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Erstmals am Herd vereint: Lea Linster und Andreas Krolik in seiner Küche im Palmengarten.

Stadtgeflüster

Stars kochen für Apfelwein-Freunde

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Vor gut zehn Jahren lernten sie sich Lea Linster und Andreas Krolik erstmals kennen. Bis zum gemeinsamen Kochen verging dann noch etwas Zeit.

Frankfurt - Vor gut zehn Jahren lernten sie sich erstmals kennen. Doch es dauerte genau diese Dekade, bis sie jetzt erstmals zusammen hinter dem Herd stehen werden um gemeinsam zu kochen. Die Cider-World brachte die beiden Starköche Lea Linster und Andreas Krolik zusammen. Gemeinsam bereiten sie für das Cider-Gourmet-Dinner am Vorabend der Veranstaltung, die im Palmengarten Gesellschaftshaus über die Bühne geht, ein Sechs-Gänge-Menü zu.

„Jeder bereitet drei Gerichte zu“, sagt Lea. Los geht’s mit ihrem Markenzeichen, der Gänseleber, darauf folgt Lachs, den sie zubereitet, und schließlich sorgt sie auch für das Dessert (Tarte Tartin) und reicht ihre Madeleines.

Zweisterne-Koch Krolik, der im Lafleur im Palmengarten zaubert, verwöhnt die Gäste an mit gebratenen Artischocken und Edelpilzravioli mit Artischocken-Velouté, geröstetem Quinoa und Haselnuss-Zitronenschaum. Außerdem gibt es gebratenen Kaisergranat mit Mandel-Crunch, Krustentier-Bisque, Blumenkohl, Zitronenmarmelade sowie Rücken und Bäckchen vom Vogelsberger Weiderind mit Rotweinbutter, Trüffeljus, im Ofen gegartem Sellerie, geröstetem Lauch und Rübchen. Da läuft einem das Wasser im Mund zusammen, zumal alle Gerichte von den passenden Apfelgetränken begleitet werden. Wer sich beeilt, kann noch einen der begehrten Plätze beim Cider-Gourmet-Dinner ergattern, denn: „Noch gibt es wenige Restkarten“, so Robert Mangold, geschäftsführender Gesellschafter der zuständigen Palmengarten-Gastronomie.

Zur Zusammenarbeit zwischen Lea Linster, durch ihre Auftritte in Fernsehsendungen wie „Die Küchenschlacht“ bekannt, und Andreas Krolik kam es, weil dieses Jahr Luxemburg Partnerland der Cider-World ist, die bis vor einiger Zeit noch Apfelweinmesse hieß.

Als die Anfrage auf ihren Tisch flatterte, war sie sofort Feuer und Flamme. Unter anderem auch darum, weil sie Kroliks Herangehensweise mag und „er Rücksicht auf die Frauen nimmt“. Deutschland mag Linster aber auch sehr gerne. „Dieses Land hat mir immer das geboten, was ich mir gewünscht habe“, sagt sie. „Ich gebe wirklich vieles gern her, aber meine Deutschen nicht“, sagt Lea Linster, die in ihrer Küche nun auch noch einen Mann an ihrer Seite hat. Denn seit neuestem kocht ihr 28-jähriger Sohn mit ihr. Und das, obwohl er Betriebswirtschaftslehre studierte. „Alles in ihm schrie danach, und er bringt die besten Voraussetzungen mit, denn sein Vater ist Sommelier und seine Mutter Köchin“, sagt Lea Linster, die übrigens selbst Jura studiert hat.

Apfelwein finden Krolik und Linster spannend. Und Linster freut sich, dass in diesem Segment seit einiger Zeit immer mehr auf Qualität gesetzt wird. Und auf sortenreine Produkte. „Der klassische Schoppen schmeckt mir erst nach dem dritten Glas“, gibt Krolik offen zu. Deshalb trinke er ihn nicht wirklich oft. „Wir kochen zum ersten Mal zusammen“, so Andreas Krolik, der an Lea Linster ihre „pure, bodenständige und klare“ Küche schätzt. „Allerdings habe ich noch nie bei ihr gegessen“, sagt Krolik.

Die Cider-World steigt vom 30. bis zum 31. März im Palmengarten Gesellschaftshaus. Ungefähr 90 Aussteller aus 20 Ländern erwarten die Macher. Die präsentieren dann etwa 500 Produkte.

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