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Holmer Drews (rechts) und Matthias Albers sind Hobby-Imker. Auf dem Riedberg haben sie ihre Bienenstöcke stehen. Für die Arbeit mit Bienen will Drews nun den Nachwuchs begeistern und bietet einen Kurs.

Bienenstöcke auf dem Riedberg

Für ein summendes Hobby begeistern

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Mit einem neuen Imkerkurs für Kinder und Jugendliche will Holmer Drews den Nachwuchs für die Arbeit mit Bienen begeistern.

Wenn es im Frühjahr wieder richtig warm wird, geht für Imker die Arbeit los. Am Riedberg soll dann ein Kurs für Kinder und Jugendliche starten, die Interesse haben, die Arbeit mit Bienen näher kennenzulernen. Leiten wird den Kurs Holmer Drews, der sich selbst seit seiner Kindheit in Schleswig-Holstein für Bienen begeistert. Geweckt wurde sein Interesse für die Insekten, als er als Kind einem Nachbarn beim Imkern über die Schulter sah.

Seit mittlerweile drei Jahren kümmern sich Drewes und sein Mann Matthias Adler um mehr als ein Dutzend Bienenstöcke auf der Streuobstwiese der IG Riedberg. Drewes bildet dort auch immer wieder Imker-Nachwuchs aus. Bislang waren die Nachwuchskurse des Frankfurter Imkerverbands aber vor allem für Erwachsene, was sich nun ändern soll. Der Imkerkurs für Jugendliche, der Ende März startet, richtet sich an die Altersstufen zwischen zehn und 14 Jahren. „Es ist wichtig, dass die Kinder neben Interesse an der Natur auch eine gewisse Grundgeduld mitbringen“, erklärt Drews. „Bei Kindern im Grundschulalter ist das meist noch zu früh.“ Dennoch will er auch dafür sorgen, dass der Nachwuchs in dem im 14-tägigen Rhythmus stattfindenen Kurs keinem langweilig wird.

„Natürlich müssen die Jugendlichen erstmal die Grundlagen lernen und sich auch mit den Fakten über Bienen beschäftigen“, erklärt der 63-Jährige. Das Hintergrundwissen brauche man, um ein Volk mit der Zeit einschätzen zu können und die fleißigen Insekten mit der Zeit kontrollieren zu lernen. „Wenn man Bienen hält, muss man erstmal lernen, wie man die Mädels bei Laune hält“, sagt er.

„Die Grundlage hinter dem Imkern ist eigentlich, dass man seine Bienenvölker weitestgehend in Ruhe lässt“, erklärt der erfahrene Hobby-Imker. „Dennoch sieht man ab und an nach dem Rechten, um sicherzustellen, dass das Volk sich nicht ungewollt teilt und ein Teil der Bienen mit einer Königin den Schwarm verlässt. „Ich plane, diese Aufgaben an einem meiner Völker zu zeigen, für das dann ausschließlich die Jugendlichen da sind.“ Alle zwei Wochen einmal nach den Bienen zu sehen, wie es im Kurs vorgesehen ist, reiche da völlig aus. Ein weiterer Teil der Arbeit eines Imkers, den er den Kindern näher bringen will, ist etwa auch das Schleudern von Honig. „Der soll am Ende auch die Belohnung für den Kurs sein, die die Kinder mit nach Hause nehmen dürfen.“

Davon, dass sich auch Kinder für die Arbeit mit Bienen begeistern können, ist Drews überzeugt. Denn ihrem Ruf ein „Altmännerhobby“ zu sein, werde die Imkerei inzwischen nicht mehr gerecht. Gerade bei jungen Erwachsenen in der Stadt ist das Imkern und der damit verbundene Naturschutz in den vergangenen Jahren immer mehr zum Trend geworden, wie die Imkerverbände immer wieder berichten. Diese Entwicklung beobachten langjährige Bienenfans wie Drews mit großer Freude. „Der Nutzen, den Bienen allein für das Bestäuben von Blüten hat, ist immens. Wenn schon Kinder dieses Bewusstsein entwickeln, ist der Zukunft in jedem Fall gedient“, erklärt Drews.

Weitere Informationen zu dem Hobby rund um die Bienen und zu seinen Plänen, auch Jugendliche vom Imkern zu begeistern, gibt es bei einem Vorbereitungstreffen am Sonntag, 17. Januar. Um 11 Uhr will sich Drews mit den Interessenten im Raum des Info-Büros der Hessenagentur in der Altenhöfer Allee treffen und alles noch einmal genau erklären. Der Kurs, den er kostenlos anbieten will, beginnt dann voraussichtlich am 31. Januar mit den ersten Theoriestunden, bevor es im April mit der eigentlichen Arbeit mit den Bienen losgeht.

Eine eigene Ausrüstung müssen sich die Teilnehmer übrigens nicht anschaffen. „Ich versuche gerade über den Imkerverein an Schutzkleidung und Materialien für den Kurs zu kommen, schließlich geht es auch den Vereinskollegen darum, aktiven Nachwuchs zu bekommen“, sagt Drews. Bedingung für die Teilnahme könnte darum auch eine Mitgliedschaft im Verein werden. Der Naturschutz, der Hinter der Arbeit mit Bienen steckt, sei das jedoch allemal wert, meint der Hobby-Imker.

Unter gibt es auf der Webseite des Imkervereins weitere Informationen über das Arbeiten mit Bienen oder unter . auf dem Blog von Holmer Drews

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