Luftreinhalteplan nicht genug

Umwelthilfe verlangt Tempo 30 für Frankfurt

  • Tim Vincent Dicke
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Ab 2021 gilt ein Tempolimit von 40 km/h in der Innenstadt. Der Deutschen Umwelthilfe ist das nicht genug, sie fordert eine strengere Regelung für Frankfurt.

Frankfurt – Die Deutsche Umwelthilfe hält das angekündigte Tempolimit von 40 Kilometern pro Stunde in Frankfurt nicht für ausreichend, um Dieselfahrverbote zu verhindern. Das geht aus einer Stellungnahme zum Entwurf des neuen Luftreinhalteplans hervor. Darin verlangt die Organisation unter anderem ein Limit von Tempo 30, um die Attraktivität für den innerstädtischen Durchgangsverkehr zu verringern.

Tempolimit in Frankfurt: Ab 2021 gilt Tempo 40 in der Innenstadt

Die Stadt Frankfurt hatte angekündigt, das Tempolimit auf 40 km/h ab 1. Januar 2021 in der Innenstadt umzusetzen. Auf diese Weise sei es voraussichtlich möglich, drohende Fahrverbote zu verhindern, hieß es. In dem Entwurf des Luftreinhalteplans sind auch örtlich beschränkte Fahrverbote enthalten.

Die Umwelthilfe bezeichnete diese ebenfalls als nicht ausreichend, denn es blieben zahlreiche und teilweise deutliche Grenzwertüberschreitungen in Frankfurt. Deshalb müssten „zwingend weitergehende Maßnahmen zur Beschleunigung der Verkehrswende und zur sicheren Grenzwertwerteinhaltung ergänzt werden“.

Autos fahren über die Friedensbrücke in Frankfurt. Die Deutsche Umwelthilfe verlangt ein maximales Tempo von 30 km/h in der Innenstadt.

Tempolimit in Frankfurt: Umwelthilfe fordert Umstellung auf umweltfreundliche Antriebe

So müssten neben Bussen und kommunalen Fahrzeugen wie Müllautos auch Taxis in Frankfurt auf umweltfreundliche Antriebe umgestellt werden. Auch den bisher geplanten Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs bezeichnet die Umwelthilfe als ambitionslos. Von „zögerlichen Schritten“ ist beim Ausbau der Radwege die Rede.

In Hessens größter Stadt droht nach dem Entwurf des Luftreinhalteplans von nächstem Jahr an ein Fahrverbot in einzelnen Straßen innerhalb des Anlagenrings für ältere Diesel-Fahrzeuge unterhalb der Norm Euro 6 sowie für Benziner einschließlich Euro 2. Die Umwelthilfe hatte wie auch in anderen Kommunen bundesweit auf Einhaltung der Grenzwerte für Stickstoffdioxid geklagt. (dpa/tvd)

Rubriklistenbild: © Silas Stein/dpa

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