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Unfallschwerpunkt am Riedberg: An der Kreuzung Altenhöferallee/Graf-von-Stauffenberg-Allee kam es schon zu mehreren Zusammenstößen. Auf Drängen des Ortsbeirats reagiert nun die Stadt und will eine Ampel installieren.

Ampel kommt

Stadt reagiert nach mehreren Unfällen an der Ecke Altenhöferallee/Graf-von Stauffenberg-Allee

Die Kreuzung Altenhöferallee/ Graf-von-Stauffenberg-Allee ist eine gefährliche Ecke. Immer wieder kommt es dort zu Unfällen, der jüngste liegt gerade einmal zwei Monate zurück. Nun soll eine Ampel die Lage entschärfen – die hatte der Ortsbeirat 12 bereits vor einem Jahr gefordert.

Es war das traurige Ende eines schönen Nachmittags im August: Ein zehnjähriges Mädchen war auf dem Heimweg von einer Freundin und wollte mit dem Fahrrad den Zebrastreifen an der Kreuzung Altenhöferallee/ Graf-von-Stauffenberg-Allee überqueren. Dabei wurde sie von einem Motorroller erfasst, der in Richtung Riedberg-Zentrum unterwegs war. Der Fahrer hatte das Mädchen wohl zu spät übersehen, beide stürzten, das Mädchen kam ins Krankenhaus.

Zum Glück erlitt das Kind keine schweren Verletzungen, doch der Schock saß tief. Sowohl bei dem Mädchen, den Eltern, wie auf dem gesamten Riedberg.

Denn er war nicht der erste Unfall, der an dieser Kreuzung passierte. Im November 2017 hatte ein Busfahrer einen 16-jährigen Mofa-Fahrer übersehen, der schwer verletzt wurde. Im Februar wurde eine Schülerin des Gymnasiums Nord von einem Auto erfasst und leicht verletzt. Der Unfall im Juni diesen Jahres ging weniger glimpflich aus: Ein 44-jähriger Radfahrer stieß mit einem Auto zusammen und erlitt schwere Verletzungen.

Bereits der erste Unfall vor einem Jahr veranlasste den Ortsbeirat 12 (Kalbach, Riedberg), eine Ampel für den neuralgischen Punkt zu fordern. Einstimmig wurde ein entsprechener Antrag der CDU angenommen, der allerdings nicht der erste dieser Art war. Bereits seit 2014 setzten sich die Stadtteilpolitiker für die Installation einer Lichtsignalanlage ein.

Denn die Kreuzung sei schlecht einsehbar, und werde zudem von vielen Kindern genutzt. Sie liegt auf dem direkten Weg zur Marie-Curie-Grundschule, der IGS-Kalbach Riedberg, zur Haltestelle der Busse in Richtung des Gymnasiums Nord und ab nächstem Jahr auch auf dem Weg zur dritten Grundschule im Stadtteil.

Nachdem die ersten Vorstöße des Ortsbeirates abgewiesen wurden, reagiert die Stadt jetzt und wird schon im nächsten Jahr eine Ampel an der Kreuzung aufstellen lassen. Wann das genau geschehen soll, sei jedoch noch nicht klar, sagte Gert Stahnke, Leiter des Straßenverkehrsamts.

Doch obwohl die Ampel jetzt kommt, reicht dies dem Ortsbeirat nicht aus. Das wurde in der September-Sitzung des Stadtteilgremiums deutlich. Vor allem, weil es keinen definitiven Zeitpunkt für die Installation gibt. Bis es so weit ist, fordern die Stadtteilpolitiker deswegen weitere Maßnahmen. „Unverzüglich“ solle beispielsweise ein Warnlicht oder eine Behelfsampel installiert werden.

Ein entsprechender Antrag an den Magistrat, den die SPD-Fraktion sowie Bündnis 90/Die Grünen gestellt hatten, wurde einstimmig verabschiedet. „Das ist eine gefährliche Kreuzung“, sagte der Grünen-Fraktionsvorsitzende Ronald Bieber. Gerade im Hinblick auf die kommende dunkle Jahreszeit müsse man möglichst rasch für Abhilfe sorgen.

Doch danach sieht es derzeit nicht aus. Denn im Straßenverkehrsamt weiß man noch gar nichts vom Vorstoß des Ortsbeirates. „Bei uns ist noch nichts angekommen“, sagt Gert Stahnke. Deshalb könne er dazu auch noch keine Stellung beziehen. Nur so viel: Wenn der Antrag vorliege, werde man ihn selbstverständlich prüfen. Ergebnis: offen.

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