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Unter dem Motto ?Liebe ist meine Religion - Musik meine Sprache? demonstrierten am Samstag Hunderte für Frieden und Weltoffenheit.

"Liebe ist meine Religion - Musik ist meine Sprache"

Techno, Bässe und Gedenken: Anti-Kriegs-Demo zu Füßen Goethes

Nur wenige hundert Meter vom Opernplatz entfernt, gab es am Samstag auf dem Goetheplatz gleich die zweite Veranstaltung gegen Rassismus und Ausgrenzung.

Nur wenige hundert Meter vom Opernplatz entfernt, gab es am Samstag auf dem Goetheplatz gleich die zweite Veranstaltung gegen Rassismus und Ausgrenzung. Unter den steineren Augen der Goethe-Statue tanzten mehrere hundert Teilnehmer zu schweren Bässen vor dem DJ-Pult. In die Luft hielten sie farbige Schilder. „Frankfurt ist bunt“ steht darauf oder „Liebe ist meine Religion“. Das war das Motto, der Anti-Kriegs-Demonstration, die damit an den Beginn des Zweiten Weltkriegs erinnerte. Vor 79 Jahren, am 1. September 1939 griff Nazi-Deutschland Polen an. Seit 1966 ist der 1. September daher Weltfriedenstag. Die Idee, dieser schwarzen Stunde der deutschen Geschichte mit elektronischer Musik zu gedenken, und für Weltoffenheit und Toleranz einzutreten, kam aus der Frankfurter Clubszene. Der Film- und DJ-Künstler Christian Rindermann und der Gastronom Sia Sanei organisierten die Veranstaltung im vergangenen Jahr zum ersten Mal. „Wir wollen eine positive Antwort auf die politischen Demos der Angst geben, auf die Gewaltexzesse der letzten Zeit und den Hass. Keine Nationalität, keine Sprache und keine Religion soll ausgeschlossen werden“, sagen die beiden Organisatoren dieser Zeitung. Die Veranstaltung stellten sie zusammen mit dem Clubbetreiber Mengi Zeleke auf die Beine und Alex Azary, dem Direktor des „Museum of Modern Electronic Music“, das im Frühjahr an der Hauptwache eröffnen soll.

msr

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