RMV-Tarif

Zu teuer: Stadt Frankfurt will neuen RMV-Tarif stoppen

Fair

Fairer und gerechter soll der neue Smartphone-Tarif sein, den der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) seit dem Frühjahr mit ausgewählten Nutzern testet. Geplant ist, das 20 Jahre alte Wabensystem durch einen entfernungsabhängigen Tarif zu ersetzen. Doch die Stadt Frankfurt fordert jetzt, den auf drei Jahre angelegten Pilotversuch abzubrechen. Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) begründet das mit „dramatischen Preissprüngen“, die sich vor allem bei Fahrten vom Stadtrand in die City ergeben. So kostet ein Ticket von Nieder-Eschbach zur Hauptwache derzeit 2,80 Euro, im neuen „Smart“-Tarif sind es 5,07 Euro – eine Steigerung um 81 Prozent.

„Dafür gibt es keine politische Mehrheit“, sagte Oesterling. Günstiger werden im neuen Tarif unter anderem Fahrten über die Stadtgrenze hinweg. Vom Frankfurter Stadtteil Oberrad zum Offenbacher Marktplatz sind statt 4,65 Euro nur noch 4,04 Euro fällig. Wegen dieser Vergünstigungen bei Fahrten in die Nachbarstädte hatte sich Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) für das neue Tarifsystem eingesetzt, das im Dezember 2015 im RMV-Aufsichtsrat beschlossen wurde. Schon damals haben viele FNP-Leser auf Facebook darauf hingewiesen, dass die meisten Fahrten deutlich teurer werden (Kommentare siehe unten).

(mu)

 

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