Die Gruppe bemängelte auf ihrem Rundgang, dass auf der Spielstraße kaum ein Autofahrer das Schritttempo beachtet.
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Die Gruppe bemängelte auf ihrem Rundgang, dass auf der Spielstraße kaum ein Autofahrer das Schritttempo beachtet.

CDU geht auf die Straße

Stadtrundgang in Alt-Heddernheim

Zum ersten Mal lud die CDU im Ortsbezirk 8 zum Stadtteilrundgang ein. In Alt-Heddernheim trugen die Anwohner den Politikern Wünsche und Sorgen vor.

„Aktiv vor Ort“ steht auf den blauen Jacken und T-Shirts der CDU-Politiker, die mit einigen Heddernheimern durch ihren Stadtteil laufen. Noch näher als sonst wollen die christdemokratischen Stadtteilpolitiker aus dem Ortsbeirat 8 bei den Bürgern sein, deshalb gehen sie auf die Straße. Die Stadtteilrundgänge soll es nun regelmäßig geben.

Zuerst geht’s durch Alt-Heddernheim gemeinsam mit 15 Anwohnern. Schon am Treffpunkt, an der Ecke Heddernheimer Kirchstraße/ In der Römerstadt, werden erste Sorgen vorgetragen. Die Straße sei für zwei Fahrspuren an dieser Stelle zu eng. „Und das Tempo-30-Schild kommt zu spät und wird kaum beachtet“, beschwert sich Jens Vetter. Besonders für Kinder und Radfahrer sei das gefährlich. „Nicht mal eine Fahrbahnmarkierung in der Mitte gibt es.“

CDU-Ortsbeirat Joachim Rotberg notiert, was die Bürger vortragen. Schnelle Lösungen wird es wohl nicht geben. „Wir wollen uns erstmal jeden Stein angucken und uns den Weg erarbeiten“, kündigt Ralf Porsche an, Fraktionsvorsitzender der CDU im Ortsbeirat.

Weiter geht es in die Kastellstraße, in der öfter Lkw samt Anhänger parken; so eng am Straßenrand, dass kein Fußgänger mehr durchkommt. „Die stehen auf 30 Zentimeter dicht am Haus, da können weder Kinder noch Rollstuhlfahrer durch“, sagt Jutta Titze-Scheubrein verärgert. Die Anwohner wünschen sich ein Einfahrverbot für Lieferfahrzeuge. Auch das wird notiert. „Egal wie entschieden wird, Hauptsache, man hat die Chance, etwas zu sagen“, sagt Titze-Scheubrein.

Der Wenzelweg ist die nächste Station, dort würden die Autos oft im Halteverbot parken oder auf dem Bürgersteig abgestellt. „Dort sieht man sogar Reifenspuren an der Hauswand“, sagt Martin Daum, Stadtverordneter der CDU im Römer. Sein Vorschlag: „Man sollte die Markierung des Parkverbot einfach verlängern oder ein absolutes Halteverbot einführen.“

Keine 50 Meter weiter liegt die Spielstraße In der Römerstadt. Dort gibt es keinen Bürgersteig, aber kaum einer hält sich an die vorgeschriebene Schrittgeschwindigkeit. „Wir haben sogar unsere Eingangstür verlegt, damit wir nicht direkt auf die Straße treten und überfahren werden“, erzählt Anwohnerin Petra Kreß. Unzufrieden macht sie und ihre Nachbarn auch der Zustand des Spielplatzes gegenüber der Kita in der Straße Alt-Heddernheim. Oft liege dort Müll rum, sogar Drogen seien schon gefunden werden.

Viel Arbeit also für die Stadtteilpolitiker. „Wir müssen viel mit dem Straßenverkehrsamt reden. Leider können Beschilderungen nicht so einfach geändert werden. Aber sichtbar sollten sie schon sein“, sagt Ortsvorsteher Klaus Nattrodt. Das Parkplatzproblem sei das größte, fasst er den Rundgang zusammen. Leider gäbe es in Heddernheim kaum Möglichkeiten, Quartiersgaragen zu bauen.

Besser stehen die Aussichten für die Freiwillige Feuerwehr, deren Gerätehaus in der Dillgasse marode ist. Der Neubau ist schon geplant. „Am Gleisdreieck an der Hessenstraße, wo die Linien U 1, U 2, U 3 und U 8 halten, gibt es ein Grundstück“, erklärt Nattrodt. Noch in diesem Jahr soll der Bau begonnen werden.

Der nächste Rundgang ist für September angedacht.

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