Darmstädter Regierungspräsidentin gibt das "Go"

Weg für die Stadtbahn-Verlängerung ist frei

2022 sollen die ersten Züge der Stadtbahn-Linie U 5 ins Europaviertel rollen. Mit der Übergabe des Planfeststellungsbeschlusses für die Hauptbaumaßnahme ist gestern endgültig der Startschuss für die Verlängerung gefallen.

„Ich freue mich, dass wir ein sorgfältiges Planfeststellungsverfahren erfolgreich abgeschlossen haben, so dass die Arbeiten hier planmäßig beginnen können“, sagte die Darmstädter Regierungspräsidentin Brigitte Lindscheid. Sie hatte gestern am Güterplatz, in unmittelbarer Nähe der künftigen gleichnamigen U-Bahn-Station, den entsprechenden Planfeststellungsbeschluss übergeben. Damit steht der Hauptbaumaßnahme für die der Verlängerung der Stadtbahn-Linie U5 in der Europaallee nichts mehr im Wege. Entsprechend gab es nur zufriedene Gesichter.

Auch Verkehrsdezernent Stefan Majer (Grüne) war glücklich. „Das Europaviertel, Frankfurts größtes und wichtigstes städtisches Entwicklungsprojekt, wächst und gedeiht. Die Verlängerung der Stadtbahn-Linie trägt dazu bei, dass das Europaviertel mit allen weiteren Stadtteilen entlang der Strecke bis nach Preungesheim näher zusammenrückt“, sagte er. „Ein wachsendes Frankfurt bedeutet eine wachsende VGF, denn städtisches Wachstum muss mit einem erstklassigen Mobilitätsangebot verbunden sein. Dafür schaffen wir mit dem Bau der Verlängerung der U5 ins Europaviertel für und mit der Stadt Frankfurt die Grundlage“, sagte VGF-Geschäftsführer Michael Budig und skizzierte die nächsten Schritte.

Er rechnet damit, dass im September der Förderbescheid von Land und Bund bewilligt wird. Anschließend könnten die Hauptbauarbeiten vergeben werden – voraussichtlich auch noch im Herbst 2016. Anfang 2017 werde dann die Startbaugrube für den Tunnelbau ausgehoben. Ein Jahr nach Vergabe der Hauptbaumaßnahmen soll dann die Tunnelbohrmaschine zum Einsatz kommen.

Von Herbst 2022 an soll die verlängerte Stadtbahn-Linie U 5 die Fahrgäste ins Europaviertel bringen. Für das Projekt ist ein Budget von rund 281 Millionen Euro veranschlagt. Finanziert wird der Bau mit Mitteln von der Stadt Frankfurt, dem Land Hessen, dem Bund und der Verkehrsbetriebe.

Um 2,7 Kilometer wird die Strecke verlängert.

Vier neue Stationen

werden gebaut. Der Streckenverlauf führt vom Abzweig unter dem Platz der Republik 1,4 Kilometer unterirdisch zur neuen Station „Güterplatz“, von dort gelangen die Züge über eine Rampe an die Oberfläche und fahren in die Mitte der Europaallee. Danach geht es auf einem 1,3 Kilometer langen Abschnitt weiter Richtung Westen. Auf diesem Abschnitt entstehen drei oberirdische Stationen: „Emser Brücke“, „Europagarten“ und „Wohnpark“.

Seit Anfang 2014 laufen vorbereitende Arbeiten: Für die anstehende Hauptbaumaßnahme wurde das benötigte Baufeld auf der Europaallee – auf dem Abschnitt zwischen Skyline Plaza und Emser Brücke – bereits vorbereitet. Hier verlaufende Trassen – beispielsweise Leitungen für Strom, Beleuchtung und Telekommunikation – mussten umgelegt werden und machen Platz für die dort entstehende Stadtbahn. Diese Arbeiten starteten Anfang des Jahres und sollen Ende August 2016 abgeschlossen sein.

(red)

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