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Geheimtipp-Neueröffnung in Sachsenhausen: Cafe-Bar KukuVaia zwischen antik, hip und gemütlich

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Von: Sabine Schramek

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Ein griechischer Gastronom eröffnet eine Cafe-Bar in Sachsenhausen. Zuvor hat der Mann ein gleichnamiges Lokal im Oeder Weg betrieben.

Frankfurt – George strahlt wie die Sonne auf allen griechischen Inseln zusammen, wenn er Herzchen mit Latte Art auf dampfenden Cappuccino zaubert. Seit drei Wochen ist der Grieche, der gerade seinen Master gemacht hat und eigentlich Musiker ist, in Frankfurt. Genauso lange gibt es das KukuVaia im Wasserweg 6, das Nestor Domanis (34) betreibt.

Es ist das zweite KukuVaia von Nestor Domanis (34), der vor fünf Jahren die gleichnamige Café-Bar im Oeder Weg eröffnet hat. „Die Terrasse ist beantragt und ein paar Kleinigkeiten fehlen noch“, sagt der dynamische Mann, der „in der Gastronomie ausgewachsen ist“. Seine Eltern hatten bis vergangenes Jahr das griechische Lokal „Meandros zum Clubhaus“ in Heddernheim. „Wegen Corona gab es keine Veranstaltungen mehr, beide sind über 60, die Mama war immer in der Küche. Da haben sie schließlich verkauft“, sagt er über das Lokal, in dem er seine Ausbildung zum Restaurantfachmann gemacht hat.

Lernte im elterlichen Betrieb in Heddernheim, eröffnete vor vier Jahren im Oeder Weg seine erste Cafe-Bar und hat jetzt den Sprung über den Main geschafft: der Gastronom Nestor Domanis. FOTO:
Lernte im elterlichen Betrieb in Heddernheim, eröffnete vor vier Jahren im Oeder Weg seine erste Cafe-Bar und hat jetzt den Sprung über den Main geschafft: der Gastronom Nestor Domanis. michael faust © Michael Faust

Neues Restaurant in Frankfurt: Zwischen antik, hip und gemütlich

Durch die großen neuen Fenster in dem Altbau, der wie ein Loft wirkt, blickt man direkt auf das zackigen Main Plaza gegenüber, über den Main und auf die EZB. Sehr hohe Decken, ein bisschen Stuck, Backstein, uralte Kacheln an der Wand und noch ältere auf dem Boden. Gespachtelte Wände, Edelstahl hinter der Theke, Holztische und Ledersessel, Retro-Hocker und hohe schwarze Metalltischchen mit Blumen empfange den Gast.

Der Laden stand lange leer. Vorher waren hier eine Reinigung, davor ein Fischgeschäft. Was noch früher auf den 85 Quadratmetern war, weiß Domanis nicht. Die filigranen Wandkacheln sind ebenso original wie der Fußboden und Stuck über einer Säule, die schwarz gestrichen ist. Retro-Lampen setzen die Möbel in Szene, im hinteren Teil leuchtet ein Retro-Spind. Zwischen antik, hip und gemütlich ist das KukuVaia. Es gibt jede Menge zu sehen. Ein Schild hängt nicht draußen, auch das Logo mit dem Eule, die Fliege und Hut trägt, ist nicht zu sehen. KukuVaia heißt „Eule“.

Neueröffnung des KukuVaia in Frankfurt: Es läuft schon ganz gut

Von Dienstag bis Freitag ist es von 8 Uhr bis 19 Uhr geöffnet, samstags ab 10 Uhr. Musik weckt die Earlybirds, die Kaffeemaschine läuft den ganzen Tag. Croissants und andere Kleinigkeiten gibt es zum gleich essen oder mitnehmen. „Dafür, dass wir kein Schild haben und keine Werbung machen, läuft es schon ganz gut“, freut sich Domanis, der hofft, dass sich auch hier wie im Oederweg eine „Art Wohnzimmer für die Nachbarschaft“ entwickelt. „Es macht einfach Spaß zu sehen, wie sich Leute beim Kaffee kennenlernen und Freundschaften entstehen“, sagt er. Seinen völlig eigenen Stil hat er auf gemeinsamen Reisen mit seiner Frau zu Auswärtsspielen der Eintracht gefunden. „Überall schauen wir uns Cafés und Bars an. Am meisten fasziniert mich die Mischung aus alt und neu. Darum gefällt mir hier die Location auch so gut.“

KukuVaia öffnet in Sachsenhausen: „Frankfurt ist einfach schön“

Der eigene Kaffee wird ebenfalls in Sachsenhausen geröstet. Bei Hoppenworth & Ploch. Drinks gibt es natürlich auch. Und wenn jemand feiern möchte, geht das abends, wenn das Café schließt. „Das passt gut ab 19 Uhr nach Geschäftsschluss. Die ersten Feiern sind schon gebucht. „Zwei Geburtstage und Silvester sind schon angefragt“, freut sich Domanis. Die Tür öffnet sich oft, Firmenmitarbeiter vom Colosseo haben den Geheimtipp längst auf dem Weg von und zum Büro entdeckt und holen sich Kaffee aller Art, griechischen Bergtee oder frischen Saft. „Und sie kommen wieder“, weiß auch George, der immer noch wie die Sonne strahlt. „Ich finde es toll hier. Frankfurt ist einfach schön. Und der Blick hier raus ist gigantisch.“

Vielleicht spielt der Musiker hier auch einmal live. Domanis gefällt die Idee. Bisher sind sie in Sachsenhausen zu Dritt in der Bar an der Theke. „Ich bin hier sehr oft im Moment. Mit den beiden Läden ist es wie mit zwei Kindern. Man muss für beide da sein. Das erste ist schon etwas größer und hat schon ganz viele Freunde. Das neue Baby im Wasserweg ist bereit. Für viele Freunde, Nachbarn und Veranstaltungen.“ (Sabine Schramek)

Während das KukuVaia in Sachsenhausen einen Neustart wagt, schließt das „Stanley“ im Frankfurter Bahnhofsviertel. Auch die Verwahrlosung des Stadtteils spielt eine Rolle.

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