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Verdi ruft die Paketboten in Hessen zum Streik auf. (Symbolbild)

Weihnachtsgeschenke könnten auf sich warten lassen

Streik in der Weihnachtszeit: Postboten verlangen mehr Geld

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Mitten in der Weihnachtszeit ruft Verdi Postboten und Spediteure in Hessen zum Streik auf. Pakete drohen deutlich verspätet anzukommen.

Frankfurt - Drohen die Weihnachtsgeschenke nicht rechtzeitig anzukommen? Laut der „dpa“ hat Verdi Postboten und Spediteure angesichts festgefahrener Tarifverhandlungen in der Branche zu Warnstreiks im Gütertransport sowie bei Kurier-, Express- und Paketdiensten in ganz Hessen aufgerufen. 

Im Laufe der Woche soll es zu Verzögerungen kommen, erklärte die Gewerkschaft in Frankfurt gegenüber der „dpa“. Wann die Streiks genau in welchen Betrieben beginnen sollen, ist bisher nicht bekannt. 

Streik in Hessen: Verdi erklärt Proteste der Postboten über Weihnachtszeit

Der Grund der Streiks der Postboten in Hessen sind Forderungen nach Zulagen. Die Arbeitgeber hätten bei den Tarifverhandlungen die Forderung nach einer Zulage von 30 Euro im Monat nach vier Jahren Betriebszugehörigkeit und 60 Euro nach acht Jahren prinzipiell abgelehnt, erklärte Verdi. 

Andreas Jung, Verdi-Fachbereichsleiter Speditionen, Logistik und Postdienste, kritisierte, dass diese Zulagen in anderen Bundesländern eigentlich schon längst Standard sind. Die Verhandlungen seien nun unterbrochen. 

Streik der Postboten in Hessen: Verdi fordert mehr Geld

Neben der Betriebszulage für die rund 50.000 Beschäftigten im privaten Transport- und Verkehrsgewerbe Hessen fordert Verdi eine Erhöhung des Grundentgeltes um 75 Euro sowie eine lineare Erhöhung von 3 Prozent.

Wie lange die Streiks der Postboten in Hessen gehen sollen und ob möglicherweise sogar die Auslieferung von Paketen kurz vor Weihnachten betroffen ist, blieb zunächst unklar.

Derweil fahren die Busse in Frankfurt (Hessen) nach dem Tarif-Streik vorerst wieder. Derzeit werden die Verhandlungen fortgesetzt.

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