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Bagger bringen die Tribüne auf dem ehemaligen Rennbahn-Areal zum Einsturz

Galopprennbahn

Frankfurt: Stadt erzielt Erfolg im Rennbahnstreit

Bei den juristischen Auseinandersetzungen rund um die ehemalige Galopprennbahn in Niederrad hat die Stadt einen weiteren Erfolg erzielt.

Frankfurt - Das Oberlandesgericht Frankfurt hat bestätigt, dass die Eigentümerin des sogenannten Sarotti-Häuschens verpflichtet war, den Holzpavillon zu beseitigen und das Grundstück herauszugeben. Die Berufung gegen das Urteil des Landgerichts vom November 2018 hatte ergo keinen Erfolg.

"In den zahlreichen gerichtlichen Auseinandersetzungen rund um die Rennbahn ist die Rechtsauffassung der Stadt Frankfurt immer bestätigt worden", betonte Jan Schneider (CDU), Dezernent für Bau und Immobilien. "Alle Versuche, mit einer Prozessflut eine neue Nutzung des Areals zu verhindern, waren nicht von Erfolg gekrönt."

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Pferderennbahn: Fußballakadamie entsteht auf dem Gelände

Auf dem Gelände der früheren Pferderennbahn, auf der 2015 der Betrieb eingestellt wurde, entstehen ein rund 18 Hektar großer Bürgerpark sowie eine Fußballakademie. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat dafür von der Stadt ein Erbbaurecht für ein rund 15 Hektar großes Grundstück erworben. Das Sarotti-Häuschen war das letzte Hindernis, das der Übergabe der Fläche im Wege stand. Nachdem die Stadt das Grundstück per Zwangsvollstreckung in Besitz genommen und die Eigentümerin den Holzpavillon hatte abholen lassen, wurde das Areal im März dem DFB übergeben. Der hat mittlerweile mit dem Bau der Fußballakademie begonnen.

Pferderennbahn: Eigentümerin des Sarotti-Häuschens beruft sich auf Gestattungsvertrag

Die Eigentümerin des Sarotti-Häuschens hatte sich auf einen noch bis 2024 laufenden Gestattungsvertrag berufen, wonach ihr die kostenlose Nutzung des Grundstücks erlaubt wurde. Doch dafür ist nach Einschätzung des Gerichts wegen der Beendigung des Mietvertrags über die Rennbahn die Rechtsgrundlage entfallen.

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Die Stadt als Vermieterin könne nach dem Ende des Mietvertrages die vermietete Fläche auch von einem Dritten zurückfordern. Es gebe keine Anhaltspunkte, die es treuwidrig erscheinen ließen, dass sich die Stadt gegenüber der Eigentümerin des Häuschens auf die Beendigung des Hauptmietvertrages beruft. Eine Revision beim Bundesgerichtshof hat das OLG nicht zugelassen. Von den insgesamt rund 25 Rennbahn-Verfahren sind derzeit nur noch wenige offen. ffm

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