Prozess

Streit um Trainingshose eskalierte

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Wieder einmal steht die Obdachlosen-Unterkunft am Ostpark im Mittelpunkt einer schweren Gewalttat. Die Staatsanwaltschaft hat gegen einen 36 Jahre alten Marokkaner Anklage wegen Totschlagsversuchs erhoben. Der infolge regelmäßigen Alkohol- und Haschischkonsums an starken Stimmungsschwankungen leidende Mann soll im Februar dieses Jahres aus Ärger über eine ausgeliehene und vom späteren Opfer offenbar nicht rechtzeitig zurückgegebene Trainingshose derart in Rage geraten sein, dass er dem 42 Jahre alten Kontrahenten nach dem Austausch diverser Beleidigungen und Faustschläge ein Messer mit solcher Wucht in den Mund rammte, dass die Klinge abbrach und im Rachen stecken blieb.

Wieder einmal steht die Obdachlosen-Unterkunft am Ostpark im Mittelpunkt einer schweren Gewalttat. Die Staatsanwaltschaft hat gegen einen 36 Jahre alten Marokkaner Anklage wegen Totschlagsversuchs erhoben. Der infolge regelmäßigen Alkohol- und Haschischkonsums an starken Stimmungsschwankungen leidende Mann soll im Februar dieses Jahres aus Ärger über eine ausgeliehene und vom späteren Opfer offenbar nicht rechtzeitig zurückgegebene Trainingshose derart in Rage geraten sein, dass er dem 42 Jahre alten Kontrahenten nach dem Austausch diverser Beleidigungen und Faustschläge ein Messer mit solcher Wucht in den Mund rammte, dass die Klinge abbrach und im Rachen stecken blieb.

Schwerverletzt und blutüberströmt kam der Türke ins Krankenhaus, wo eine aufwändige plastisch-chirurgische Operation sein Leben rettete. Nur mit Glück habe dabei eine Querschnittslähmung verhindert werden können, sagte Oberstaatsanwältin Nadja Niesen, die am Freitag die Anklageschrift vor sich liegen hatte.

In Anbetracht der schweren Gesichtsverletzung geht die Staatsanwaltschaft von einem Tötungsvorsatz und deshalb von versuchtem Totschlag aus. Nach der Tat hatte der Messerstecher übrigens artig am Tatort auf das Eintreffen der Polizei gewartet, der er in der Folge wenig glaubhafte Geschichten von einem angeblichen „Unfall“ aufgetischt hatte. Vorher hatte er sich noch in aller Ruhe am Kiosk in der Nähe ein Bier geholt und es auch getrunken. Aber auch vorher wird er schon reichlich gebechert haben – die Alkoholmessung ergab nach der Festnahme einen Wert von bis zu 1,87 Promille.

In dem Prozess vor der Schwurgerichtskammer des Landgerichts, für den noch keine Termine feststehen, wird es deshalb unter anderem auch um die Frage der Schuldfähigkeit gehen.

(ge)

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