Diesen Blick haben Autofahrer, wenn sie vom Kaiserlei in Richtung Oberrad unterwegs sind.
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Diesen Blick haben Autofahrer, wenn sie vom Kaiserlei in Richtung Oberrad unterwegs sind.

Rohbau der neuen Mercedes-Niederlassung

Ein Stern funkelt bald am Kaiserlei

  • Julia Lorenz
    VonJulia Lorenz
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Erst im Juli des vergangenen Jahres wurde der Grundstein für den Bau der neuen Mercedes-Niederlassung am Kaiserlei gelegt. Schon jetzt ist der Rohbau abgeschlossen. Der Innenausbau läuft auf Hochtouren. Im September will der Autokonzern die große Einweihung feiern.

Der Neubau der neuen Mercedes-Niederlassung direkt am Kaiserlei nimmt Formen an. Da düsen kleine Bagger über das riesige Gelände zwischen der Autobahn 661 und der Kaiserlei-Promenade. Ein Lastwagen liefert Fensterscheiben. Überall wird gehämmert und gebohrt. Das Quietschen einer Kreissäge erklingt aus dem Inneren des Gebäudes. Der Rohbau ist längst fertiggestellt. Derzeit sind die Bauarbeiter mit der Dämmung des Gebäudes, der Metallverkleidung der Fassade und dem Innenausbau beschäftigt. Laute Musik schallt aus einem tragbaren Radio. Maler streichen Wände, Elektriker bauen Energieversorgungsboxen in den Boden ein, damit die ausgestellten Fahrzeuge später Strom haben. Mitarbeiter von 40 Firmen sind auf der Baustelle beschäftigt.

Viel Licht und Karossen

Mitten drin steht Burkhard Wagner, Direktor der Mercedes-Benz Niederlassung Frankfurt / Offenbach. „Ich bin stolz und glücklich. Das wird ein richtig schönes und modernes Haus an einem idealen Standort. Hier fließt der Verkehr von Frankfurt und Offenbach vorbei“, sagt er und lässt seinen Blick durch die zwölf Meter hohe, lichtdurchflutete Halle schweifen. „Und dazu wird es eines der größten Autohäuser von Mercedes weltweit.“ Auf 4120 Quadratmetern sollen später die Neuwagen von Mercedes, AMG und Smart ausgestellt werden. Besondere Karossen wie Formel-1-Wagen sollen über vorgelagerte Balkone auf den beiden oberen Emporen präsentiert werden.

Hinter der Neuwagen-Ausstellung schließt sich die Präsentationsflächen für die Gebrauchtfahrzeuge an – über drei Etagen auf 13 000 Quadratmetern. „500 Autos passen hier rein“, sagt Wagner und schaut aus der Fensterfront im dritten Stock. Von dort aus hat man einen wunderbaren, unverbauten Blick auf die Kräuterfelder von Oberrad, den Henninger-Turm in Sachsenhausen sowie die Frankfurter Skyline.

55 Mio. Euro investiert

Zusätzliche zu den Ausstellungsflächen wird es eine Waschanlage, eine Fahrzeugaufbereitung, ein Ersatzteillager, eine große Werkstatt sowie einen viergeschossigen Verwaltungs- und Bürobau geben. Gebaut wird zudem eine interne, kleine Tankstelle. „Sonst müssten wir mit jedem neuen Fahrzeug, das geliefert wird, ein rotes Kennzeichen beantragen und das Gelände verlassen“, sagt Wagner. „Das ist sehr lästig und zeitraubend.“ Schneller soll es dank eines 20 000 Liter fassenden Tanks auf dem Grundstück gehen.

Rund 55 Millionen Euro investiert der Automobilkonzern in seinen Neubau am Kaiserlei. „Wir sind noch unterhalb des Budgets und vor dem eigentlichen Zeitplan“, sagt Wagner. Im vergangenen Juli wurde der Grundstein gelegt. Seitdem laufe alles reibungslos. Problematischer seien da die Vorarbeiten auf dem brachliegenden 53 000 Quadratmeter großen Grundstück gewesen. „Weil wir etwa 400 Pfähle 20 Meter tief im Boden installieren mussten, musste der Kampfmittelräumdienst anrücken“, erklärt der Niederlassungsleiter. 300 Fundstücke, darunter Handgranaten und Phosphorbomben, hätten sie zutage befördert. „Das hat richtig Zeit gekostet.“ Ebenso wie die Einigung mit der Stadt Frankfurt, der Stadt Offenbach und der Deutschen Bahn. Von jedem musste ein Stück Grundstück erworben oder getauscht werden.

Doch letztlich hat alles geklappt. Schon im Sommer will Mercedes den Neubau mit einer großen Feier einweihen. Rund 400 Beschäftigte werden dann an dem neuen Standort arbeiten. Die Filialen von der Hanauer Landstraße 121 und 425 in Frankfurt sowie von der Daimlerstraße in Offenbach werden am Kaiserlei zusammengelegt. Das soll die Arbeitsprozesse optimieren und effizienter gestalten. Burkhard Wagner sagt: „Wir bauen hier ein Stück Zukunft.“

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