1. Startseite
  2. Frankfurt

Die Skyline in Frankfurt wächst: 100 Meter hohes neues Hochhaus mit Halfpipe im Europaviertel

Erstellt:

Von: Christoph Manus

Kommentare

So soll der neue Büroturm im Frankfurter Europaviertel von Norden aus aussehen.
So soll der neue Büroturm im Frankfurter Europaviertel von Norden aus aussehen. © Groß & Partner

Im Frankfurter Europaviertel entsteht ein 100 Meter hoher Büroturm namens „Nion“. Der Eingangsbereich soll so zugänglich wie möglich werden. Auch eine Halfpipe ist im Gespräch.

Frankfurt – Auf dem unbebauten Grundstück an der Emser Brücke im Frankfurter Europaviertel, auf dem einst ein Wohnturm im Porsche-Design gebaut werden sollte, soll nun ein mehr als 100 Meter hohes Bürohochhaus namens „Nion“ mit etwa 45 000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche entstehen. Der Frankfurter Projektentwickler Groß & Partner, der das 3200 Quadratmeter große Areal im September 2020 erwarb, will dieses nach Plänen von UN-Studio errichten.

Das Amsterdamer Büro ist bereits beim Bau des aus vier Türmen bestehenden Hochhausareals „Four“ in der Frankfurter Innenstadt für Groß & Partner tätig. Aus dem Architektenwettbewerb für das Projekt an der Europa-Allee war es zunächst gemeinsam mit dem Berliner Büro Grüntuch Ernst Architekten als Sieger hervorgegangen. In der anschließenden Überarbeitungsphase setzte es sich dann gegen dieses durch.

Frankfurter Hochhaus bekommt Photovoltaikfassade und nutzt Geothermie

Das neue Hochhaus, dessen Bau im kommenden Jahr beginnen könnte, ist nach Worten von Groß & Partner „durchgehend grün gedacht“. Eine Photovoltaikfassade und die Nutzung von Geothermie sollen, wie Geschäftsführer José Martinez am Dienstag bei der Vorstellung des Wettbewerbsergebnisses erläuterte, 70 Prozent des Wärmebedarfs, 30 Prozent des Kältebedarfs und zehn Prozent des Strombedarfs des Turms decken. Das Grün des auf einem angrenzenden Grundstück entstehenden Parks werde bis in das Hochhaus hineinreichen, hieß es. Dessen Fertigstellung ist für Anfang 2026 geplant.

Der Eingangsbereich des Turms soll nach dem Willen der Stadt, aber auch dem des Projektentwicklers nicht nur architektonisch so zugänglich wie möglich sein. Im Sockel könnte es, wie Planungsdezernent Mike Josef (SPD) im Atrium des Dezernatsgebäudes sagte, außer einem Café etwa auch Ateliers geben. Dazu sei vereinbart, dass Flächen für Mieten von höchstens 15 Euro pro Quadratmeter zu haben seien.

Wasserturm im Frankfurter Stadtteil Gallus soll renoviert und genutzt werden

Josef betonte am Dienstag, dass das Projekt dem Umfeld im Übergang vom Europaviertel zum Gallus einen Mehrwert bringen müsse. Wichtig sind ihm etwa Bewegungsangebote für junge Menschen. „Ich hätte dort gerne eine Halfpipe“, sagte er. Die könne im Umfeld des Hochhauses oder vielleicht sogar darin entstehen. Martinez nannte den Vorschlag charmant.

Der denkmalgeschützte Wasserturm in dem ans Hochhaus angrenzenden künftigen Park soll nach Vorstellungen von Stadt und Projektentwickler renoviert und genutzt werden. Ideen, was darin geschehen könne, gebe es bereits, versicherten Martinez und Josef. Beide brachten etwa Kunst im Turm ins Gespräch. (Christoph Manus)

Die Wettbewerbsergebnisse sind im Atrium des Planungsdezernats, Kurt-Schumacher-Straße 10, zu sehen.

Auch interessant

Kommentare