infraserv-Sprecher Michael Müller mit.

Gas-Austritt im Industriepark Höchst: Polizei ermittelt

Update von Dienstag, 22.12.2020, 16.58 Uhr: Die Beamten eines Fachkommissariats der Polizei Frankfurt haben nach dem Austritt von Chlorwasserstoff im Industriepark-Höchst die Ermittlungen aufgenommen. Wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Frankfurt auf Nachfrage mitteilt, ermittelt die Polizei nach dem Vorfall wegen des Verdachts der Luftverschmutzung und wegen fahrlässiger Körperverletzung. Eine Person wurde bei dem Gasaustritt am Montagabend (21.12.2020) im Industriepark Höchst verletzt und musste anschließend ambulant behandelt werden.

Nach dem Gas-Austritt in Frankfurt sei es aktuell noch unklar, ob es sich um einen Bedienfehler oder eine technische Ursache handelt, erklärt der Polizeisprecher.

Industriepark Höchst: Austritt von Chlorwasserstoff

Update von Dienstag, 22.12.2020, 7.35 Uhr: In Frankfurt rief ein Gas-Austritt im Industriepark-Höchst in der vergangenen Nacht von Montag (21.12.2020) Polizei und Feuerwehr auf den Plan. Chlorwasserstoff trat aus. Die Werkfeuerwehr kämpfte mit Wasser gegen die giftigen Dämpfe. In umliegenden Stadtteilen heulten Sirenen. Die Polizei sprach auf Twitter von einer „Wolke“ die in Richtung Höchst und Unterliederbach ziehen würde. Wenig später gab sie auch eine Warnung für den Frankfurter Stadtteil Sindlingen heraus.

Gas-Austritt im Industriepark Höchst: Feuerwehr und Polizei warnen Anwohner in mehreren Frankfurter Stadtteilen.

Die Bewohner in den drei betroffenen Stadtteilen in Frankfurt sollten in ihren Wohnungen bleiben. Fenster geschlossen halten und gegebenenfalls ihre Nachbarn verständigen und Personen Schutz gewähren, erklärte die Polizei via Twitter. Gegen 21.14 Uhr gab es nach dem Gas-Austritt im Industriepark-Höchst dann endlich Entwarnung: „Die Vorsichtsmaßnahmen können zurückgenommen werden. Es besteht keine anhaltende Gefahr mehr“, meldete die Polizei.

Gas-Austritt im Industriepark Höchst: Warnung für Frankfurter Stadtteile

+++ 21.15 Uhr: Nach dem größeren Alarm wegen eines Gas-Austritts im Industriepark-Höchst kann die Feuerwehr Frankfurt schon Entwarnung geben. Der Austritt von Chlorwasserstoff konnte gestoppt werden und die Messungen der Feuerwehr außerhalb des Industrieparks waren negativ. In den umliegenden Stadtteilen geben die Sirenen Entwarnung und die Vorsichtsmaßnahmen können zurückgenommen werden.

Chlorwasserstoff-Austritt im Industriepark Höchst: Mehrere Stadtteile betroffen

Update vom 21.12.2020, 20.55 Uhr: Die Polizei Frankfurt hat die Warnung jetzt auch auf den Frankfurter Stadtteil Sindlingen ausgeweitet. Die Warnung gilt derzeit in Höchst, Unterliederbach und Sindlingen. Die Feuerwehr Frankfurt informiert indes, dass es sich bei dem ausgetretenen Stoff im Industriepark Höchst um Chlorwasserstoff handelt. „Die Werkfeuerwehr ist vor Ort und schlägt die Dämpfe mit Wasser nieder. Die Berufsfeuerwehr führt außerhalb des Werkes Messungen durch“, heißt es in einer Mitteilung der Feuerwehr.

Erstmeldung vom 21.12.2020: Frankfurt/Höchst ‒ Am Montagabend (21.12.2020) kam es im Industriepark Höchst zu einem Stoffaustritt. Das teilte die Feuerwehr Frankfurt am Abend auf Twitter mit. Die Werkfeuerwehr von Infraserv Höchst ist im Einsatz. Nach Angabe der Polizei Hessen ist der Alarm vorerst nur eine Vorsichtsmaßnahme, es gibt noch keine Hinweise, dass Stoffe das Werksgelände in Höchst verlassen.

Gas-Austritt im Industriepark Höchst: Die Werkfeuerwehr Infraserv schlägt die Dämpfe mit Wasser nieder.

Stoffaustritt im Industriepark Höchst: Warn-Apps lösen aus

Kurz darauf lösten auch die Warn-Apps NINA und KATWARN aus. Um welchen Stoff es sich handelt, ist derzeit noch nicht bekannt. Die Feuerwehr ruft die Anwohner dazu auf, die entsprechenden Verhaltensregeln zu beachten. Dazu zählt:

  • Ins Gebäude gehen
  • Kinder ins Haus bringen
  • Fenster und Türen geschlossen halten
  • Klimageräte und Lüftungsanlagen abschalten
  • Radio anschalten

Für die betroffenen Anwohner wurde außerdem ein Bürgertelefon eingerichtet, das unter der Telefonnummer 069/305-4000 zu erreichen ist. (Isabel Wetzel, Max Schäfer) *fnp.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Sobald es weitere Informationen gibt, wird dieser Artikel aktualisiert.

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