Das Höchster Schloss ist bei Veranstaltern beliebt. FOTO: reuss
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Das Höchster Schloss ist bei Veranstaltern beliebt.

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Stiftung gibt Höchster Schloss nicht frei: Auch Weihnachtsmarkt abgesagt

  • Holger Vonhof
    VonHolger Vonhof
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In Höchst wird es auch in diesem Jahr kein Schlossfest geben. Auch für den Weihnachtsmarkt kann kein Hygienekonzept erstellt werden.

Höchst – Der Vereinsring Höchst muss sowohl sein "Kompakt-Schlossfest", das vom 24. bis 26. September im Höchster Schloss geplant war, als auch seinen diesjährigen Weihnachtsmarkt absagen. Damit fallen Schlossfest und Weihnachtsmarkt jeweils das zweite Mal in Folge aus. Der Grund: Der Schlossverwalter der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, also der Eigentümerin des Höchster Schlosses, hat dem Höchster Vereinsrings-Vorsitzenden Claus Cromm am Dienstagabend mitgeteilt, dass die Stiftung derzeit bundesweit keine ihrer Liegenschaften für solche Veranstaltungen zur Verfügung stellen werde.

Auf das Schloss hatte der Höchster Vereinsring jedoch sein Ersatz-Konzept gebaut: Es hat sowohl kontrollierbare Zugänge als auch die nötige Infrastruktur, und für das Schloss existiert bereits ein Sicherheitskonzept, das von den Behörden abgesegnet worden ist. Auf dem umfriedeten Gelände hätten sowohl Besucherzahl als auch Zugangsbestimmungen kontrolliert werden können. Ein Schlossfest in seiner althergebrachten Form ist unter Corona-Bedingungen nicht umsetzbar: Ein ungeregelter Zugang sei mit keinem Hygienekonzept vereinbar, sagt Claus Cromm. Der Vereinsring habe aber keine Chance, auf einen anderen Ort auszuweichen. Angedacht worden sei etwa die Rudolf-Schäfer-Anlage. "Aber da gibt es keinerlei Infrastruktur", sagt Cromm.

Frankfurt-Höchst: Schlossfest und Weihnachtsmarkt abgesagt

In der Kürze der Zeit sei kein auf einen neuen Ort abgezieltes Hygienekonzept umsetzbar. "Die Prüfung seitens des Gesundheitsamts dauert vier Wochen", sagt Cromm. Die Dame, mit der er telefoniert habe, habe gleich angefügt, dass sie nur noch bis heute ans Gesundheitsamt abgestellt sei - dann würden viele "verliehene" Mitarbeiter wieder an ihre Stammarbeitsplätze bei anderen Ämtern zurückkehren. Seitens des städtischen Service-Centers Veranstaltungen habe es keinerlei Unterstützung gegeben, fügt Cromm an.

Das bedeute allerdings auch, dass es in diesem Jahr keinen Höchster Weihnachtsmarkt geben werde, so der Vereinsrings-Chef: "Die Stände aus dem Schloss kriegen wir in der Altstadt gar nicht mehr unter. Und wie soll das laufen mit Abstandsmarkierungen auf dem Boden? Müssen die dann beleuchtet werden?" Das Gedränge sei einfach zu groß.

"Jetzt planen wir das Schlossfest 2022", sagt der Kopf des Organisations-Teams. Da habe er wenigstens eine gute Nachricht: Der Betreiber des großen Riesenrads, das zuletzt 2018 bei zu Gast war, will kommen. (hv)

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