Das Pflaster in der Klappergasse, der Kleinen Rittergasse und in Teilen der Großen Rittergasse ist schon verfugt. In der Paradiesgasse und auf dem Paradiesplatz herrscht weiterhin Stolpergefahr. Foto: Holger Menzel

Gefährliches Pflaster

Alt-Sachsenhausen: Stolperfalle Kopfsteinpflaster

Viele Stolperfallen lauern im Apfelweinviertel. Die Stadt lässt deshalb das Kopfsteinpflaster nach und nach ausfugen.

Frankfurt - Der Seniorenbeauftragte für den Frankfurter Süden, Franz Zimmermann, schlug bei der jüngsten Sitzung des Ortsbeirats Alarm: "Das Pflaster im Apfelweinviertel ist gefährlich, insbesondere für ältere Passanten, die böse stürzen können. Die Stadt muss dort dringend aktiv werden", mahnte der Ex-Baudezernent.

Stolperfallen sollen zügig ausgebessert werden

Der Ortsbeirat stimmte Zimmermann zu und verabschiedete einen Antrag der SPD, der um zügige Ausbesserung der Stolperfallen bittet. Der Diskussion waren schon Anträge in den Jahren 2014, '16, '17 und '18 vorangegangen. "Leider sind noch immer nicht alle Teile des Kopfsteinpflasters verfugt worden", lautet der neue Antrag. Insofern bittet der Ortsbeirat den Magistrat erneut darum, die Verfugung - möglichst zeitnah - zu veranlassen." Denn: Kronkorken, Zigarettenstummeln, Glasscherben und anderer Kleinstmüll stecken in den Zwischenräumen und bilden ihrerseits Stolperfallen.

Die Stadt Frankfurt ist bereits aktiv geworden. In einigen Gassen ist das Pflaster in den vergangenen drei bis vier Jahren behandelt worden, teilt das Amt für Straßenbau und Erschließung auf Nachfrage mit. Epoxidharz ist in die Fugen gestrichen worden - das ist die Bezeichnung des Mörtels auf Basis von Zement, mit dem generell Kopfsteinpflaster, die allzu große Fugen zwischen den Natursteinen aufweisen, verfugt werden.

Erst 2021 ist die Paradiesgasse an der Reihe

Der graue Mörtel ist in der Kleinen Rittergasse und ihren Nebengässchen, in der Großen Rittergasse, bisher nur von der Dreieichstraße bis zur Einmündung der Frankensteiner Straße, sowie in der Klappergasse zwischen den Pflastersteinen angebracht worden. Für das Frühjahr 2020, sagte die Amtsleiterin Michela Kraft, "ist vorgesehen, das Pflaster in der Großen Rittergasse von Frankensteiner Straße bis zur Hausnummer 114 zu verfugen".

Erst im Jahr 2021 soll die Paradiesgasse an der Reihe sein. Für den Paradiesplatz gebe es noch keine Zeitplanung, so Kraft. Das Problem sei, dass nur in zwei kurzen Zeitfenstern im Jahr an der Verfugung gearbeitet werden könne, nämlich in relativ warmen Monaten mit Temperaturen von über 10 Grad. Weil aber im Sommer Rücksicht auf die Gastronomie genommen werden soll, die draußen Tische und Stühle aufgebaut hat, kommen nur Herbst und Frühjahr für die Arbeiten in Frage, also die Monate März und April sowie Oktober und November.

Kehrmaschine putzt

"Die Situation hat sich schon sehr gebessert", Jürgen Vieth, Betreiber mehrerer Gaststätten im Apfelweinviertel. "Als die Klappergasse noch nicht verfugt war, sind öfter Damen mit hohen Absätzen in den Lücken hängen geblieben", erinnert er sich. Die Gassen würden jetzt oft genug von Kehrmaschinen gereinigt, da gebe es nichts zu meckern. "Das größere Problem sind die Pizzakartons. Dafür sind die Mülleimer zu klein, die Kartons stapeln sich daneben."

Den Paradiesplatz hat sich die Initiative Alt-Sax Neu, die sich um die Verschönerung von Alt-Sachsenhausen bemüht, schon selbst vorgeknöpft: Für den wöchentlichen Freitagstreff, spätestens aber seit auf dem Platz "Straßen-Yogastunden" geboten wird, haben die Veranstalter die Fugen blitzblank sauber gefegt.

Von Stefanie Wehr

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