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Über 200 Meter hoher Wolkenkratzer: Skyline bekommt neuen Giganten

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Von: Gernot Gottwals

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Die ursprünglichen Pläne für den Central Business Tower der Helaba mit seiner markanten Fassade stammen von KSP Engel und reichen bis 2001 zurück. FOTO: KSP Engel Architekten
Die ursprünglichen Pläne für den Central Business Tower der Helaba mit seiner markanten Fassade stammen von KSP Engel und reichen bis 2001 zurück. © N.N.

Die Helaba errichtet mitten in Frankfurt einen neuen Wolkenkratzer. Über 200 Meter soll das Gebäude gen Himmel ragen. Der Plan sieht mehrere Jahre Bauzeit vor.

Frankfurt – Liegt im Hochhaus die Wahrheit? Schon vor 20 Jahren sollte die neue Ikone "Veritas" an der Neuen Mainzer Straße/Junghofstraße die Skyline in Frankfurt prägen. Doch nach dem Anschlag auf das World Trade Center am 11. September 2001 wurden die Pläne lange zurückgestellt. Jetzt wird hier von 2024 bis 2028 der Central Business Tower der Helaba-Gruppe errichtet. Doch wird der Turm gut 20 Jahre später auch moderner und nachhaltiger?

"In den vergangenen Jahren haben sich die Bautechniken zur Energieeinsparung und -erzeugung mit Solarmodulen weiterentwickelt", stellte Christian Schmid vom Vorstand der Helaba fest, als er das Bauvorhaben für den Wolkenkratzer im Ortsbeirat 1 (Altstadt, Bahnhofsviertel, Europaviertel, Gallus, Gutleutviertel,Innenstadt) vorstellte.

Anmerkung der Redaktion

Dieser Artikel wurde ursprünglich am 09.02.2022 veröffentlicht. Da er für unsere Leserinnen und Leser noch immer Relevanz besitzt, haben wir ihn erneut auf Facebook gepostet.

Frankfurt: Neues Hochhaus der Helaba wird 205 Meter hoch

Mit einer Höhe von 205 Metern stünde der Central Business Tower bei seiner Fertigstellung in sieben Jahren voraussichtlich an fünfter Stelle in der Frankfurter Skyline. In direkter Nachbarschaft zum denkmalgeschützten gründerzeitlichen Bankgebäude der Frankfurter Sparkasse wird der Turm in die Höhe wachsen. Zur besonderen Herausforderung wird eine siebeneckige Rotunde im alten Bankhaus, in der später auch die Gastronomie für die Mieter und Passanten des Central Business Tower einziehen soll.

Schmid erläuterte, dass die Rotunde sanierungsbedürftig sei, wobei nachträglich eingezogene Zwischenwände und -decken entfernt werden müssten. "Ich habe das zunächst als Kaufmann betrachtet", räumte Schmid ein. "Bei der ersten Besichtigung war mir dann aber klar, dass wir dieses Kleinod erhalten müssen."

Wolkenkratzer in Frankfurt: Ab Ende 2024 pro Woche ein Stockwerk

Der Wolkenkratzer wird über eine Gesamtmietfläche von 72 500 Quadratmetern und einer Büromietfläche von 67 000 Quadratmetern verfügen. Das Investitionsvolumen wird von der Helaba, die das gesamte Hochhaus vermieten will, im dreistelligen Millionenbereich eingestuft.

Nach Abschluss der Abbrucharbeiten - das Hochhaus Neue Mainzer Straße 59 wird in den nächsten Wochen abgetragen - und der Gründung der Bodenplatte werden die Hochbauarbeiten Ende 2024 beginnen. "Wir werden dann pro Woche etwa ein Stockwerk schaffen", erläuterte Schmid. Während der Bauphase könnten die Baufahrzeuge die Baustelle über die Neue Mainzer Straße zum Be- und Entladen anfahren und dann über die Junghofstraße wieder verlassen. Es werde bei der Sperrung von je einer Fahrspur in beiden Straßen bleiben.

Frankfurt: Central Business Tower bekommt Photovoltaikanlage

Geplant sind 200 Stellplätze für Autos mit Ladestation in der Tiefgarage und 600 Radstellplätze, einige davon ebenso mit Lademöglichkeit. Der Turm wird mit einer Photovoltaikanlage versehen, die bis zu 158 000 Kilowattstunden pro Jahr erzeugen kann. Hinzu kommen eine Flachdachbegrünung und eine Aufbereitungsanlage von Regenwasser zur Bewässerung. "Die circa 3800 Photovoltaik-Module werden auf den der Sonne zugewandten Seiten des Turms und an der Spitze verbaut", erläuterte Tim Steinmetz, Abteilungsleiter Immobilienmanagement .

Ingrid von Hohnhorst (FDP) und Angela Kilian (Linke) betonten, in der Rotunde müssten Pacht für Gastronomen langfristig bezahlbar sein, allerdings müsste sie für alle Passanten öffentlich zugänglich sein - auch wenn diese dort nicht einkehren wollten. Dies sicherte Schmid zu und betonte auf Anfrage von Stephan Korte (FDP) nochmals, der Baum- und Pflanzenbestand der Wallanlage bleibe unangetastet.

Neuer Wolkenkratzer nicht öffentlich zugänglich

Auch wenn man mit moderner Aufzugtechnik ohne Umstieg in kurzer Zeit bis an die Spitze des Turms gelangen könne, so werde sie dennoch nicht öffentlich zugänglich sein, bedauerte Schmid. Hierauf sei das Sicherheitskonzept nicht ausgelegt, zudem sei der öffentlich zugängliche Main Tower nur 50 Meter entfernt. (Gernot Gottweis)

Das neue Hochhaus am Opernplatz in Frankfurt stößt auf Skepsis. Derweil soll der Millenium Tower im Europaviertel in Frankfurt Rekorde knacken.

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