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Ein Toter im Frankfurter S-Bahntunnel

Unglück in Frankfurt

Drama am S-Bahn-Gleis: Polizei geht von missglückter Rettungsaktion aus

Am Dienstag gegen 16 Uhr wurden drei Personen an der Haltestelle "Ostendstraße" von einer S-Bahn erfasst. Ein 17 Jahre alter Jugendlicher starb, zwei 44 Jahre alte Männer wurden teils schwer verletzt. Die Polizei geht aktuell davon aus, dass zwei der Opfer dem dritten Verunglückten helfen wollten. 

Nach dem S-Bahn-Unfall an Dienstagnachmittag, bei dem ein 17-jähriger Hanauer ums Leben kam und zwei weitere Männer verletzt wurden, veröffentlicht die Polizei nun weitere Details: So könnte es sich um eine missglückte Rettungsaktion gehandelt haben. Nach ersten Zeugenhinweisen soll eine der Personen hilflos im Gleis gelegen haben. Daraufhin seien die beiden anderen ebenfalls in das Gleis gegangen, um Hilfe zu leisten. 

17-Jähriger tödlich verunglückt

Der 17-Jährige aus Hanau war am Dienstagnachmittag von einer S-Bahn erfasst worden. Er starb noch an der Unfallstelle. Zwei 44 Jahre alte Männer wurden bei dem Unfall verletzt. Einer von ihnen schwer und einer leicht, wie die Bundespolizei am Dienstag mitteilte. Die beiden Männer wurden in unterschiedlichen Krankenhäusern behandelt. Einer der Begleiter soll laut Medienberichten von der Bahn erfasst und zur Seite geschleudert, der Jugendliche überrollt worden sein. Der Lokführer und zwei Reisende am Gleis erlitten einen Schock und mussten ebenfalls behandelt werden. 

Verkehrskollaps in Frankfurt

Fakt ist, dass sich der Unfall am Dienstag gegen 16.14 Uhr ereignete und dass die drei Personen in den Gleisen der Haltestelle Ostendstraße gestanden haben, als sie vom Zug der Linie S6 in Richtung Friedberg erfasst wurden. Rund 30 Feuerwehreinsatzkräfte mit etwa neun Fahrzeugen waren laut einem Sprecher der Feuerwehr Frankfurt im Einsatz, ebenso acht Rettungsfahrzeuge. Über viele Stunden war der S-Bahnverkehr in der Frankfurter Innenstadt lahmgelegt. (dpa)

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