Zahlreiche Anträge im Ortsbeirat

Situation "unerträglich": Bonames fehlt ein Verkehrskonzept

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Ein gefährlicher Bahnübergang, schmale Ortsdurchfahrten, eine zu große Verkehrsbelastung des Ortskerns und das Fehlen einer Umgehungsstraße – in Bonames liegt in Sachen Verkehr eine Menge im Argen.

Durch den Burghof und angrenzende Straßen wie die Fleckenbühlstraße rollt der Verkehr durch den alten Bonameser Ortskern in Richtung Niddatal. In einem gemeinsamen Antrag fordern BFF, CDU, FDP, Grüne, Linke und SPD, die bestehende Beschränkung der Fleckenbühlstraße auf Fahrzeuge mit maximal 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht durchzusetzen – ausgenommen sollen lediglich Linienbusse sein. Da in ganz Bonames Tempo 30 gelte, solle im ganzen Stadtteil auch rechts vor links als Vorfahrtsregel gelten. Für den Burghof wiederholen die Politiker ihre alte Forderung nach einem Zebrastreifen. Auch soll dort wenigstens eine Geschwindigkeitsanzeige angebracht werden, da Radarkontrollen hier technisch nicht möglich seien.

Für diese Route eine Alternative zu bauen, etwa eine Umgehungsstraße, sei nicht möglich, begründet Ortsvorsteher Robert Lange (CDU) den Vorstoß. Denn diese müsste entweder über den Alten Flugplatz Bonames oder anderswo im Niddatal durch den Grüngürtel führen.

Auf der Tagesordnung stehen weitere Anträge, gestellt von der CDU. Etwa die Bitte an den Magistrat, sich zu überlegen, wie Bonames vom Durchgangsverkehr entlastet werden kann. Oder gemeinsam mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC), der sich laut Lange „völlig ideologiefrei“ und „praxisnah“ nicht nur um Radfahrer, sondern auch Fußgänger kümmere, neuralgische Punkte im Stadtteil zu untersuchen.

Die Deutsche Bahn habe aus den an Bahnübergängen passierenden Unfällen gelernt und schaffe Bahnübergänge nach und nach ab. „Auch die Stadt sollte daraus lernen. Daher ist es sinnvoll, an der neuen Ortsrandstraße im Osten von Bonames eine Unterführung oder Brücke zu bauen statt eines Bahnübergangs“, sagt Lange.

Ihm sei bewusst, dass viele der Themen umstritten seien, sagt Lange. „Es wird in der nächsten Ortsbeiratssitzung viel pro und contra geben, aber das ist auch gut so.“ Der Ortsbeirat 10 tagt am Dienstag, 1. November, ab 19.30 Uhr im Saalbau Nidda, Harheimer Weg 18-24.

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