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Patrick Dewayne präsentiert seinen talentierten Sohn.

Stadtgeflüster

Mit dem Sohn in einem Film

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Bei der Berlinale war er schon oft. Kontakte knüpfen, Freundschaften pflegen, Filme schauen und über solche reden, das ist dann das, was der Frankfurter Schauspieler

Bei der Berlinale war er schon oft. Kontakte knüpfen, Freundschaften pflegen, Filme schauen und über solche reden, das ist dann das, was der Frankfurter Schauspieler Patrick Dewayne macht. Dieses Jahr haftet seinem Berlin-Besuch während des Filmfestes allerdings etwas Besonderes an, denn der 41-Jährige ist selbst in drei Beiträgen zu sehen. In einem sogar mit seinem ältesten Sohn Lenny Patrick . Der Streifen heißt „Die Angst der anderen“ und stammt von der Filmemacherin Julie Gaston .

„Er hat schon immer gesagt, dass er Lust hätte, das zu machen, was ich mache“, sagt Patrick Dewayne über seinen Achtjährigen. Und als sich die Gelegenheit bot, mit ihm zusammen zu spielen, ergriff er sie. „Es ist ein Episoden-Film, in dem es um die Ängste von Menschen geht. In unserer Episode hat mein Sohn sogar die Hauptrolle“, erzählt Patrick Dewayne, und der väterliche Stolz ist in seiner Stimmer nicht zu überhören.

„Für mich war das eine sehr schöne Erfahrung mitzubekommen, wie mein Sohn ist, wenn er ,arbeiten‘ darf.“ Ergebnis: „Es hat ihm enorm viel Spaß gemacht und die Regisseurin attestierte ihm sehr viel Talent – wohl auch, weil er sehr diszipliniert ist“, schwärmt der Vater von dem Sohne. „Jetzt hat er Lunte gerochen und wir besuchen demnächst gemeinsam einen Workshop.“

Das größte der drei Projekte mit Patrick-Dewayne-Beteiligung ist allerdings eine Serie. „Sie heißt ,Bad Banks‘ und spielt zum Teil in Frankfurt, aber auch in Luxemburg und Berlin“, berichtet der Schauspieler, der vielen aus der Serie „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ bekannt ist. „Ich bin in allen sechs Folgen zu sehen sein und spiele den Chef am Handelstisch einer Bank. In der Serie geht es darum, dass eine junge Frau vor dem Aus steht, weil sie von ihren Kollegen ausgebootet wird und zur größten deutschen Bank wechselt“, umschreibt der 41-Jährige in kurzen Worten die Handlung.

Das Gute sei, „dass die Serie schon weltweit verkauft worden ist“, freut sich Dewayne. An die Rolle kam er übrigens auf ziemlich unorthodoxe Weise: „Als ich las, dass es darin um Banking geht, habe ich mir sofort gedacht, dass ich da einfach mitspielen muss. Wer, wenn nicht ich?“, fragt er rhetorisch. Schließlich ist Dewayne nicht nur Schauspieler und Moderator, sondern auch Börsenfachmann und berichtet für „Der Aktionär TV“ und den Nachrichtensender N 24 von der Frankfurter Wertpapierbörse und ist in Sendungen wie „Börse am Mittag“ und „Börse am Abend“ zu sehen.

„Ich habe mir gesagt: „Wenn ich nicht mitmache, höre ich sofort auf mit der Schauspielerei“, sagt er. Daher habe er den Regisseur Christian Schwochow angerufen. Das hat gewirkt und sie trafen sich in Potsdam und obwohl die Planung schon weit vorangeschritten war und die Serie schon besetzt war, „räumte er mir sehr viel Platz ein“. Doch damit nicht genug, denn Dewayne schulte die Komparsen und brachte ihnen bei, wie es auf einem Handelsplatz zugeht. Zu sehen ist die Serie ab Anfang März im ZDF.

Das dritte Projekt, das bei der Berlinale zu sehen ist und bei dem Patrick Dewayne mitmacht, ist der Kurzfilm, der auf den Titel „Dieter not unhappy“ hört. Dieser wurde von Regisseur Christian Schäfer gedreht wurde und es sind auch Christoph M. Orth und Leslie Malton zu sehen. „Ich spiele in einer Nebenrolle einen Gigolo-Fotografen, der in New York lebt und arbeitet“, berichtet Dewayne, der zuletzt noch weitere Filme abgedreht hat. Darunter ist ein Tatort mit Ulrike Folkerts – „aber ich bin leider nicht der Nachfolger von Andreas Hoppe , der an ihrer Seite die Rolle des Mario Kopper spielte“. Gern würde er im hessischen Tatort mitspielen. „Aber im eigenen Land gilt der Prophet bekanntlich nichts.“

(es)

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