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in Zimmermädchen macht in einem Hotel das Bett. Die Bettensteuer als Einnahmequelle soll den Standort stärken.

Bettensteuer

Tourismusabgabe soll den Standort stärken

Die Bettensteuer für Frankfurt-Touristen gibt es seit knapp neun Monaten. Gestern hat sich ein Beirat gegründet, der über die Verwendung der Einnahmen entscheiden wird.

Seit dem 1. Januar wird sie in Frankfurt erhoben – die Bettensteuer. Beruhend auf der Tourismusbeitragssatzung wird von in der Stadt untergekommenen Besuchern ein zusätzliches Entgelt erhoben, welches vom Hotelgewerbe an die Stadt weitergereicht wird. Den zusätzlichen Verwaltungsaufwand nehmen die Hoteliers in Kauf, weil sie sich erhoffen, dass das dadurch generierte Budget direkt der Tourismusförderung zugutekommen wird.

Nachdem ein jahrelanger Prozess in Frankfurt nun zum Ergebnis geführt hat, wollen die Beteiligten die zur Verfügung stehenden Mittel nicht willkürlich verteilen. Vielmehr soll berücksichtigt werden, welche Faktoren entscheidend dazu beitragen, dass die Mainmetropole ein Tourismusmagnet ist und bleibt.

Hierfür wurde ein Beirat aus je zwei Mitgliedern der Industrie- und Handelskammer (IHK) Frankfurt, der Tourismus und Congress GmbH Frankfurt (TCF) und dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) sowie drei Stadtverordneten und den Stadträten Markus Frank (CDU), Ina Hartwig (SPD) und Stefan Majer (Grüne) gebildet. Auf Einladung von Bürgermeister und Stadtkämmerer Uwe Becker (CDU) fand gestern die konstituierende Sitzung statt.

Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD), der in seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender der TCF Mitglied des Beirats ist, übernahm den Vorsitz des Gremiums: „Die Tourismusbranche gehört zu den erfolgreichsten und zukunftsträchtigsten Wirtschaftszweigen unserer Stadt und leistet einen wertvollen Beitrag zur Lebensqualität unserer Bevölkerung. Von ihr hängen rund 60 000 Arbeitsplätze und jährlich mehr als 100 Millionen Euro direkte und indirekte Steuern ab. Das ist ein Pfund, mit dem wir wuchern können, aber auch eine Gemeinschaftsaufgabe, um die wir uns kümmern müssen, um den Standort weiter zu stärken“, sagte der Oberbürgermeister.

Im Beirat ist man sich einig, dass es trotz längerer Debatten in Frankfurt gelungen ist, was noch keine andere Stadt geschafft hat: nämlich die Verständigung auf eine Tourismusabgabe unter Zustimmung aller Beteiligten und ohne juristische Gegenwehr. Um die Mittel, die nun seit Jahresbeginn generiert werden, auf geeignete Weise und unter Berücksichtigung der Interessen einzelner Ressorts verteilen zu können, wird der Beirat nun eine entsprechende Strategie festlegen. .

(red)

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