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Warnstreik im Einzelhandel: Auch beliebte Modeketten in Frankfurt betroffen

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Von: Kim Hornickel

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In Frankfurt und ganz Hessen protestieren Mitarbeiter des Einzelhandels am Mittwoch (09.03.2022) und Donnerstag für eine Bezahlung nach Tarif. (Symbolbild)
In Frankfurt und ganz Hessen protestieren Mitarbeiter des Einzelhandels am Mittwoch (09.03.2022) und Donnerstag für eine Bezahlung nach Tarif. (Symbolbild) © Hauke-Christian Dittrich/dpa/Symbolbild

Sie protestieren für eine Bezahlung nach Tarif. In Hessen sind die Mitarbeiter des Einzelhandels zu Warnstreiks aufgerufen – auch Geschäfte in Frankfurt sind betroffen.

Frankfurt – Die Gewerkschaft Verdi* hat ihre Beschäftigten im Einzelhandel zu Warnstreiks aufgerufen. In vielen Bundesländern, darunter in Hessen, legen Beschäftigte die Arbeit nieder. Auch in Frankfurt*, „denn noch immer rücken die Arbeitgeber nicht von ihrer starren Haltung ab“, wie die Verdi auf ihrer Homepage erklärt. Die Beschäftigten wehren sich, sie wollen mehr Lohn und ihren Manteltarifvertrag zurück. Die Arbeitsbedingungen seien derzeit nicht tragbar, so Verdi.

„Die Arbeit im Einzelhandel ist schon sehr lange nicht nur geprägt von nicht auskömmlicher Teilzeitarbeit, Hektik, Stress und hoher Leistung“, erklärt Marcel Schäuble. Der Landesfachbereichsleiter Handel der Verdi betont auch die Belastung aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung. Mehr Arbeit und weniger Personal führe zu einer „dauerhaft enormen physischen und psychischen Belastung“, so Schäuble. Und davon seien vor allem Frauen betroffen, die rund 90 Prozent der Angestellten im Einzelhandel ausmachen.

Verdi streitet für mehr Gehalt in Frankfurt und fordert Ende der Bezahlung „frei Schnauze“

Der Bezahlung „frei Schnauze“ müsse ein Riegel vorgeschoben werden, so der Verdi-Vertreter. Die Gewerkschaft fordert außerdem Digitalisierungs-Schulungen und Bezahlung nach Tarif. Um ihre Forderungen durchzusetzen, gehen die Beschäftigten aus dem Einzelhandel auf die Straße. Die genauen Tage für die Streiks sind je nach Filiale unterschiedlich. Die meisten der Beschäftigten wollen „zum Ende der Woche“ ihre Arbeit niederlegen, wie ein Sprecher von Verdi auf Rückfrage bestätigt. Wo in der Region gestreikt wird, zeigt die Übersicht:

Zu Streiks kommt es auch im Einzelhandel immer wieder. Zuletzt hatte die Gewerkschaft Verdi zu Streiks für die Mitarbeiter einiger großer Unternehmen aufgerufen*. (kh) fnp.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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