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Inmitten anderer Gebäude steht das hell verkleidete Braunkohlestaubkraftwerk auf dem Allessa-Gelände.

Cassella-Gelände

Störfall in Fechenheim: Feuerwehr gibt Entwarnung

Am Cassella Standort ist es am Montag zu einem Störfall gekommen. Anwohner sollten Fenster geschlossen halten. Nun wurde Entwarnung gegeben.

Update 14.24 Uhr

Die Feuerwehr hat via Twitter Entwarnung gegeben. Es besteht keine Gefahr mehr.

Update 13.20 Uhr

Kleine Entwarnung: Außerhalb des Werks konnte die Feuerwehr bisher keine gesundheitsgefährdenden Werte  messen. Alle Warnungen werden laut einem Feuerwehrsprecher dennoch aufrechterhalten, während die Feuerwehr noch verschiedene Messepunkte anfährt. Bei dem ausgetretenen Stoff handelt es sich um Schwefeloxide. Der Stoff sei aus einem Tank auf dem Werksgelände ausgetreten, die Austrittsstelle sei augenscheinlich verschlossen. Von Verletzten sei bisher nichts bekannt. Aktuell besprühe die Feuerwehr die Austrittsstelle noch mit Wasser.

Verkehrsstörungen durch Sperrungen

Update, 13.15 Uhr

Wie die Polizei soeben auf Nachfrage mitteilte, wird die Hanauer Landstraße von der A661 kommend in Richtung Fechenheim zurzeit gesperrt.

Polizeiabsperrung

Auch die Fahrt von Maintal in Richtung Frankfurt ist über die Hanauer Landstraße nur eingeschränkt bis Mainkur möglich. Betroffen ist auch die Straßenbahn, die momentan nicht zwischen Hugo-Junkers-Straße und Mainkur fährt.

Sirene warnt vor Stoffaustritt

11:50 Uhr

Anwohner in Fechenheim sollen Fenster und Türen geschlossen halten und in Gebäuden bleiben. Aus bislang ungeklärter Ursache ist bei einem Betrieb der Allessa GmbH am Montagvormittag um 11.15 Uhr ein Stoff ausgetreten. Um welchen Stoff es sich handelt, teilt die Allessa GmbH bisher nicht mit. Die Anwohner wurden mit einer Sirene gewarnt. Die Feuerwehr Frankfurt kann eine Gefährdung außerhalb des Werktsgeländes zurzeit nicht ausschließen.

Stoff aus Chemiewerk ausgetreten.

Durch die vorherrschende Windrichtung Südost bedingt, ziehe die Stoffwolke in Richtung Fechenheim, schreibt Allessa in einer Pressemitteilung. Die Werkfeuerwehr und die Berufsfeuerwehr Frankfurt seien im Einsatz.

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Über einen Sirenenton wurden die Anwohner gewarnt.

Lüftungsanlagen ausschalten, Schuhe vor der Tür ausziehen, anderen helfen

Anwohner sollen sich in Gebäuden aufhalten, möglichst in innen liegenden Räumen in oberen Stockwerken, Türen und Fenster schließen und Lüftungsanlagen ausschalten. Kinder und Hilfsbedürftige sollen ins Haus gerufen werden. Außerdem sollen Anwohner das Radio einschalten, um aktuelle Informationen zu erhalten. Auf ihrer Websiteempfiehlt die Allessa GmbH außerdem, verunreinigte Kleidung und Schuhe vor der Tür abzulegen und die Haut mit Wasser und Seife zu waschen.

"Potentielle Gefährdung kann nicht ausgeschlossen werden"

Am Gansbühel erheben sich auf einer Seite die Backsteinfassaden der Cassella-Labore (rechts), auf der anderen alte Arbeiterwohnungen.

In diesem Zusammenhang auch interessant: Unfall beim Hantieren mit einem chemischen Vorprodukt legt zwei Stadtteile für Stunden lahm

Am Standort Cassella in Fechenheim werden laut Allessa GmbH chemische Produkte beforscht, hergestellt, analysiert, gelagert und transportiert. "Sollte es trotz aller Vorkehrungen dennoch zu einem Ereignis kommen, so kann es neben einem Brand oder einer Explosion auch zu einer Stofffreisetzung kommen. Je nach Stoff und freigesetzter Menge kann eine potentielle Gefährdung von Menschen, Tieren und Objekten auch außerhalb des Standortes nicht mehr ausgeschlossen werden. Dies kann zu Belastungen von Luft, Boden oder Wasser führen." So warnt die Allessa GmbH die Anwohner in Fechenheim auf ihrer Webseite zum Standort Cassella.(red)

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