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Weil wir dieses Jahr auf den Weihnachtsmarkt verzichten müssen, hat Regina Graff in ihrer Konditorei einen Trost für uns: In ihrem "Weihnachtsmarkt to go" sind alle Gaumenfreuden enthalten, die uns für gewöhnlich die Stände auf Römerberg und Paulsplatz bescheren.

Tradition

Süßer Traum vom Weihnachtsmarkt

  • vonEnrico Sauda
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Obwohl der Frankfurter Weihnachtsmarkt in diesem Jahr ausfallen muss, muss man dank Regina Graf von der Confiserie Graff nicht auf Bethmännchen, Mandeln und Äppler verzichten.

Die Pandemie hält alle in ihrem Bann. Auch die Vorweihnachtszeit wird anders, als wir sie kennen. Beispiel: Die Fichte "Bertl", der Weihnachtsbaum, der den Römer schmückt, stammt aus dem Gröbminger Land in der steirischen Urlaubsregion Schladming-Dachstein - und sie wird still und heimlich aufgestellt, um Menschenansammlungen zu vermeiden. Weil es in diesem Jahr nirgends Weihnachtsmärkte geben wird, hat sich die Konditormeisterin und Geschäftsführerin der Confiserie, Patisserie und Chocolaterie Graff Regina Graff etwas einfallen lassen: "Als kleine Aufmerksamkeit für Freunde, Verwandte, Bekannte oder Geschäftspartner einen Weihnachtsmarkt to go." Einfach mal um zu sagen: "Schau, heute wären wir gemeinsam auf den Weihnachtsmarkt gegangen, aber es geht nun mal nicht. Doch ich habe an dich gedacht."

So stellte sie mit Peter Possmann von Apfelwein Possmann eine Auswahl, einen Weihnachtsmarkt zum Schmecken, zusammen. Fantasie in der Pandemie hatte Regina Graff schon mal bewiesen. Im Frühjahr, als es nirgends mehr Klopapier zu kaufen gab, stellte sie welches her: auf Basis eines Frankfurter Kranzes: Biskuit, Vanillebuttercreme, Kirschen. Damals bewies sie Humor. Heute Feinfühligkeit.

Enthalten im Weihnachtsmarkt to go sind Weihnachtsmandeln, Zimtsterne, Bethmännchen, Spekulatius, ein Herz aus Honiglebkuchen, eine riesige Praline, ein halber Liter Äppler pur, ein Thermobecher, Glühweingewürz und eine Grußkarte. "Das sind für mich die typischen süßen Köstlichkeiten, die es auf dem Weihnachtsmarkt gibt", sagt Regina Graff. Während alles andere zum Weihnachts-Standard-Programm ihres Geschäfts gehöre, habe sie die Weihnachtsmandeln extra gemacht. "Wäre es das ,Rundumsorglospaket', dann enthielte es noch heiße Maronen, eine Bratwurst oder einen Reibekuchen - aber das geht natürlich nicht", so Regina Graff, die gern nach Frankfurt zum Weihnachtsmarkt geht, aber auch die kleinen in der Umgebung sehr liebt.

Auf die Idee zum Weihnachtsmarkt to go kam sie eines Nachts. "Ich kann momentan nur schlecht schlafen. Wir haben dieses Jahr ein Geschäft geschlossen. Uns fehlen einfach die Kunden", sagt sie mit Blick auf ihr Geschäft in der Kleinmarkthalle, wo Käufer ausbleiben, weil viele sich im Homeoffice befinden. Nun kann sie sich freuen, "die Nachfrage nach dem Weihnachtsmarkt to go ist riesig". Interessierte können das Päckchen entweder an einem der drei Standorte von Graff abholen oder online bei Possmann bestellen.

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