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Leere Flaschen aus Plastik liegen in einer Kiste.

1,3 Millionen Euro

Steuerbetrug mit Pfandflaschen: Zwei Jahre Bewährungsstrafe

Wegen eines millionenschweren Steuerbetrugs mit Pfandflaschen ist ein 45 Jahre alter Geschäftsmann vom Landgericht Frankfurt zu zwei Jahren Bewährungsstrafe verurteilt worden.

Wegen eines millionenschweren Steuerbetrugs mit Pfandflaschen ist ein 45 Jahre alter Geschäftsmann vom Landgericht Frankfurt zu zwei Jahren Bewährungsstrafe verurteilt worden. Dem Steuerbetrug gingen dabei Manipulationen an den Rücknahmeautomaten voraus. Die Geräte schredderten die eingegebenen Kunststoff-Flaschen nicht, so dass sie mehrfach eingegeben und abgerechnet werden konnten. Um diesen Betrug zu verschleiern und die hohen Pfandbeträge plausibel erscheinen zu lassen, reichte der Geschäftsmann „frisierte” Belege über den angeblichen Erwerb von Leergut ein und machte Umsatzsteuer geltend. Der von der Steuerfahndung errechnete Schaden belief sich auf 1,3 Millionen Euro.

Vor Gericht legte der Angeklagte ein umfassendes Geständnis ab und ersparte den Richtern damit eine aufwendige Beweisaufnahme. Wie das Gericht am Donnerstag weiter mitteilte, wird das Verfahren um den Betrug zu Lasten des Automatenbetreibers bei einem Gericht in Nordrhein-Westfalen geführt, wo eine eigene Zentralstelle zur Bekämpfung der Leergut-Betrügereien besteht.

(dpa)

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