Festlich illuminiert ist die Alte Oper vor dem Beginn des Deutschen Sportpresseballs im November 2019.
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Festlich illuminiert ist die Alte Oper vor dem Beginn des Deutschen Sportpresseballs im November 2019.

Prominenz

Sportpresseball lockt mit Stargast und Virus-Abwehr

  • VonEnrico Sauda
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Stand jetzt, soll die Großveranstaltung in der Alten Oper am Samstag, 6. November, stattfinden.

Der Deutsche Sportpresseball geht in seine 39. Runde. Stand jetzt, soll die Großveranstaltung in der Alten Oper am Samstag, 6. November, stattfinden. Zwar wollen die Ballmacher - das sind der Verband Deutscher Sportjournalisten und der Verein Frankfurter Sportpresse in Kooperation mit der Metropress GmbH - das altbekannte Ballgefühl erwecken. Gerade in einem Jahr mit sportlichen Highlights wie der Fußballeuropameisterschaft und den Olympischen Spielen. Doch ganz so wird's wohl nicht werden.

Denn die Veranstalter sind gezwungen, auf die aktuellen, pandemiebedingten Regelungen zu reagieren. Und deshalb wird "Willkommen zurück - dem Wahren Schönen Guten", so lautet das Motto des Balls, ohne Flaniergäste stattfinden. Oder, wie die Macher sagen: "Es wird ein besonderer Ball." Nur vollständig Geimpfte und Genesene erhalten Einlass. "Nur so können wir den Deutschen Sportpresseball ohne Einhaltung von Mindestabständen oder das Tragen von Masken planen", sagte Jörg Müller von Metropress gestern bei der Präsentation der neuesten Sportpresseball-Ausgabe im Ballhotel Villa Kennedy.

Denn eins sei klar: "Der Deutsche Sportpresseball wird kein Maskenball." Er wolle ein stückweit Normalität zurückbringen, und "wir werden den Ball 2021 so realisieren, dass die Dinnergäste nicht merken dass es weniger Gäste als sonst gibt." Immerhin sei der Ball schon zu 65 Prozent ausgelastet, 1200 Gäste finden an diesem Herbstabend im Musentempel Platz. Der finanzielle Verlust, der durch den Wegfall der Flaniergäste entsteht, soll - unter anderem - über ein Programm der Bundesregierung abgefedert werden, das Veranstalter für Ausfälle im Vergleich zu früheren Veranstaltungen entschädigt. "Doch darauf allein werden wir uns nicht verlassen", sagte Sandra Sondermann von Metropress. "Der Ball steht auf soliden Füßen", fügt sie hinzu. Und: So lange die jetzigen Restriktionen gelten, bleibe dies das Konzept des Sportpresseballs. "Ich bin mir sicher, dass wir mit diesem eine Vorreiterrolle haben", sagte Jörg Müller.

Seit Monaten bereits arbeiten die Ausrichter an einem Konzept, lassen sich dabei vom neu gegründeten medizinischen Beirat mit dem Kardiologen und Internisten Dr. Marco Campo Dell'Orto an der Spitze beraten. Und der sagt: "Das Risiko, sich bei einer Ballveranstaltung mit Sars-Cov-2 zu infizieren und das Virus weiterzugeben, bei der ausschließlich Gäste mit vollem Impfschutz und Genesene mit Zusatzimpfung - sofern erforderlich - zugelassen sind, ist laut aktueller Faktenlage verschwindend gering, wenngleich auch nicht null." Gesundheit und Sicherheit der Gäste, der Servicemitarbeiter (immerhin 400) und der Pressevertreter (ungefähr 150) "stehen über allem", versichert Jörg Müller.

Mit Spannung schauen die Macher auf den September, dann sollen neue Richtlinien festgelegt werden. Vielleicht wäre es dann doch möglich, auch Flaniergäste zuzulassen. Aber das steht noch in den Sternen.

Was nicht mehr ungewiss ist, Jörg Müller aber nicht verrät, ist, wer der Stargast am 6. November sein wird. "Aber ich kann sagen, dass es einer der namhaftesten Stars sein wird, die wir je hatten." Und da waren schon so einiger Kaliber dabei: von Nena und Michael Bolton bis zu den Pointer Sisters. Auch einen der Preisträger verrät Müller: Christian Seifert ; der scheidende Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga (DFL) erhält den Pegasos in der Sonderkategorie "Besondere Verdienste um den deutschen Sport 2020". Die Dinnerkarten kosten pro Person übrigens 395 bis 1050 Euro. Der offizielle Vorverkauf startet am 2. August. es

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