+
Der Frankfurter Hauptbahnhof im September 2015. Die drei Mädchen heißen ?Flüchtlinge willkommen?.

Integrationspreis

Stadt Frankfurt würdigt Initiativen für Flüchtlingshilfe

Zum ersten Mal wurden zwei Initiativen für Flüchtlingshilfe mit dem Integrationspreis der Stadt Frankfurt ausgezeichnet.

4800 Menschen, die aus ihrer Heimat geflüchtet sind, leben derzeit in rund 95 Unterkünften sowie rund 100 Wohnungen im Stadtgebiet. Viele von ihnen haben schreckliche Dinge auf der Flucht erlebt. Ein Glück, dass es Freiwillige gibt, die sich um sie kümmern und die fürchterlichen Erlebnisse mit ihnen aufarbeiten, damit die Neuankömmlingen ein neues Leben in der Mainmetropole beginnen können. Die Stadt Frankfurt weiß, wie wichtig Hilfe ist und hat deshalb gestern zwei Initiativen, die sich der Hilfe für Flüchtlinge verschrieben haben, mit dem Integrationspreis gewürdigt.

Die Projekte „Together – Menschen mit Beeinträchtigungen und Sinneseinschränkungen nach der Flucht“ von der Lebenshilfe Frankfurt am Main sowie die „Rainbow Refugees Frankfurt“ erhalten ein Preisgeld von jeweils 5000 Euro.

„Integration ist eine gemeinschaftliche Aufgabe. Wir danken allen Preisträgern für ihre beispielhafte Vorbildfunktion im Sinne einer aufgeschlossenen und solidarischen Stadtgesellschaft“, würdigte Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) das Engagement. „Eine Stadt wie Frankfurt braucht Menschen, die sich mit ihrer Energie und hohem Idealismus für alle einsetzen“, fügte Bildungsdezernentin Silvia Weber (SPD) an.

Außerdem wurden der Vereine „Integreater“ und die Initiative „Mentor – Die Leselernhelfer Hessen“ sowie die „Gemeinnützige Frankfurter Frauen-Beschäftigungsgesellschaft“ (GFFB) ausgezeichnet. Sie teilen sich ein Preisgeld in Höhe von 15 000 Euro. Lobend erwähnt wurde auch die Arbeit des „Deutsche Kinderschutzbundes, Bezirksverband Frankfurt am Main“ für die Schulung von Einzelvormündern für Frankfurter Kinder und des Vereins „Über den Tellerrand Frankfurt.“

Die Stadt würdigt mit dem Integrationspreis das Engagement von Personen und Institutionen, die sich im alltäglichen Leben für die Integration verdient gemacht haben und für eine gegenseitige Anerkennung der Kulturen eintreten.

„Integreater“ setzt sich für die Integration durch Bildung ein. Die Freiwilligen, die selbst eine Migrationsgeschichte haben, gehen in Frankfurter Schulen, Elterncafés, Stadtteilzentren, Jugendzentren und religiöse Einrichtungen und vermitteln die Botschaft: „Wenn wir es geschafft haben, schaffst du es auch!“ Freiwillige von „Mentor“ fördern vor oder nach dem Unterricht die Lese- und Sprachkompetenz von Kindern und Jugendlichen primär mit Migrationsgeschichte und tragen zu einer gelingenden Schul- und Berufslaufbahn für alle bei. Die GFFB setzt sich für die Partizipation auf dem Arbeitsmarkt ein. Im Modellprojekt „Handel im Wandel: Integration Mit-Sprache“ werden Wege aufgezeigt, die es Zugewanderten sowie Geflüchteten mit eingeschränkten Sprachkenntnissen ermöglichen, in den Arbeitsmarkt einzusteigen.

(red)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare