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Neu am Flughafen Frankfurt: Kilometerlange Photovoltaikanlage mit Vorteilen auch für andere Aufstellflächen?

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Von: Christoph Sahler

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Entlang der Startbahn West am Flughafen Frankfurt entsteht eine neuartige Photovoltaikanlage. Fraport plant Panels auf 2600 Metern.

Frankfurt - Der Flughafenbetreiber Fraport und Solarstrom – das sind bereits seit dem vergangenen Jahr keine zwei komplett verschiedenen Themenfelder mehr. Am Flughafen Frankfurt wurde 2021 eine konventionelle Photovoltaikanlage auf dem Dach einer Frachthalle in der Cargo-City Süd in Betrieb genommen. Nun will Fraport seine eigene Stromproduktion in Frankfurt erweitern – mit einer neuartigen Anlage.

„Demonstrationsanlage“ nennt der Flughafenbetreiber das, was Fluggäste bereits seit September entdecken können, wenn sie mit einer Maschine von der Startbahn West am Flughafen Frankfurt abheben. Entlang des südwestlichen Endes der Runway stehen 20 Panels zur Solarstromproduktion mit einer Leistung von 8,4 Kilowatt.

Photovoltaikanlagen am Flughafen Frankfurt: „Grünflächen sind ideale Standorte“

Nun sind Photovoltaikanlagen an sich natürlich nichts Neues. Die Besonderheit der Anlage auf dem Flughafen Frankfurt ist jedoch schnell erkennbar. Die Panels stehen nicht schräg zum Boden, sondern senkrecht. „Beidseitige Glasmodule nehmen das Sonnenlicht aus östlicher und westlicher Richtung auf. Die freien Grünflächen innerhalb unseres Bahnsystems sind ideale Standorte für diesen speziellen Anlagentyp“, erläutert Marcus Keimling, Netzdienste-Chef der Fraport, in einer Pressemitteilung.

Die neue Photovoltaikanlage steht an der Startbahn West am Flughafen Frankfurt.
Die neue Photovoltaikanlage steht an der Startbahn West am Flughafen Frankfurt. © Andreas Meinhardt/Fraport

Strom vom Flughafen Frankfurt: Fraport setzt auf Photovoltaikanlagen entlang der Runway

Die sogenannten Zaunanlagen böten Vorteile, da der geringere Flächenverbrauch durch die vertikale Aufstellung für hohe Stromerträge sorge, da das Sonnenlicht ganztägig optimal einfallen könne. Darunterliegende Vegetationsflächen seien nicht wesentlich beeinträchtigt, da die Anlage weder Regen und Schnee zurückhalte noch für ständigen Schatten sorge.

„Im ersten Demonstrationsabschnitt möchten wir Erfahrungen sammeln mit Aufbau und Wartung der Anlage sowie mit der Grünpflege rundherum“, sagt Keimling. Der Frankfurter Flughafenbetreiber wolle seinen Grünstromanteil weiter aufstocken und die dreireihige Anordnung der Solar-Panels perspektivisch zunächst entlang der Startbahn West erweitern. „In der finalen Ausbaustufe soll sich die Anlage auf einer Länge von 2600 Metern parallel zur Runway erstrecken und dann in der Spitze eine Leistung von bis zu 13 Megawatt erbringen“, erklärt Keimling weiter. Zum Vergleich: Die Anlage auf der Frachthalle in der CargoCity erstreckt sich über eine Fläche von 13.000 Quadratmetern und erreicht eine Spitzenleistung von rund 1,5 Megawatt. (csa)

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