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Auf der Richterbank liegt ein Richterhammer.

Taschen mit Alufolie ausgelegt: Prozess gegen Ladendiebe

Nach mehreren Beutezügen mit speziellen Taschen hat vor dem Frankfurter Amtsgericht der Prozess gegen zwei mutmaßliche Ladendiebe beginnen.

Nach mehreren Beutezügen mit speziellen Taschen hat vor dem Frankfurter Amtsgericht der Prozess gegen zwei mutmaßliche Ladendiebe beginnen. Dritter Angeklagter ist ein Ladendetektiv, der eine Überwachungskamera in einem Bekleidungshaus auf der Frankfurter Einkaufsmeile Zeil in eine andere Richtung gelenkt und den Langfingern damit geholfen haben soll.

Die Anklage geht davon aus, dass bis zum vergangenen September hochwertige Jacken und Markenhosen in einem Gesamtwert von mindestens 16 000 Euro entwendet wurden. Die Täter sollen Taschen mit Alufolie ausgelegt haben, damit die elektronische Überwachung am Ausgang des Geschäfts die Sicherheitsetikette am Beutegut nicht erkennen konnte.

Nachdem der Detektiv beim Hantieren mit der Kamera beobachtet worden war und deren Aufnahme nach weiteren Diebstählen lediglich die Decke des Ladens zeigte, schaltete das Unternehmen eine weitere Sicherheitsfirma ein, die die Festnahme der drei Männer veranlassten. Vor Gericht räumten der Detektiv (27) die Taten pauschal ein. Von den beiden 27 und 32 Jahre alten mutmaßlichen Dieben äußerte sich einer ähnlich, der zweite schwieg zu den Vorwürfen. Nachdem mehrere der elf geladenen Zeugen dem Gerichtstermin am Dienstag fernblieben, musste ein weiterer Verhandlungstermin im November anberaumt werden.

(dpa)

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