Das Sportrevier am Fluss

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Frankfurt ist eine Stadt des Rudersports: Allein 13 Ruder- und neun Kanusportvereine gibt es am Main von Höchst bis Fechenheim. Neben Niederrad existieren zwei weitere Zentren: Das Sachsenhäuser

Frankfurt ist eine Stadt des Rudersports: Allein 13 Ruder- und neun Kanusportvereine gibt es am Main von Höchst bis Fechenheim. Neben Niederrad existieren zwei weitere Zentren: Das Sachsenhäuser Mainufer und das Ruderdorf an der Gerbermühle in Oberrad.

Zurzeit am größten und erfolgreichsten ist die Frankfurter Rudergesellschaft Germania, Schaumainkai 65, mit über 700 Mitgliedern: Sowohl der Damen- als auch der Herren-Achter rudern in der Bundesliga, bei der Herren sitzt mit Philipp Nonnast ein Weltmeister im Boot. Aber auch andere Vereine wie der Ruder-Club Nassovia Höchst, Mainzer Landstraße 791, oder die benachbarte Frankfurter Rudergesellschaft Nied stellen immer wieder gute Ruderer.

Nicht nur Leistungssport betreiben die Rudervereine: Sie alle bieten auch Schnupperkurse für Kinder und Erwachsene an. Das vielleicht schönste Revier hat der Frankfurter Ruderclub Fechenheim, Am Leinpfad 1, vor seiner Tür: Hier ist der Main an beiden Ufer grün.

Eine ganz andere Art der Fortbewegung bietet der Frankfurter Kanu-Verein (FKV), Schaumainkai 90 beim Stand-Up-Paddeln (SUP). Dabei steht der Sportler auf einem überdimensionalen Surfbrett, das er mit einem Stechpaddel manövriert. Schnupperkurse finden auf Anfrage an der Alten Brücke und im Ruderdorf statt. Für Gruppen bietet der Verein auch Frühsport ab 7.30 Uhr an und am Freitag, 12. August, gibt es einen SUP-Yoga-Kurs.

Neben dem klassischen Kanusport bis hin zum Wildwasserfahren bietet der FKV unter cms.frankfurtkanu.de im Internet weitere ungewöhnliche Ruder-Sportarten an, etwa das „Outrigging“ mit großen Ausleger-Kanus oder das Drachenbootfahren. Letzteres können die Frankfurter beim Museumsuferfest erleben: Der Sportkreis Frankfurt richtet am Samstag und Sonntag, 27. und 28. August, wieder sein großes Drachenbootrennen aus.

Der Main in Frankfurt gilt auch als anspruchsvolles Segelrevier, vor allem in der am dicht bebauten Innenstadt. Und so betreibt – neben einigen Vereinen – Frankfurts einzige Werft, Bootsbau Speck, am Firmensitz im Schwanheimer Unterfeld und in Griesheim zwei Steganlagen. Eine dritte Steganlage betreibt im ansonsten privaten Westhafen das dort ansässige Segel-Center-Frankfurt ().

Auf dem Wasser kann man den Main auf viele Arten erleben, im Wasser allerdings nicht: Schwimmen ist im ganzen Stadtgebiet verboten. Am nächsten kommen dem die Mitglieder des Ersten Frankfurter Schwimm Clubs in ihrem Vereinsbad im „Schwedlersee“, einem von Quellen gespeisten Stück des alten Riedgrabens an der Lindleystraße im Osthafen.

Auf entspannte Art lässt sich der Main in Höchst genießen. Dort pendelt Frankfurts einzige Fähre hinüber zum Schwanheimer Unterfeld, einem beliebten Ausflugsziel für Radler und Spaziergänger. Weil die Überfahrt vor allem Kindern Freude bereitet, erlebt man im Sommer immer wieder, dass Familien aber auch einfach mehrfach mit der Fähre hin- und herfahren.

(hau)

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