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TV-Koch kommt mit Sushi-Restaurant ins Bahnhofsviertel

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Von: Kathrin Rosendorff

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Star-Koch Steffen Henssler eröffnet in Frankfurt ein neues Sushi-Restaurant. Der schlechte Ruf des Bahnhofsviertels macht ihm keine Sorgen.

Frankfurt – Unweit des Frankfurter Hauptbahnhofs gibt es nun kalifornisch-japanische Küche vom Team des Hamburger TV-Kochs Steffen Henssler. Der 49-Jährige feiert das Viertel. Wer keine Lust auf einen Restaurantbesuch hat, kann sich Sushi auch nach Hause liefern lassen. Und zwar auf Tellern.

Das Lieblingssushi und ein Klassiker des TV-Kochs Steffen Henssler ist die Ultra Roll: Diese beinhaltet Avocado, Gurke, Zwiebel, Ceviche, Tempura-Garnele, Hausmayonnaise und Teriyaki-Sauce. Acht davon kosten 19 Euro. Dafür wird auch alles wunderschön präsentiert, verschiedene Sushis sind farblich aufeinander abgestimmt, fast traut man sich nicht, diese zu essen, so hübsch sind sie. Food Styling nennt man das. Zudem ist es Premium-Sushi und wie ein Radioreporter es ausdrückt, sei Henssler „der deutsche Sushi-König“.

TV-Koch Steffen Henssler feierte am Donnerstag das Grand Opening seines Frankfurter Sushi-Restaurants GO.
TV-Koch Steffen Henssler feierte am Donnerstag das Grand Opening seines Frankfurter Sushi-Restaurants GO. © christoph boeckheler*

Der 49-jährige Hamburger ist extra nach Frankfurt zur offiziellen Eröffnung seines neuen Restaurants „GO by Steffen Henssler“ am Donnerstag angereist. Schon vor zwei Wochen gab es das Soft Opening, eine Art Testphase. Jetzt aber soll es richtig losgehen in Frankfurt. Bereits in Berlin, Hamburg, Stuttgart, Düsseldorf und Sylt gibt es seine japanisch-kalifornische Küche. In Frankfurt ist das Sushi-Restaurant direkt neben dem Salon Slevan auf der Düsseldorfer Straße, wo es Trockenhaarschnitte und Haarverlängerungen gibt. Es sind nur wenige Schritte zum Hauptbahnhof. Platz ist für 90 Gäste auf zwei Stockwerken.

Frankfurt: Exklusive Küche im neuen Restaurant von Steffen Henssler

Bereits vor der Eröffnungsparty am Abend läuft Henssler beim Presselunch umher, posiert für Fotos im japanisch-stylishen Laden mit viel Holz überall. Läuft man die Showtreppe hoch, gibt es einen Lounge-Bereich, wo Gäste sich Cocktails wie Shisho Smash (japanische Minze, japanischer Zitronensaft, Gin und Zucker) bestellen können. Auch einen Private-Dining-Raum gibt es oben.

Auf der Speisekarte steht auch Exklusives wie Wagyu-Rind- oder Jakobsmuschel-Sashimi. Immer wieder muss Henssler die eine Frage beantworten: Warum er sein Sushi-Restaurant ausgerechnet im Bahnhofsviertel eröffnet? „Frankfurt fand ich immer schon geil“, sagt er. Kennengelernt habe er das Viertel vor allem durch seinen Kumpel, den Rocksänger Daniel Wirtz, der eben hier lebt. „Ich sehe das entspannt. Als ich 2001 mein Restaurant das „Henssler Henssler“ in Hamburg eröffnet habe, da war dort der Straßenstrich. Auch das gehört in so eine urbane Ecke.“

Steffen Henssler eröffnet Restaurant in Frankfurt – ausgerechnet im Bahnhofsviertel

Das Frankfurter Bahnhofsviertel erinnere ihn an Hamburg vor 25 Jahren. Das habe sich aber durch die vielen Tourist:innen mittlerweile weiterentwickelt. „Ich glaube das wird in Frankfurt auch passieren.“ Der gebürtige Frankfurter Sushikoch Mike Bäcker, der fünf Jahre bei Henssler seine Ausbildung absolvierte, ist Teil des Führungsteams vor Ort. Bei der Eröffnung dabei ist aber auch Sushikoch Kazu San, der in Monaco sogar schon mal Hollywood-Star Leonardo DiCaprio kulinarisch verwöhnen durfte. In Frankfurt ist Kazu San im regelmäßigen Turnus in der Küche präsent. In Zukunft sind im Go auch Afterwork-Partys und Sushi-Brunches geplant. Vegetarisches Sushi gibt es schon jetzt, ab 2023 soll es dann jede Sushi-Rolle auf der Karte in einer vegetarischen Variante geben.

GO by Steffen Henssler

Düsseldorfer Straße 1–7; Öffnungszeiten Montag bis Freitag 18 bis 24 Uhr; Mittwoch bis Freitag zudem auch von 12 bis 15 Uhr. Infos: www.gobysteffenhenssler.com/de

All das Sushi kann man sich auch nach Hause liefern lassen. Das Neue dabei ist das „Go Zero“-Konzept. So was wie Essen auf Rädern. Um auf Einwegprodukte zu verzichten und weil es hübscher aussieht, wird alles auf echten Tellern nach Hause geliefert. Per App oder Telefon kann man dann Bescheid sagen, wann der Lieferservice das dreckige Geschirr mit dem E-Auto wieder abholen soll. (Kathrin Rosendorff)

Zur gleichen Zeit gibt die Oetker-Gruppe ihr digitales Gastronomiekonzept in Frankfurt nach einem Jahr auf. 50 Angestellte von „Gugelhupf und du“ sind von den Schließungen betroffen.

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