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40 000 Besucher erwartet

Tolle Torten und kreative Köpfe sind Thema auf der Messe Kreativwelt

Backen liegt voll im Trend. Erstmals auch bei der Messe Kreativwelt, auf der von heute an 300 Aussteller zudem alles rund um Basteln, Handarbeit, Deko, Schmuck und Mode zeigen.

Die Glasur sollte so glänzend sein, dass man sich fast darin spiegeln kann. Darum heißt der Kuchen ja auch Mirrorglaze-Cake und ist total angesagt. In den unterschiedlichsten Farben schimmert die Oberfläche auf den meist mehreren Teig- oder Cremeschichten, einige sind mit Früchten garniert, anderer erinnern an Marmor und einige sollen das Universum darstellen. Bäcker Patrick Dörner, genannt Padi, weiß, wie man die runden Kunstwerke anfertigt.

Auf der Messe Kreativwelt in Frankfurt wird der Gewinner der TV-Show „Das große Backen“ die Besucher in einem Workshop in die Kunst des Mirrorglazings einführen. „Ich zeige, worauf es ankommt“, sagt Dörner. Denn wenn man wisse, wie es geht und welche Zutaten man braucht, sei es gar nicht so schwer. Andernfalls könne die Zubereitung leicht schiefgehen und die Torte hässlich aussehen.

In diesem Jahr ist Backen zum ersten Mal ein Thema auf der Messe für Handgemachtes, Basteln, Schmuck und Deko, die vom heutigen Donnerstag an bis Sonntag, 4. November, veranstaltet wird. Auf rund 18 000 Quadratmetern auf zwei Hallenebenen können die Besucher sich bei rund

300 Aussteller

n über die neuesten Techniken und Ideen informieren. Und die Back-Stände und Workshops zeigen ihre süßen Neuigkeiten an Motiv-Ausstechförmchen, Fondants, Marzipanmodelliersets und vielem mehr.

Backen liege ziemlich im Trend, auch bei Kindern und Jugendlichen, stellt Dörner fest. „Viele wollen ihre Kuchen und Torten lieber selbst zubereiten, als sie zu kaufen.“ So wisse man, dass sie frei von Zusatzstoffen und vor allem wirklich frisch seien. Und meistens schmeckten sie auch deutlich besser. Viele, vor allem die Jüngeren, holten sich ihre Inspiration im Internet, fänden Fotos auf Pinterest oder Instagram und bekämen Anleitungen in Videos.

Dörner ist kein Konditor, auch er hat sich das meiste selbst beigebracht. Angefangen hat der gelernte Schreiner, indem er Motivtorten für Freunde zum Geburtstag herstellte. Seit seinem Sieg im Fernsehen hat der Westerwälder seinen Job im Verkauf an den Nagel gehängt und konzentriert sich nur noch auf Süßes.

Motiv- oder 3-D-Torten macht er immer noch am liebsten. Auf seiner Internetseite zeigt er, was er kann: Torten in Form eines Baumstammes, Hamburgers oder einer Echse bis hin zum Feuerwehrauto. Obwohl das Aussehen das Wichtigste zu sein scheint – auch das Innere der Kuchen müsse schmecken, sagt Dörner. „Ich bin da sehr perfektionistisch.“

Der 42-Jährige gibt vor allem Workshops und Kurse oder zeigt sein Können bei Vorführungen auf Messen oder in Möbelhäusern. „Backen kann jeder lernen“, ist Dörner überzeugt. Dekorieren oder Modellieren, etwa mit Fondant, einer weichen Zuckermasse, die meist zum Überziehen der Torten verwendet wird, sei da schon schwieriger. Zwei linke Hände seien da nicht von Vorteil, etwas Geschick und Begabung unerlässlich.

Gemeinsam mit Bianca Wohlgemuth, der Zweitplatzierten aus „Das große Backen“, wird Dörner die Besucher der Kreativwelt am Stand (Co6B) und die Zuschauer auf der Bühne in Halle 1.2 unterhalten. In seinen Workshops können die Besucher neben dem Mirrorglaze-Cake einen Kuchenaufsatz in Form eines Lamas, dem Maskottchen der Messe, oder eines Teddybären modellieren.

Aber auch andere bieten ihr Sortiment rund ums Backen und Verzieren von Kuchen, Torten und Plätzchen an. Außerdem essbaren Diamantenstaub in unterschiedlichsten Farben oder essbare Spitze, Perlen zum Verschönern oder Marzipanfondant. Darüber hinaus Plätzchenausstecher in allen möglichen Formen. Wer keine Lust auf die immergleichen Sterne und Tannenbäume hat, wird sicher fündig. Da gibt es nichts, was es nicht gibt. Und das in allen Größen: von der Fledermaus über Bagger oder Helikopter bis hin zum Zahn, gibt es jeden erdenkliche Ausstecher. Und ein kleiner Zoo lässt sich auch mühelos zusammenstellen.

Oder Teigroller, in denen Muster schon eingestanzt sind: So lassen sich Enten, Tannenbäume oder Sprüche wie „Best Mom“ oder Emojis auf den Teig bringen.

Wer selbst Pralinen herstellen mag, findet auch dafür alles, Pralinengabeln, Kuvertürengeräte oder Trüffelhohlkugeln. Und schließlich ist bald schon Weihnachten, und die Backsaison beginnt.

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